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Melissas Suche nach dem Glück Bianca Bd. 1676 von Kilby, Joan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Melissas Suche nach dem Glück

Kindermädchen für Gregory Finchs süße kleine Tochter? Nicht gerade der Traumjob für Melissa. Die temperamentvolle junge Australierin ist auf der Suche nach etwas Großem, Bedeutendem - etwas, das ihr endlich das große Glück beschert. Doch ihre neue Stelle ist perfekt, um heimlich den drei Menschen zu helfen, die sich in einer verlassenen Hütte auf Gregorys Land versteckt haben. Nur darf Gregory niemals herausfinden, was sie tut. Melissa ist verzweifelt: Warum muss sie gerade den Mann anlügen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 17.02.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862953554
    Verlag: CORA Verlag
    Serie: Bianca 1676
    Größe: 183 kBytes
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Melissas Suche nach dem Glück

1. KAPITEL

Melissa Cummings brauste in ihrem apfelgrünen VW-Beetle die Balderdash Road entlang und suchte nebenbei nach einem Sender mit Countrymusic. Die schmale Landstraße war von hohen Gummibäumen gesäumt, durch die das Sonnenlicht fiel. Als hinter einer Kurve plötzlich ein Kind auf die Straße rannte, schrie Melissa erschrocken auf und riss das Steuer herum.

Der Wagen machte einen wilden Schlenker, doch sie schaffte es, einen Zusammenstoß mit dem Jungen zu vermeiden. Sie schätzte ihn auf etwa acht Jahre und sah noch kurz sein rotes Haar und blaues T-Shirt, bevor er auf der anderen Straßenseite in den Büschen verschwand.

Mit einer Vollbremsung brachte sie den Wagen zum Stehen. Ihr Herz klopfte wie verrückt.

War der Junge verletzt? Wo war er überhaupt?

Im Rückspiegel sah sie ein Spielzeug-Feuerwehrauto auf dem Mittelstreifen liegen. Sie setzte vorsichtig zurück und öffnete das Seitenfenster.

"Hallo, Junge? Geht's dir gut?"

Von draußen strömte warme, nach Eukalyptus duftende Luft herein. Melissa knabberte nervös an einem eingerissenen Nagelhäutchen am ihrem Daumen und umklammerte mit der anderen Hand das Lenkrad.

Hatte sie den Jungen gestreift? Sie konnte sich nicht an einen Aufprall erinnern. Aber wenn er unverletzt war, warum kam er dann nicht aus dem Gebüsch? Vielleicht war er gestürzt und konnte sich nicht bewegen. Möglicherweise brauchte er Hilfe.

Sie stellte den Motor ab und stieg aus.

Auf ihren hohen Absätzen stakste sie über die unebene Landstraße, hob unterwegs das Feuerwehrauto auf und spähte ins Gebüsch.

"Hallo! Hallo? Ich bin auf dem Weg zu dir."

Bitte, lieber Gott, mach, dass er nicht tot ist, betete sie stumm.

Hinter einem Busch hörte sie es rascheln. Sie ging entschlossen darauf zu und bog einen der Zweige zur Seite. Ein kleiner, schmutziger und zerzauster Junge starrte sie erschrocken an. Sie hielt ihm das Feuerwehrauto hin.

"Gott sei Dank, du lebst", sagte sie. "Bist du verletzt?"

Statt einer Antwort riss ihr der Junge das Auto aus der Hand und rannte los, stolperte dann jedoch über eine hochstehende Wurzel und fiel hin. Er schrie auf, rollte sich auf die Seite und umklammerte sein blutendes Schienbein.

Bei dem Anblick von Blut wurde Melissa schwindlig. Bloß jetzt nicht ohnmächtig werden! Sie atmete tief durch. Als Erstes musste sie die Blutung stoppen. Solange das Bein nicht verbunden war, konnte sie keinen klaren Gedanken fassen.

"Keine Sorge", sagte sie, mehr um sich selbst als ihn zu beruhigen. "Ich habe einen Verbandskasten im Auto."

"Mum! Wo bist du?" Der Junge stand auf und schien das Blut gar nicht zu bemerken, doch sein Knöchel knickte um.

"Josh!" Eine zierliche, blonde Frau erschien hinter einem Busch in der Nähe und kam auf sie zu. Sie trug eine Lederhandtasche über der Schulter, in der anderen Hand hielt sie eine volle Plastiktüte. Ihr Leinentop und die Caprihosen waren schmutzig, und auch sie hatte tiefe, rote Kratzer an den nackten Beinen. Als sie den Jungen erreichte, schloss sie ihn fest in die Arme.

"Mum!" Hinter einem Eukalyptusbaum tauchte ein kleines Mädchen auf. Sie hatte rotblonde Haare und war vielleicht sechs oder sieben. Tapfer kämpfte sie sich durch das hohe Gras und umschlang dann die Beine ihrer Mutter.

Sie trug ein kurzärmliges rosa T-Shirt. Auf ihren nackten Armen waren große, rotblaue Blutergüsse zu sehen. Außerdem hatte sie ein blaues Auge.

"Bist du auch hingefallen?" Melissa streckte die Hand nach ihr aus, doch die Kleine wich erschrocken zurück. "Ein paar Kilometer weiter ist eine Tankstelle. Ich könnte Eis für dein Auge holen."

"Callie geht's gut." Die Frau legte ihrer Tochter beschützend eine Hand auf die Schulter und drängte die Kinder ins Unterholz zurück. "Und Josh auch."

Obwohl der Junge deutlich humpelte und das Mädchen kaum Schritt halten konnte, sagte keiner der beiden einen Ton.

Stirn

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