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Mensch, Manu! So war das nicht geplant von Krügel, Anke (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
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Mensch, Manu!

Liebeskummer, Mauerfall und andere Katastrophen "Es ging schließlich um nicht mehr und nicht weniger als mein Leben. Das musste mit Siebzehn ja endlich einmal anfangen, oder etwa nicht?" September 1988. Eine idyllische Kleinstadt am See vor den Toren Berlins, der Hauptstadt der DDR: Strausberg. Ein Mikrokosmos, genannt Hauptstadt der NVA, in dem die Wende für viele erst mit dem Mauerfall begann. Manuela Busch - Manu - jüngste Tochter eines Offiziers und einer Lehrerin, kommt an die Penne und ist fest entschlossen, Aufregendes zu erleben. Sie ist fast siebzehn und heiß auf die erste Liebe. Leider muss Manu einen aussichtsreichen Kandidaten nach dem anderen von ihrer Liste streichen. Doch da ist auch noch der interessante Kreuzworträtseltyp . . . Er ist der Richtige. Manu vertraut auf ihr einzigartiges Gefühl, bis eine unerwartete Nachricht im Sommer 1989 alle Pläne über den Haufen wirft . . . "Mensch, Manu!" ist eine heitere, emotionale, und - vor dem Hintergrund der Veränderungen in Manuelas Land - besondere Geschichte vom Erwachsenwerden. Anke Krügel, 1972 in Strausberg bei Berlin geboren, studierte an der Humboldt-Universität Berlin Betriebswirtschaftslehre und arbeitete zunächst als Bankerin in Leipzig, bevor sie kreatives Schreiben zum Beruf machte. Seit 2001 lebt sie in Italien und arbeitet als Marketing-Texterin in der Schweiz. In ihrer Freizeit schreibt, übersetzt und lektoriert sie. "Mensch, Manu!" ist ihr zweiter eigener Roman. Die fiktive Geschichte, autobiografisch inspiriert, spielt in ihrem Geburts- und damaligem Heimatort in den Jahren 1988/89 und erscheint zum 30. Jahrestag des Mauerfalls.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 372
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783750472396
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 584 kBytes
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Mensch, Manu!

Teil 2

NEUES JAHR, NEUES GLÜCK. Und in diesem Jahr bin ich die Hauptdarstellerin!

So wie heute in der Hofpause. Da stand plötzlich Nico neben mir. Ich zögerte nicht lange und ließ Dani allein zurück, die mir verdattert hinterherguckte. Das kennt sie nicht, sie steht sonst immer im Mittelpunkt.

Nico verwickelte mich in ein mindestens fünfeinhalbminütiges Gespräch. So in der Art, wie mir die Silvesterfeier gefallen hätte und ob er mir nicht zu nahegekommen wäre. Dann wolle er sich dafür entschuldigen.

Wie bitte? War er in der Nacht der Nächte denn so blau gewesen? Küsschen und Händchenhalten waren, so fand ich, kein bisschen aufdringlich gewesen.

"Schon in Ordnung."

Mutig sah ich ihm direkt in die Augen und fügte hinzu: "Hatte nichts dagegen."

Das konnte er jetzt interpretieren wie er wollte. Hoffentlich positiv. Und siehe da: Als wir uns bereits verabschiedet hatten, drehte er sich noch einmal um: "Vielleicht gibt's bald wieder so eine Gelegenheit für uns beide. Und nicht erst zu Silvester."

Warm ums Herz und hochzufrieden kehrte ich zu den anderen aus meiner Klasse zurück.

Aber das Schärfste kam erst noch: Am Zaun gegenüber standen ein paar Leute der 11/A. Und einer guckte, diesmal eindeutig, zu mir rüber. Mein Essengeldkassierer! Hatte er etwa beobachtet, wie ich mich mit Nico unterhalten hatte? Mir konnte es recht sein. Und da schließlich 1989 war, mein Jahr, warf ich ihm einen Blick zurück, der irgendwo zwischen Triumph und Provokation angesiedelt werden konnte. Das war ein innerer Vorbeimarsch, kann ich euch sagen.

Wen ich will, den krieg ich auch. Wenn nicht heute, dann irgendwann später.

Wie ging gleich dieser Song, der mir jetzt neuerdings immer im Kopf umherträllerte? Stand Up For Your Love Rights . Genau. Aber nicht, dass ihr jetzt denkt, ich würde mich blind dem Erstbesten an den Hals werfen. Oder andere wichtige Dinge im Leben vernachlässigen. Nein, also bitte! Es kommt nur darauf an, bereit zu sein und keine Chance zu verpassen. Vorausgesetzt, es handelt sich um einen interessanten Kandidaten.

So eine Chance bot sich gleich ein paar Tage später in der zweiten Januarwoche, zunächst in Gestalt von Carsten, der mich auf dem Schulflur ansprach. Die Situation war wie folgt: 11/B kam aus dem Raum raus, 11/C musste rein.

"Mensch Manu, da bist du ja."

"Ja ... ich mein, wo soll ich denn sonst sein?"

"Nico lässt ausrichten, also ich soll dich fragen, ob du diesen Sonnabend schon was vorhast?"

Und warum fragt Nico nicht selbst? Aber ich wollte ja nicht mehr so kompliziert sein.

"Ähm, lass mich überlegen ... Nein, sieht nicht so aus."

"Gut. Dann kannst du ja zu der Geburtstagsfeier nach Fredersdorf mitkommen."

Ich zog die Augenbrauen hoch.

"Geburtstagsfeier? Von wem denn?"

Carsten schlug sich an die Stirn.

"Wie blöd von mir. Das kannst du ja nicht wissen."

"Eben."

"Die Babette feiert ihren Achtzehnten. Du hast sie auf der Silvesterfete kennengelernt."

Auf der waren so einige. Ich zuckte mit den Schultern.

"Na, die mit den krausen Haaren, die große."

Ich kramte in meinem Gesichtskarteikasten. Der war in der geistigen Ablage fein säuberlich getrennt vom Namenskarteikasten, so dass ich immer Schwierigkeiten hatte, beide Karteikarten zusammenzubringen.

"Ach ja, ich glaub ich weiß, wen du meinst."

Das war gelogen.

Nun muss man sagen, dass wir beide etwas ungünstig standen und den Ein- und Ausgang aus dem Klassenzimmer blockierten. Ein dicklicher Typ aus der 11/B wies uns netterweise darauf hin, indem er uns mit seiner Schultasche anrempelte.

"Immer sachte, Sportsfreund", rempelte Carsten zurück. Wir wichen ein paar Schritte zur Seite.

"Und wer geht da sonst noch hin, wahrscheinlich kenne ich gar keinen ...", wandte ich ein, um aufs Thema zurückzukommen.

"Sind wir etwa K

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