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Michael Strogoff - Der Kurier des Zaren Vollständige Überarbeitung der Erstübersetzung, kommentiert und illustriert von Verne, Jules (eBook)

  • Verlag: Null Papier Verlag
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Michael Strogoff - Der Kurier des Zaren

Jules Verne bei Null Papier Komplett neu überarbeitet; reichhaltig illustriert und kommentiert Michael Strogoff, der Kurier des Zaren. Jules Vernes spannende und vielleicht ausgereifteste Geschichte. Nun vollkommen überarbeitet und mit 83 stimmigen Graphiken versehen. Grundlage dieser Neubearbeitung ist die erste Übersetzung ins Deutsche aus dem Jahr 1876. Da diese Version aber heutzutage schwer zu lesen ist, hat sich der Null Papier Verlag der Sache angenommen und eine von vermeintlichen Rechtschreibfehler, mißzuverstehenden Vokabeln und verwirrenden Dialog-Konstruktionen befreite und um Erläuterungen ergänzte Version geschaffen. Diese ermöglicht ein flüssiges und spannendes Lesen, ohne den Charme der damaligen Zeit und Sprache zu verlieren. Machen Sie den Test und lesen Sie ein Probekapitel Erzählt wird die Geschichte des Offiziers Michael Strogoff, der als Kurier im Dienste des Zaren steht. Von diesem erhält er in Moskau den Befehl, während einer Invasion der Tataren eine Depesche nach Irkutsk zu bringen. Er soll den Bruder des Zaren vor dem Verräter Iwan Ogareff warnen. Dieser will Rache und hat sich daher mit dem Tatarenfürsten Feofar-Khan verbündet. Mit der Eisenbahn, per Dampfschiff, mit Pferd und Wagen und zu Fuß macht sich Strogoff auf den gefährlichen Weg durch Sibirien. Auf dem Weg lernt er die schöne junge Nadia kennen. Strogoff hat ein Abenteuer nach dem anderen zu bestehen, und daß Ogareff seinen Auftrag kennt, macht die Sache für ihn noch gefährlicher. 3. Auflage (Überarbeitete Fassung) Umfang: 615 Buchseiten bzw. 455 Normseiten Null Papier Verlag

Beinahe wäre Klein-Jules als Schiffsjunge nach Indien gefahren, hätte eine Laufbahn als Seemann eingeschlagen und später unterhaltsames Seemannsgarn gesponnen, das vermutlich nie die Druckerpresse erreicht hätte. Glücklicherweise für uns Leser hindert man ihn daran: Der Elfjährige wird von Bord geholt und verlebt weiterhin eine behütete Kindheit vor bürgerlichem Hintergrund. Geboren am 8. Februar 1828 in Nantes, wächst Jules-Gabriel Verne in gut situierten Verhältnissen auf. Als ältester von fünf Sprösslingen soll er die väterliche Anwaltspraxis übernehmen, weshalb er ab 1846 in Paris Jura studiert. Jules Verne, der Vater der Science-Fiction-Literatur.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 615
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954180523
    Verlag: Null Papier Verlag
    Größe: 13825 kBytes
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Michael Strogoff - Der Kurier des Zaren

Erstes Kapitel – Ein Fest im Neuen Palais

S ire, eine neue Depesche."

"Von woher?"

"Aus Tomsk."

"Über diese Stadt hinaus ist die Leitung unterbrochen?"

"Sie ist seit gestern gestört."

"General, Sie werden von Stunde zu Stunde ein Telegramm von Tomsk einfordern und mich auf dem Laufenden erhalten."

"Zu Eure Majestät Befehl" antwortete der General Kissoff.

Diese Worte wurden gegen zwei Uhr morgens gewechselt, als ein im Neuen Palais abgehaltenes Fest eben in höchstem Glanze strahlte.

Die Kapellen der Regimenter von Preobrajensky und von Paulowsky spielten zu dieser Soirée die gewähltesten Nummern ihres Repertoires, Polkas, Mazurkas, Schottische und Walzer, ununterbrochen auf. Immer neue Paare von Tänzern und Tänzerinnen rauschten durch die prächtigen Salons dieses Palastes, der sich nur wenige Schritte entfernt von dem "alten Hause aus Stein" erhebt, in welch letzterem sich so viele furchtbare Dramen abgespielt haben und das jetzt nur die flüchtigen Melodien der Quadrillen widerhallte.

Der Oberhofmarschall fand bei Erfüllung seiner delikaten Pflichten eine sehr beachtenswerte Unterstützung. Die Großfürsten selbst, deren Adjutanten, die Kammerherren vom Dienst und die Hausoffiziere des Palastes unterzogen sich des Arrangements der Tänze. Die von Diamanten strahlenden Großfürstinnen und die Hofdamen in gewähltester Galatoilette gingen den Frauen und Töchtern der höchsten Militär- und Zivilbeamten mit aufmunterndem Beispiele voran. Als das Signal zur Polonaise ertönte, als die Eingeladenen jeden Ranges herbeieilten zu dieser rhythmischen Promenade, welche bei derartigen Festlichkeiten die volle Bedeutung eines Nationaltanzes erlangt, da bot das Gemisch der langen, spitzenüberwebten Roben und der an Ordensschmuck so reichen Uniformen bei dem Glanze der hundert Kronleuchter, deren Lichtmeer die ungeheuren Spiegel noch zu verdoppeln schienen, dem Auge ein entzückendes, kaum zu beschreibendes Bild.

Dazu lieferte der große Salon, das schönste der Gemächer im Neuen Palais, für diese Versammlung hoher und höchster Personen und verschwenderisch geschmückter Frauen den entsprechend prachtvollen Rahmen. Die reiche Decke mit ihren von der Zeit schon etwas gemilderten Vergoldungen erschien wie besäet mit blitzenden Sternen. Der Brokat der Gardinen und der in schweren Falten herabfallenden Portièren färbte sich mit warmen Tönen, welche sich nur an den schärferen Kanten des kostbaren Stoffs lebhafter heraushoben.

Durch die Scheiben der großen Rundbogenfenster drang das Licht des Innern nur wenig geschwächt, ähnlich dem Widerschein einer Feuersbrunst nach außen, und stach grell ab von dem nächtlichen Dunkel, das seit wenig Stunden diesen glitzernden Palast umhüllte. Dieser Kontrast mochte auch die Aufmerksamkeit zweier Ballgäste erregen, welche am Tanze keinen Anteil nahmen. In einer der Fensteröffnungen stehend, konnten sie mehrere jetzt nur undeutlich sichtbare Glockentürme wahrnehmen, deren riesige Silhouetten sich am Himmel abzeichneten. Unten bewegten sich schweigend, das Gewehr wagrecht über die Schulter gelegt, zahlreiche Wachtposten auf und ab, und auf den Spitzen ihrer Pickelhauben blitzte es dann und wann von dem darauf fallenden Lichte aus dem Palaste. Jene vernahmen wohl auch den Schritt der Patrouillen auf den Steinplatten des Vorplatzes, der gewiss taktgerechter war, als manchmal die Bewegungen der Tanzenden auf dem Parkett des Festsaales. Dann und wann hörte man den Zuruf der Schildwachen von Posten zu Posten und manchmal mischte sich ein hellschmetterndes Trompetensignal harmonisc

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