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Midnight Blue von Shen, L. J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.08.2019
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Midnight Blue

Alex Winslow war wie ein Wirbelsturm - wunderschön aus der Ferne, doch wenn man ihm zu nah kam, konnte er einen zerstören Indigo Bellamy zögert nicht lange, als sie das Jobangebot erhält: Sie soll Alex Winslow, den größten Rockstar der Welt, auf seiner Tournee begleiten und dafür sorgen, dass er nicht wieder auf die schiefe Bahn gerät. Doch das ist leichter gesagt als getan. Nicht nur ist Alex alles andere als begeistert von der Babysitterin, die ihm an die Seite gestellt wird - vom ersten Moment an knistert es zwischen ihm und Indigo heftig. Dabei haben beide mit den Dämonen ihrer Vergangenheit zu kämpfen und sind nicht bereit, ihr Herz erneut zu riskieren ... 'Ein wunderschönes, herzzerreißendes Must-Read.' HELENA HUNTING Nach den SINNERS OF SAINT - der neue Roman von SPIEGEL-Bestseller-Autorin L.J. Shen L. J. Shen lebt mit ihrem Ehemann, ihrem Sohn und einer faulen Katze in Kalifornien. Wenn sie nicht gerade an ihrem neuesten Roman schreibt, genießt sie gern ein gutes Buch mit einem Glas Wein oder schaut ihre Lieblingsserien auf Netflix.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 444
    Erscheinungsdatum: 30.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736310353
    Verlag: LYX
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Midnight Blue

1. KAPITEL

Indie

Sechs Monate später

Tapp-tapp. Tapp-tapp-tapp-tapp-tapp .

Unermüdlich wie ein Specht trommelten meine Schuhsohlen auf den Granitboden. Ich grub die Fingernägel in meine Schenkel, damit sie aufhörten, im Takt meines törichten, flatternden Herzens zu zucken.

Sei still, Herz.

Entspann dich, Herz.

Mach nicht so einen Wirbel, Herz.

Es gab keinerlei Grund zur Panik. Nicht den geringsten.

Ich würde den Job kriegen.

Ich hob den Kopf und schenkte der Frau mir gegenüber mein sonnigstes, enthusiastischstes Lächeln.

"Als wir den Posten einer persönlichen Assistentin ausschrieben, haben wir gewissermaßen - nun ja, wie soll ich es ausdrücken ...? Gelogen ." Sie klappte ihr silbernes MacBook zu und klopfte mit ihren schmalen, manikürten Fingern darauf, die ein Ring zierte, für dessen Gegenwert man schätzungsweise mein halbes, zunehmend populär werdendes Wohnviertel hätte kaufen können.

Mir schnürte sich die Kehle zu, ich strich meinen verschossenen Bleistiftrock glatt. Er war mir um die Taille zwei Nummern zu weit, und eigentlich gehörte er gar nicht mir, sondern Natasha, der Frau meines Bruders. Da ich sonst immer nur Rückmeldungen von Kettenrestaurants bekam, die keine formelle Kleidung verlangten, hatte ich improvisieren müssen. Ich ließ meine gekreuzten Fußknöchel unter dem Stuhl verschwinden, um meine silbernen Stiefeletten dem Blick meiner Gesprächspartnerin zu entziehen. Diesen Teil meiner Persönlichkeit hatte ich vergessen zu kaschieren.

Das komplette Büro der Frau strotzte vor Luxus. Der elegante weiße Schreibtisch, die mit alabasterfarbenem Leder bezogenen Sitzgelegenheiten, der bronzene Kronleuchter, der sich zwischen uns von der Decke ergoss wie ein Regen aus goldenen Tropfen. Vom Panoramafenster ging der Blick auf das Hollywood Sign - dieses glamouröse Symbol für gebrochene Versprechen. Es war so nah, dass man die Schmutzschicht auf den weißen Lettern erkennen konnte. Der Raum hatte die Größe eines Ballsaals. Es war kein Zufall, dass es darin nicht einen Hauch von Farbe oder Persönlichkeit gab.

Jenna Holden, mächtige Agentin großer Hollywoodstars und Eigentümerin der JHE -Gruppe, hatte nicht die Zeit, sich von ihrer persönlichen Seite zu zeigen. Schon gar nicht jemandem wie mir.

"Sie suchen gar nicht nach einer persönlichen Assistentin?" Das künstliche Lächeln rutschte mir vom Gesicht. Ich war auf diesen Job so dringend angewiesen wie der Film Boogie Nights auf Mark Wahlbergs beachtliche Ausstattung. Ich brauchte ihn unbedingt . Nicht zuletzt deshalb, weil ich bei meinem Bruder, seiner Frau und ihrem Kind wohnte und sie es, sosehr sie mich liebten, mit Sicherheit vorziehen würden, ihre Zweizimmerwohnung nicht mit einem einundzwanzigjährigen Hippie zu teilen. Mein Fahrrad war mein einziges Transportmittel, um von A nach B zu gelangen, was in Los Angeles dem Ritt auf einer toten Schildkröte gleichkam.

"Ich suche nach ... jemand Bestimmten ." Jenna senkte das Kinn und zog eine schmal gezupfte Augenbraue hoch. "Und eine gewisse Form von Assistenz gehört tatsächlich dazu."

Langsam riss mir der Geduldsfaden. Ich war hungrig und durstig und wollte die Stelle um jeden Preis. Irgendeine Stelle . Der Sommer hatte sich als ein Debakel entpuppt, sämtliche Aushilfsjobs waren von pickelgesichtigen Teenagern besetzt. Dies war schon das dritte Mal in diesem Monat, dass ich wegen der vage beschriebenen Position bei JHE vorstellig wurde. Als Erstes bei der Personalleiterin, die mich vierzig Minuten warten ließ, weil sie sich wegen eines Pediküre-Termins verspätete. Danach hatte Jennas Assistentin mich einem Verhör unterzogen, als käme ich direkt aus einem Trainingslager des IS . Und jetzt traf ich die berühmte A

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