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Minus zwei Band 1: Into the dark Band 1 von Busch, Sandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.04.2016
  • Verlag: dead soft verlag
eBook (ePUB)
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Minus zwei Band 1: Into the dark

Die Einhornhöhle im Harz birgt unentdeckte Wunder. Eine Expedition macht sich auf den Weg unter Tage, um die Geheimnisse der Höhle zu erforschen. Darunter ist der schüchterne Petrograf Bernd Treiger, der eigentlich Angst vor der Dunkelheit hat. Aber in der Gruppe und mit erfahrenen Höhlenforschern kann ja nicht viel passieren. Oder? Die Chancen stehen bei minus zwei. Band 1 des Zweiteilers

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 308
    Erscheinungsdatum: 10.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945934913
    Verlag: dead soft verlag
    Serie: Minus zwei Bd.1
    Größe: 1115kBytes
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Minus zwei Band 1: Into the dark

Montag, 27.04.2015

BERND

Unruhig zappelte Bernd herum, überprüfte bestimmt zum siebzehnten Mal seinen Rucksack, setzte den quietschgelben Helm erst ab und im nächsten Moment wieder auf. Es war windig, weshalb er den Reißverschluss seines Schlatzes bis ganz nach oben zog. Der extrem robuste, rote Overall war funkelnagelneu und wurde ihm von der Harzer Speläologie e.V. zur Verfügung gestellt. Noch nie zuvor hatte er ein derartiges Abenteuer unternommen. Mittlerweile war er sechsundreißig Jahre alt und endlich hatte sich ihm eine Gelegenheit geboten. Ohne groß zu überlegen hatte Bernd zugegriffen und sein Vater hatte ihn zusätzlich in dem Entschluss bestärkt.

"Wenn ich die Wahl zwischen einer zweiwöchigen Expedition und dem Sitzen an irgendwelchen Computern und Messgeräten im Landesamt hätte, müsste ich nicht lange überlegen. Das ist weit besser, als Steine von links nach rechts zu schieben", hatte sein Vater gesagt und ihm anerkennend auf die Schulter geklopft. Bernd war völlig seiner Meinung gewesen. Seine Mutter betrachtete diese Expedition eher skeptisch. Aber Mütter hatten ja immer Bedenken.

Zappelig reckte er den Hals. Was dauerte das bloß so lange? Er begann unruhig an der Nagelhaut seines Zeigefingers herumzupuhlen.

"Ich glaube, es geht gleich los." Dorothea Pernheim schien nicht minder aufgeregt. Sie war Kartografin, Hobby-Alpinistin und ein zähes kleines Luder. Im Augenblick hüpfte sie an Bernds Seite von einem Fuß auf den anderen und lächelte ihm zu. Dabei entblößte sie eine deutliche Zahnlücke zwischen ihren Schneidezähnen. Unwillkürlich lächelte er, denn es sah niedlich aus.

"Hoffentlich hast du recht. Sonst muss ich noch mal aufs Klo."

Sie lachten. Es hörte sich prima an, kameradschaftlich. Es ließ ihn vergessen, dass sie sich erst seit einer Woche kannten. Viel zu kurz, wie er fand. Gewöhnlich benötigte er eine Weile, bis er zu jemandem Vertrauen fasste. Mit Dorothea war er jedoch sofort warm geworden. Sie war eine tolle Frau.

Bernd atmete tief ein, um sich endlich etwas zu beruhigen, und musterte die Runde. Ihre Expedition bestand aus einem bunt zusammengewürfelten Team. Neben ihm und Dorothea gehörten auch Georg (Vermessungstechniker), Marianne (Biologin), Jonas (Klimatologe), Peer (Archäologe), Steven (Geowissenschaftler) sowie Christian, Martin und Lukas (Höhlenforscher) und Tiger (Survival-Spezialist) zu der auserlesenen Truppe. Er selbst war Petrograf von Beruf.

Tiger ... Bernd hatte den Mund nicht mehr zubekommen, als sich der durchtrainierte Mann vorgestellt hatte, nachdem er gestern am späten Abend überraschend zu ihnen gestoßen war. Denn eigentlich hatte er die Expedition abgesagt. Einen Ersatzmann für Tiger hatte die Harzer Speläologie e.V. nicht gesucht, da er das Team der drei Höhlenforscher lediglich unterstützen sollte. Nicht einmal englisch ausgesprochen hatte er seinen Namen, sondern sich einfach Tiger genannt, als wäre er eine gefährliche Raubkatze.

Ein Spitzname, dachte sich Bernd. Und ein ausgesprochen blöder. Hält dieser Überlebenskünstler bestimmt für passend.

Tiger schien der Einzige zu sein, der in einer unbeschreiblichen Gemütsruhe auf den Startschuss wartete. Lässig saß er mit seinem Rucksack zwischen den Füßen auf einem großen Stein, ebenfalls in einen roten Schlatz gekleidet und mit einem leuchtend gelben Helm auf dem Kopf. Das Outfit stellte ihre Standardausrüstung dar.
"Ich bin echt gespannt, was wir entdecken werden", sagte Dorothea. "Hoffentlich ist nicht schon nach ein paar kurzen Kilometern Schluss."

"Zumindest haben wir etliche Gänge vor uns, die wir untersuchen können", antwortete Bernd mit einer Mischung aus Zuversicht und kribbelnder, ängstlicher Nervosität. Es wäre ja wohl gelacht, wenn sein erstes unterirdisches Abenteuer gleich nach ein paar Stunden vorbei wäre.

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