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Miss Lily verliert ihr Herz von Marlowe, Deb (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.10.2016
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Miss Lily verliert ihr Herz

Ihr erster Ball in London, endlich hat Lily sich von den Fesseln ihrer strengen Mutter befreit! Mit ihrem Charme verdreht sie allen Junggesellen den Kopf - aber sie will nur Jack Alden, den kühlen und doch so wagemutigen und attraktiven Gentleman. Schon beim ersten Blick in seine Augen hat sie ihr Herz verloren! Seine sehnsüchtigen Küsse verraten ihr, dass die Arroganz nur eine Mauer ist, hinter der er seine Gefühle zu verbergen sucht. Einen Sommer lang hat Lily Zeit, diesen Schutzwall zu durchbrechen - wenn sie scheitert, muss sie zurück in das graue Leben an der Seite ihrer Mutter ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 19.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733769208
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 908 kBytes
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Miss Lily verliert ihr Herz

1. KAPITEL

Mit sicherer Hand hielt Jack die Pistole genau auf Hassans Herz gerichtet. Dieses Mal würde er den Schurken umbringen. Ganz gewiss!

Doch da bewegte sich etwas.

Verflixt, selbst im Traum hatte er gewusst, dass das passieren würde! Im Schatten, ganz in der Nähe, raschelte es. Jemand war da. Jemand, der nicht besonders groß war. Aswan konnte es also nicht sein. Jetzt nahm Jack den schwachen Duft von Gardenien wahr. Dann spürte er die kalte Mündung einer Waffe an seiner Schläfe.

Eine Woge aus Zorn und der Enttäuschung schlug über ihm zusammen. Er hatte versagt, denn er hatte Chione, die Verlobte seines Freundes, nicht beschützen können. Und er selbst würde diese Nacht wohl nicht überleben. Der Tod erwartete ihn hier in der Egyptian Hall, in einem dunklen Museumsflur.

Ich werde nicht verhindern können, dass die antiken Schätze in die falschen Hände fallen.

Es folgte, was Nacht für Nacht geschah: In den Ausstellungsräumen für ägyptische Kunst entstand ein großes Durcheinander, als Aswan auftauchte. Eine Frau schrie. Ein Lichtblitz zwang Jack, die Augen zu schließen. Dann dieser schreckliche Schmerz, der sich in seinem Arm ausbreitete. Jack stürzte zu Boden.

Irgendjemand beugte sich über ihn. Undeutlich sah er ein finsteres Gesicht. Es gehörte weder der Frau, die auf ihn geschossen hatte, noch ihrem Komplizen Hassan. Also war es wohl Kapitän Batiste selbst, der vor ihm stand. Batiste, dieser durch und durch böse und dabei so listige Mann, der sich aus irgendwelchen Gründen entschlossen hatte, Jacks Freunde zu vernichten. Die schattenhafte Gestalt begann zu lachen. Und hilflose Wut loderte in Jack auf.

"Ich bin von Ihnen enttäuscht", flüsterte der Schurke. Und dann: "Wahrhaftig, ich hatte mehr von dir erwartet."

Jack zuckte zusammen. Das war nicht die Stimme des Kapitäns, sondern die seines eigenen Vaters!

Nach Luft ringend wachte er auf.

Er hasste diesen Traum, der ihn immer wieder heimsuchte. Vergeblich versuchte er, Zorn, Angst und Hilflosigkeit abzuschütteln. Ein Blick auf die Uhr zeigte ihm, dass es früher Nachmittag war. Er musste in seinem Lehnstuhl eingeschlafen sein. Etwas drückte schmerzhaft gegen seinen verletzten Arm. Jack setzte sich anders hin und hob die gesunde Hand, um sich mit den Fingern über die Augen zu streichen. Vielleicht konnte er so die Benommenheit vertreiben, die ihn noch immer erfüllte.

Natürlich dachte er nicht gern an jene Nacht im Museum zurück. Er hatte sich nicht besonders geschickt verhalten. Doch außer ihm selbst schien niemand das bemerkt zu haben. Niemand hatte ihm Vorwürfe gemacht, obwohl er durchaus Tadel verdient hatte. Vielleicht verfolgte dieser Albtraum ihn gerade deshalb.

Jack Alden stieß einen langen Seufzer aus. Er bedauerte nicht, dass er sich von Lord Treyford in dessen Abenteuer hatte verwickeln lassen. Und doch ...

Trey und Chione waren inzwischen mit ihren Angehörigen nach Devonshire zurückgekehrt. Bald würden sie wieder nach Ägypten reisen. Jack beneidete sie darum. Er hatte gehofft, sie würden ihn fragen, ob er sie begleiten wolle. Doch die zwei waren so miteinander beschäftigt, dass sie nicht über die heimlichen Wünsche ihres Freundes nachgedacht hatten.

Also war Jack in London geblieben, obwohl er sich hier keineswegs wohlfühlte. Er war unruhig, unausgeglichen und unzufrieden.

Dass all seine Gedanken um Batiste zu kreisen schienen, machte die Situation nicht erträglicher. Manchmal kam er sich vor wie ein Besessener. Aber er konnte einfach nicht vergessen, dass der Kapitän entkommen war, während Hassan und einige andere Helfershelfer des Schurken sich in Treyfords Netz verfangen hatten.

Noch einmal presste Jack die Fingerspitzen gegen die Schläfen. Dann erhob er sich. Er war mit Pettigrew verabredet, um dessen wunderschöne, aber teuflisch temperamentvolle Hengste in Augenschein zu nehmen. Der Baron musste sich aus finanziellen Gr

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