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Mit dir am Horizont Ein Sylt-Roman von Rogasch, Julia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.11.2017
  • Verlag: Forever
eBook (ePUB)
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Mit dir am Horizont

Alte Freundschaften, große Gefühle und eine neue Liebe auf Sylt Anna hat alles: Einen tollen Mann, eine steile Karriere als Juristin und ein Jetset-Leben als Teil der Hamburger High Society. Doch ein Brief wirft ihr Leben komplett aus der Bahn. Er ist von Tessa. Tessa, ihrer ehemals besten Freundin. Tessa, mit der sie nach einem Streit seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Sie bittet Anna um Hilfe. Als Freundin und als Anwältin. In Sorge, aber auch überglücklich, dass ihre Freundin sich nach all der Zeit bei ihr meldet, reist Anna nach Sylt, um Tessa zu finden. Aber als sie dort ankommt, ist Tessa tot. War es wirklich Selbstmord? Mit Hilfe von Tessas gutaussehendem Nachbar Claas versucht Anna dem Geheimnis auf die Spur zu kommen und erfährt dabei Dinge über ihr eigenes Leben, die sie bis ins Mark erschüttern ... Von Julia Rogasch sind bei Forever erschienen: Honigmilchtage Mir dir am Horizont Das Geheimnis vom Strandhaus Der kleine Laden am Strand Julia Rogasch, geboren 1983, lebt mit ihrem Ehemann und ihren Töchtern in Hannover. Seit 2010 sorgt ihr Leben als Mama mit Job täglich für Inspirationen. Ihr großes Glück ist die Familie, welche sie nun mit der Arbeit und der Leidenschaft fürs Schreiben vereinbaren kann, da man ihr die Chance bot, im Marketing via Homeoffice für das Autohaus ihre Kreativität auszuleben, für das sie bis 2010 Autos verkaufte. Wann immer der Familientrubel es zulässt, widmet sie sich privat dem Schreiben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 06.11.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958182318
    Verlag: Forever
    Größe: 3266 kBytes
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Mit dir am Horizont

Kapitel 1

Um uns herum zwitscherten Vögel. Der Duft süßer Blüten und frisch gemähten Rasens lag in der Luft. Ein sommerlicher Wind umwehte uns und spielte mit den flatternden Enden der blütenweißen Tischdecke, die im Sonnenschein besonders hell strahlte. Der Luftzug ließ die Blätter der Bäume tanzen, die neben der Terrasse standen. Das Sonnenlicht flackerte durch die angenehm kühlen Schatten, die die alten Eichen uns schenkten. Das Schattenspiel malte viele kleine graue Inseln auf den Rasen.

Wir saßen auf der Terrasse, die den Blick freigab auf den großzügigen Garten. Dieser Ort war eher ein Park, in dessen Mitte fürstlich die prachtvolle Villa meiner Schwiegereltern residierte. Das Elternhaus meines Mannes imponierte mir bei jedem Besuch bei Familie Klaasen. Es war ein in hellem Gelbton gestrichenes Gutshaus mit grünen Fensterläden und einem orangefarbenen Dach. Vor vielen Jahren beherbergte das Anwesen eine Pferdezucht. Die ehemaligen Stallungen grenzten unmittelbar an das Haupthaus. Rechts und links davon lagen die zwei kleineren Nebengebäude, in denen auf der einen Seite ein Raum für Feierlichkeiten angelegt war. Seit das letzte Pferd das Gebäude verlassen hatte, war es zum Schauplatz etlicher gesellschaftlicher Veranstaltungen avanciert und hatte damit rasch neuen Ruhm errungen.

Auf der anderen Seite lebte in bescheidenen Räumlichkeiten die Haushälterin mit ihrem Mann. Familie Mai galt als die gute Seele des Hauses und als Retter, wenn etwas zu Bruch ging und Reparaturen anstanden.

Ludgers Eltern wohnten, seit dem Auszug der Söhne, zu zweit in dem großzügigen Haupthaus.

Im Wohnbereich empfingen den Besucher mit kostbaren Antiquitäten ausgestattete Räume. Wertvolle Bilder zierten die Wände. Jagdmotive und Stammbäume bedeutender Pferde aus der früheren Zucht ergänzten den Eindruck einer traditionsreichen Historie der Familie Klaasen. Außer der modernen Küche prägte ein klassisch edler Stil das Bild. Es gab eine Bibliothek mit schweren Holzregalen und tiefen Ledersesseln sowie ein Jagdzimmer. Über massive Teppiche, die jeden Schall schluckten, schritt man durch lange Flure durch das Haus. Das Jagdzimmer galt als Herzstück des Gebäudes. Es diente als Raum für den Jägerstammtisch von Ludgers Vater mit seinen Freunden. Oft trafen wir uns in der kühleren Jahreszeit hier mit den Eltern meines Mannes. Wir saßen dann am wärmenden Feuer des Kamins und ein Geruch von Leder und angebranntem Holz erfüllte den Raum.

Weil das Wetter spätsommerlich warm war, genossen wir also an diesem Tag unser Treffen auf einer der Terrassen des Anwesens.

Maria und Richard Klaasen hatten meine Eltern, Ludger und mich auf ihr Gut eingeladen, um die Planung der Feier zur Übergabe der Kanzlei an uns zu besprechen.

Leider hielten unvorhergesehene Termine Ludger davon ab, diesem Treffen beizuwohnen. Mir wäre es lieber gewesen, wenn er dafür Zeit gefunden hätte. Gegenüber seiner Mutter kam ich mir ohne ihn häufig unsicher vor. Ihre starke, charismatische Ausstrahlung, die gerade Haltung und der durchdringende Blick schüchterten mich ein.

Wie immer trat das Ehepaar Klaasen edel gekleidet auf und vervollständigte das Bild des adelig anmutenden Gutshauses. Sie trugen beide helle Hosen, hellblaue Hemden und darüber Blazer mit Lederpatches an den Ärmeln. Meine Schwiegermutter hatte ein leichtes Tuch locker, aber zugleich perfekt in Szene gesetzt um ihren Hals gelegt, was ihre aufwendige Frisur noch besser hervorhob.

Sie lebte den Anspruch, zu jeder Zeit bestens gekleidet zu sein. Seitdem wir uns kannten, war ihr dieses Kunststück immer gelungen. Ihr exklusives und stilsicheres Auftreten in allen erdenklichen Lebenssituationen und Umgebungen sorgte bei mir für Bewunderung und Respekt gleichermaßen. Sie strahlte etwas aus, was eine gewisse Ehrfurcht in mir auslöste.

Meine Schwiegermutter versprühte die mondäne Ausstrahlung einer Lady aus einem englischen Film, der auf einem

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