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Mit dir auf Düne sieben Ein Liebesroman mit Strandhumor von Janz, Tanja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.06.2017
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
8,99 €
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Mit dir auf Düne sieben

Jette ist die Hochzeitsplanerin in St. Peter-Ording. Mit Begeisterung organisiert sie den perfekten schönsten Tag im Leben - für andere. Nachdem sie kurz vor ihrem eigenen Ja-Wort sitzengelassen wurde, hat sie für sich den Traum von einer Hochzeit in Weiß an den Nagel gehängt. Plötzlich taucht ihr Exverlobter Klaas wieder auf. Zur gleichen Zeit bekommt Jette den Auftrag, eine große Hochzeit zu planen. Doch die Braut in spe ist ausgerechnet Klaas' Verlobte. Tanja Janz wollte schon als Kind Bücher schreiben und malte ihre ersten Geschichten auf ein Blatt Papier. Heute ist sie Schriftstellerin und lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen im Ruhrgebiet. Neben der Schreiberei und der Liebe zum heimischen Fußballverein schwärmt sie für St. Peter-Ording, den einzigartigen Ort an der Nordseeküste.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 12.06.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955766788
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Größe: 565 kBytes
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Mit dir auf Düne sieben

Zwei Jahre zuvor

"Du siehst wirklich wunderhübsch aus", sagte Gabi begeistert, trat einen Schritt zurück, um mich besser betrachten zu können. Sie lächelte mich an, und ich glaubte, es trotz meiner Kurzsichtigkeit in ihren Augenwinkeln verdächtig schimmern zu sehen. Dann blinzelte sie schnell ein paarmal hintereinander, pustete sich eine Ponyfranse aus dem Gesicht, seufzte kurz auf und fuhr fort, mein Haar mit einem Glätteisen zu bearbeiten.

Ich setzte meine Brille auf, blickte in den Spiegel und versuchte zum einen, den Grund ihrer Begeisterung, und zum anderen, den für ihr Seufzen zu entdecken, was mich ehrlich gesagt mehr beunruhigte. Vor allem heute, am schönsten Tag meines Lebens - das sollte er zumindest werden. Selbst das Datum hatten Gabi und ich nicht dem Zufall überlassen, wenngleich es für Klaas nicht so wichtig war, wann das Fest stattfand, er beschäftigte sich eher mit den Kosten, die für mich wiederum nicht im Vordergrund standen. Für mich war von Anfang an klar gewesen, es musste ein Tag im Wonnemonat Mai sein. Ein Tag, an dem es möglichst wenig oder noch besser gar keinen Regen in den letzten Jahren gegeben hatte. Immerhin wollten wir draußen feiern und nicht im Friesennerz und gelben Gummistiefeln durch Regenpfützen waten. Doch es erwies sich als gar nicht so leicht, herauszubekommen, wie es um die Niederschläge der letzten Jahre bestellt gewesen war. So kam es, dass Gabi und ich schließlich ein eigens kreiertes Wetterorakel entscheiden ließen und ich einen der Zettel zog, auf denen sich die Zahlen von 1 bis 31 befanden. Ich zog die 14, und somit stand fest, dass die große Sause am 14. Mai steigen würde. Wir hatten Glück, dass wir für den Tag einen Termin beim Standesamt in Eiderstedt bekommen hatten. Wir ließen unsere Beziehungen spielen. Otto Normalverbraucher musste nämlich standesamtliche Hochzeiten mindestens ein Jahr im Voraus terminlich reservieren. Was das Wetter anbelangte, war dieser Tag bis jetzt ein Volltreffer gewesen. Angenehme Temperaturen, ein laues Lüftchen und ein nahezu blauer Himmel gaben unserem selbsterfundenen Wetterorakel recht und versprachen, dass es tatsächlich der schönste Tag meines Lebens werden würde.

Den Auslöser von Gabis Seufzer hatte ich binnen Sekunden ausgemacht. Ich griff zu einer Puderdose und überdeckte mit einer Quaste notdürftig die rötlichen Hektikflecken, die auf meinem Gesicht großflächig erschienen waren. Vorsichtshalber puderte ich auch gleich meinen Hals und das Dekolleté ab. Schließlich konnte man nie wissen, bis wohin sich die unliebsamen Flatschen noch ausbreiten würden. Besonders dann, wenn sich mein Lampenfieber noch weiter steigern sollte. Dabei musste ich nur ein einziges Wort sagen. Ja. Mehr nicht. Ich stellte die Puderdose wieder auf den Tisch zurück und blickte erneut in den Spiegel. Sah schon besser aus, fand ich. Mein Blick blieb an der geöffneten Terrassentür im Spiegel hängen, durch die warme Sonnenstrahlen fielen. Eine Brise Seeluft wehte herein, die die hellen Vorhänge wie Segel eines Schiffs aufbauschte. Ich merkte, wie ich mich allmählich etwas entspannte und schaute wieder durch die offene Tür hinaus, die den Blick auf den idyllischen Garten meiner Eltern freigab, in dem Blumen und Sträucher in voller Blüte standen und sich leicht im Nordseewind hin und her wiegten. Meine Mutter war nicht nur eine passionierte Gärtnerin, sondern eine ebenso leidenschaftliche Anhängerin von Rosamunde Pilcher und hatte das Areal mit allerhand Magnolien und Rhododendren sowie einem kleinen Gartenhäuschen mit großen gläsernen Türen und Sprossenfenstern in ihr persönliches Stück Cornwall verwandelt. Der einzige Unterschied bestand lediglich darin, dass wir uns nicht auf der Halbinsel Cornwall in England befanden, sondern auf der Halbinsel Eiderstedt. Mitten in Schleswig-Holstein, an der nordfriesischen Küste von Deutschland. Doch das konnte man fast vergessen, wenn man nicht genauer hinschaute und hint

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