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Mondlicht auf kalter Haut von Rimkus, Claudia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.01.2014
  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Mondlicht auf kalter Haut

Ein Orchideenzweig schmückt die Leichen der jungen, nackten Frauen. Keine Zeugen, keine verwertbaren Spuren. Die Polizei tappt im Dunkeln. Gerichtsmedizinerin Antonia hat viel zu tun. Sie muss die brutal zugerichteten Opfer des Orchideenmörders obduzieren, steckt mitten im Umzug aufs Land und lernt Leo, die Liebe ihres Lebens kennen. Für kurze Zeit ist sie glücklich - bis Leo in den Fokus der Ermittlungen gerät. Plötzlich deutet alles darauf hin, dass er der Täter ist. Hat Antonia wochenlang mit einem sadistischen Killer zusammengelebt?

Claudia Rimkus wurde 1956 als Offizierstochter in Hannover geboren. Wenn sie nicht schreibt, ist sie oft mit der Kamera unterwegs. Das genaue Beobachten ihrer Umwelt inspiriert sie sowohl beim Fotografieren als auch beim Schreiben ihrer Geschichten. Ihre Fotos haben mehrere Preise gewonnen. Eine Auswahl davon ist hier zu sehen: http://www.flickr.com/photos/37116665@N04/

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 752
    Erscheinungsdatum: 30.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783847666721
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 1118kBytes
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Mondlicht auf kalter Haut

Kapitel 2

Am Samstag traf Antonia gegen Mittag mit ihrem Hund Quincy am Deister ein. Seit sie das kleine Haus gekauft hatte, nutzte sie jedes Wochenende für Renovierungsarbeiten, die sie aus Kostengründen selbst durchführte.

Sie ließ das Tier noch im Wagen, überquerte die Straße und läutete bei ihrem Nachbarn. Er reagierte jedoch nicht darauf. Nur das Summen der Kamera über dem Tor verriet, dass jemand die Besucherin im Visier hatte.

"Leo?", sagte Antonia aufs Geratewohl in die Richtung der Gegensprechanlage. "Ich weiß, dass Sie da sind." Keine Reaktion. "Nun seien Sie nicht beleidigt, weil ich Sie gestern versetzt habe. Ich kann Ihnen das erklären."

Unvermittelt wurde das Gartentor geöffnet. Der Blick, mit dem der Gärtner Antonia musterte, war abweisend.

"Offenbar legen Sie keinen Wert auf gute Nachbarschaft", sagte er kühl und drückte ihr ihren Hausschlüssel in die Hand. "Sonst hätten Sie Wort gehalten."

"Es tut mir Leid, Leo. Ich war schon fast unterwegs, als die Meldung über einen neuen Leichenfund kam. Vielleicht haben Sie heute davon in der Zeitung gelesen?"

"In der HAZ stand ein Artikel darüber. Mussten Sie deshalb länger arbeiten?"

"Ich bin erst nach Mitternacht aus dem Institut gekommen",

bestätigte sie. "Leider konnte ich Ihnen nicht Bescheid geben,

weil ich Ihre Telefonnummer nicht habe."

"Sie besitzen doch sicher ein Handy?"

Irritiert hob sie die Brauen.

"Natürlich."
"Darf ich es sehen?"

Obwohl sie nicht wusste, worauf er hinauswollte, zog sie das kleine Telefon aus der Hosentasche. Leo nahm es ihr aus der Hand. Mit flinken Fingern tippte er seine Nummer und seinen Namen ein, speicherte beides und zog sein eigenes Handy aus der Brusttasche seines Hemdes. Von Antonias Telefon wählte er seine Rufnummer und übernahm sie in seine Kontaktliste.

"Problem gelöst", kommentierte er, wobei er Antonia ihr Handy zurückgab. "Nachdem Sie gestern nicht gekommen sind, war ich versucht, die Weinflasche allein zu leeren. Dann hat aber die Vernunft über die Enttäuschung gesiegt. Was halten Sie davon, den Abend heute nachzuholen? Gleicher Ort, gleiche Zeit?"

"Gern", stimmte sie zu. "Bis dahin muss ich aber noch was tun. Funktioniert das heiße Wasser eigentlich wieder?"

"Die Therme war leider nicht mehr zu retten", erklärte Leo, der sich bereit erklärt hatte, den Klempner in ihr Haus zu lassen. "Ein Nachkriegsmodell: völlig veraltet und noch dazu lebensgefährlich."

"Das hat mir gerade noch gefehlt. Was mache ich denn jetzt?"

"Freuen Sie sich doch einfach darüber, dass Sie nun stolze Besitzerin einer funkelnagelneuen Therme sind."

"Was?" Entsetzt weiteten sich ihre Augen. "Sie haben sich von diesem Klempner ein neues Gerät aufschwatzen lassen?" Vor ihrem geistigen Auge tauchte ihr bis auf wenige Euro geschrumpfter Kontostand auf. "Mit Einbau kostet das doch ein kleines Vermögen! Wovon soll ich das bloß bezahlen?"

Innerlich amüsiert schaute er ihr in die Augen.

"Gehe ich recht in der Annahme, dass es um Ihre Finanzen nicht gerade rosig bestellt ist?"

"Da sagen Sie was! Meine gesamten Ersparnisse habe ich in den Hauskauf gesteckt."

"Etwas Ähnliches dachte ich mir, weil Sie die Renovierung selbst durchführen", entgegnete Leo. Er hatte sich auch schon eine plausible Erklärung für die Neuanschaffung ausgedacht. "Zum Glück haben Sie die große Installationsfirma hier im Ort beauftragt. Der Chef schuldete mir noch einen Gefallen. Ich habe ihn gefragt, ob er nicht noch irgendwo im Lager eine übriggebliebene Therme von einem Großauftrag hat. Das ist zwar nicht das neuste Modell auf dem Markt, aber immerhin mit vollelektronischer Steuerung. Noch dazu völlig kostenlos."

"Das glaube ich jetzt nicht", erwiderte sie perplex. "Warum haben Sie das getan? Sie kennen mich doch gar nicht."

"Hätte ich tatenlos zusehen sollen, wie Ihnen das al

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