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Monty - Auge um Auge Teil 1: Frydoks. von Effnert, Holger (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.02.2017
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Monty - Auge um Auge

Ein schwarzer Mops, der stellvertretend für das Elend zahlreicher Hunde steht, erlebt alle Stationen einer tierverachtenden Welt. Durch fehlende Liebe und die Grausamkeit der Menschen verliert er die Unversehrtheit seines Körpers. Dennoch hält das Schicksal den Mops am Leben, da es noch viel mit ihm vorhat. Nachdem sich der Handel mit Billigwelpen immer weiter ausdehnt, beschließen vier Tierfreunde den Kampf gegen Hundevermehrer und illegale Händler aufzunehmen, um das Land wachzurütteln. Ohne sich der Gefahr bewusst zu sein, dass hinter diesem lukrativen Wirtschaftszweig das Netzwerk einer mafiaähnlichen Gemeinschaft steckt, macht sich die Gruppe von Tierschützern sehr schnell einen Namen in der Szene als "Frydoks". Durch immer spektakulärere Aktionen der Aktivisten, wird irgendwann auch die Führungsebene des Tierhändlerrings aufmerksam und beschließt diese Gruppe aus dem Verkehr zu ziehen. Da sich die Frydoks jedoch privat sehr bedeckt halten, ist ein Aufspüren fast unmöglich, und so versucht man über Infiltration in diversen Tierhilfsorganisationen Informationen über die einzelnen Aktivisten herauszubekommen. Mit Erfolg. Durch eine kleine Unachtsamkeit sickern Details durch, die Informationen über den größten Coup der Frydoks beinhalten. Die Zerstörung der Tötungsstation in Hradec.

Holger Effnert betrat im Juli 2015 als Co-Autor des Sammelwerks "Die zweite Chance" die Welt der Autoren. Sein Erstlingswerk "Monty - Auge um Auge" mit dem Untertitel "Frydoks" erschien Ende 2015 und war der erste Teil einer Trilogie, die von dem Schicksal seines gleichnamigen Mopses handelt. In dem zweiten Teil, mit dem Untertitel "Lily Graber", wird das Leben von Monty und seiner fiktiven Besitzerin Lily Graber weitererzählt. Den Gewinn aus der Buchtrilogie lässt der Autor komplett dem Tierschutz zukommen. Seit 2010 macht der 46-jährige Familienvater, der hauptberuflich als Labortechniker arbeitet, durch Kurzgeschichten und sozialkritische Gedichte in verschiedenen Internetforen auf sich aufmerksam.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 172
    Erscheinungsdatum: 24.02.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739265056
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 491kBytes
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Monty - Auge um Auge

2. Vier Freunde

W ährend Tina Bassman ihren Burger auf dem Tablett hin und her schob, beobachtete sie das ungleiche Pärchen zwei Tische weiter. Sie wusste genau, was da gleich passierte, aber sie wollte es mit eigenen Augen sehen. Tags zuvor bekam sie die Info, dass das Schnellrestaurant ein beliebter Übergabepunkt bei Hundehändlern ist. Sie konnte gar nicht glauben, dass hier neben Fastfood auch Hundewelpen serviert wurden. Der junge Mann, Anfang zwanzig, mit Kapuzenshirt und löchriger Jeans, schob der elegant gekleideten Frau dreihundert Euro hinüber. Die Frau, vielleicht Ende vierzig, übergab daraufhin eine weite Tasche, in der eine Pappkiste verstaut war. Es fielen zwischen Käufer und Verkäuferin nicht viele Worte, die Tina auf die Entfernung sowieso nicht verstanden hätte. Aber sie sah, dass die Frau einen blauen Hunde-Pass übergab und sich ein wenig über das Desinteresse ihres Gegenübers ärgerte. Der junge Bengel ignorierte nun die Verkäuferin gänzlich und versuchte, einen vorsichtigen Blick in den Karton zu werfen. Zum Vorschein kam ein kleiner beiger Kopf mit schwarzen Ohren, der schüchtern über den Rand schaute und ängstlich winselte.

Nicht nur Tina richtete ihren Blick in diesem Moment auf den anderen Tisch. Auch andere Gäste des Schnellrestaurants wurden auf die Übergabe des Mopswelpen aufmerksam. Die Frau stand rasch auf, bedachte den Mann mit einem missbilligenden Blick, zischte etwas mit osteuropäischem Akzent und verschwand. Verstehen konnte er das Verhalten nicht, letztendlich war es dem jungen Mann aber egal. Das war jetzt sein Hund. Mit glänzenden Augen schaute der neue Mopsbesitzer in die Runde und verkündete: "Das ist Killer."

Als Ben Bremer von der Autobahn auf den Parkplatz auf fuhr, fiel ihm der rote Kombi sofort auf. Ein paar Kilometer vorher überholte ihn genau dieser Wagen auf der rechten Spur. Auf der Rückbank saß ein großer Hund und schaute zu ihm herüber. Klasse, jetzt eine Vollbremsung und der Hund geht durch die Frontscheibe, dachte Ben. Der Kombi stand auf der linken Seite der Parkplatzeinfahrt. Wie kann man nur so dämlich parken, dachte er sich. Fünfzig Meter weiter sind alle Parkbuchten frei, und der muss sich direkt in die Einfahrt stellen. Er passierte den Wagen und sah, wie der Fahrer mit einem Dalmatiner-Mischling zwischen PKW und Leitplanke stand.

Ben steuerte eine Parkbucht an und stieg aus, um sich die Füße zu vertreten. Vor allem musste er sich erleichtern. Vor dem Eingang des Toilettenhäuschens blieb er stehen und überlegte kurz: Oder doch besser das Gebüsch? Ben hasste diese Klohäuser und noch viel mehr hasste er ihre Türgriffe. Der Gedanke an diese, konnte bei ihm in kürzester Zeit einen Herpes sprießen lassen. Kurz entschlossen ging er zum nächstliegenden Gebüsch und urinierte in die Natur. Der rote Wagen fuhr wieder an ihm vorbei. Ben schaute über die linke Schulter, und sein Blick traf den des Mannes im Kombi. "Blödmann". Das Wort rutsche Ben ungewollt raus und war mehr gedacht als gesprochen. Dann streifte ihn ein Gedanke. Irgendwas passte da gerade nicht. Irgendwas fehlte da. Intuitiv riss er seinen Kopf nach rechts, und da sah er ihn, angebunden an der Leitplanke. "Dreckschwein". Diesmal war das Wort mehr geschrien als gesprochen.

Torben Braun stand am Waldweg und schaute hinunter ins Gestrüpp. Eigentlich könnte man darüber grinsen, wie dieser durchtrainierte Hüne in seinem Muskelshirt da stand. Kahlrasierter Kopf und auf Einmeterneunzig alle Muskelpartien extrem ausgeprägt. Die Oberarme des 28 Jährigen könnten es vom Umfang locker mit den Oberschenkeln so manch eines anderen aufnehmen. Auf diesen imposanten Armen hielt er eine beige Mopsdame und kraulte sie gedankenverloren. Schaute man ihm ins Gesicht, verging einem jedoch das Grinsen. Mit starren Augen liefen dem 28 jährigen dicke Tränen über die Wangen. Sein Blick war auf einen Labrador Welpen gerichtet, der ganz still im Gebüsch lag. Der Großt

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