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Mr Walsh und die vergessene Kunst der Liebe Der Roman zum Film Old Fashioned von Gutteridge, Rene (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.07.2015
  • Verlag: SCM Hänssler im SCM-Verlag
eBook (ePUB)
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Mr Walsh und die vergessene Kunst der Liebe

Clay Walsh ist unter seinen Freunden berüchtigt für seine strenge Moral im Umgang mit Liebe und Romantik. Doch als der Freigeist Amber die Wohnung über seinem Antikladen bezieht, fühlt er sich unwiderstehlich angezogen von dieser lebenslustigen, spontanen Frau. Amber spürt, dass sich hinter Clays abweisendem Äußeren ein treuer und ritterlicher Mann verbirgt. Für beide beginnt ein Abenteuer, als ihre Freundschaft zu Liebe wird. Rene Gutteridge schreibt seit zwanzig Jahren, zu ihren Werken gehören zahlreiche Sketche für Kirchen und Gemeinden, aber auch über 20 christliche Romane. Sie unterrichtet außerdem kreatives Schreiben bei Konferenzen und am College. Sie wohnt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Oklahoma.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 02.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783775172882
    Verlag: SCM Hänssler im SCM-Verlag
    Originaltitel: Old Fashioned
    Größe: 2749 kBytes
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Mr Walsh und die vergessene Kunst der Liebe

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]
Kapitel 2

Na gut, er war süß, aber nicht gerade besonders aufregend.

Amber stand oben an der Treppe und wartete. Sie hatte nur um einen Schlüssel gebeten, nicht um seine Seele.

Ihr neuer Vermieter dachte offensichtlich nach. Ein Mantel aus Vorsicht schien ihn einzuhüllen. Er wirkte durchtrainiert und gleichzeitig zerbrechlich. Sein Naturell war freundlich, wenn auch zurückhaltend. Er schien nicht viel zu lächeln, aber da war ein Funkeln in seinen Augen. Andererseits brachte sein Blick eine gewisse Schwere in die frische, leichte Herbstluft.

Hm, ein echtes Paradox, dieser Clay Walsh.

Sie lehnte sich ans Geländer und musterte ihn, was ihn dazu brachte, sich unruhig im Gesicht zu kratzen. Es war irgendwie amüsant, das zu beobachten. Er schien sehr sorgfältig nachzudenken, bevor er sich schließlich auf den Weg zur Treppe machte.

Er kam näher, und obwohl sie zur Seite trat, versteifte er sich, als er die Tür für sie aufschloss.

Sie mochte diese Wohnung, die über dem reizenden kleinen Antiquitätengeschäft lag und zu der alte knarrende Stufen hinaufführten, auf Anhieb. Sie besaß viel Charakter. Amber hatte schon einen Blick durch die Fenster hineingeworfen und fand sie nahezu perfekt.

"Schauen Sie mal, was Sie davon halten", sagte er, und dieses Mal trat er zur Seite und hielt ihr die Fliegengittertür auf.

Amber betrat die Wohnung und wusste, dass sie genau das Richtige war. Sie war bereits möbliert, mit minimalistischer Ausstattung, genau wie sie es mochte. Die Fenster an beiden Seiten ließen eine angenehme Menge Licht herein. Die Küche war klein, aber Amber brauchte nicht viel Platz. Es musste nur gemütlich und heimelig sein, ein Ort, an dem sie sich sicher fühlte. Es war lange her, seit sie sich das letzte Mal sicher gefühlt hatte. Zu lange.

Mr Joe führte seine übliche Inspektion durch, wobei er sich weniger auf die Einrichtung als auf dunkle Ecken und Spalten zwischen den Möbeln konzentrierte.

"Einfach perfekt!", sagte Amber. "Genau das, was ich brauche. Ganz besonders gefällt mir - " Sie drehte sich um, aber da war niemand. Wohin war er verschwunden?

Sie ging zurück und stellte fest, dass Clay draußen vor der Fliegengittertür stehen geblieben war.

"Ich brauche natürlich noch ein paar Angaben von Ihnen." Er lächelte höflich. Aber irgendetwas an diesem Mann war merkwürdig. Nicht wie bei einem Stalker, das nicht. Er schien einfach kein Interesse an den Freuden des Lebens zu haben.

"Wollen Sie nicht hereinkommen?", fragte Amber. Schließlich war er der offizielle Eigentümer der Wohnung. So stand es jedenfalls in der Anzeige.

Sie trat näher, um seinen Gesichtsausdruck besser erkennen zu können. Seine Augen wirkten so ... erschöpft von allem Weltlichen? Aber plötzlich ... blitzte etwas anderes auf. Seine Miene war schwer zu deuten - vor allem durch eine Fliegengittertür.

"Ich beiße nicht." Sie lächelte, so sanft sie konnte. Vielleicht war sie es, die wie eine Stalkerin wirkte.

"Wie kann ich da sicher sein?" Er erwiderte ihr Lächeln mit einer Andeutung von gespielter Widerspenstigkeit, und sie war erleichtert. Und dann kapierte sie es plötzlich. Sie erkannte, was sie vorhin in seinen Augen wahrgenommen hatte. Entschlossenheit. Aber wozu?

Amber entfernte sich genau so weit von der Tür, dass sie nicht mehr in seiner Sichtweite war. "Na so was! Cool! Das ist ja unglaublich!" Sie warf einen Seitenblick zu Mr Joe, der sich auf dem Sofa ausgebreitet hatte, als fehlten ihm jetzt nur noch ein Bier und eine Fernbedienung, und legte sich einen Finger auf die Lippen. "Pst. Das ist nur eine Methode, die ich auf diesen Typen anwende. Er ist irgendwie ... anders."

"Nanu! Was ist das denn?"

"Was ist was?"

"Kommen Sie her, dann zeig ich es Ihnen." Aber die Tür öffnete sich nicht. Offenbar hatte er sich nicht vom Fleck gerührt.

Mi

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