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Munich Lovers - Ich gehör' zu Dir Isabell & Raphael von Kühnel, Franziska (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2018
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Munich Lovers - Ich gehör' zu Dir

Munich Lovers - märchenhaft, mutig,magisch - die Liebesgeschichte von Raphael und Isabell Isabell ist eine junge, unbeschwerte Frau aus bestem Hause, bis ihr eines Nacht das Schlimmste passiert, was sie sich vorstellen konnte. Danach ist nichts mehr wie es war. Isabell zieht sich in ein Schneckenhaus zurück, aus dem es scheinbar keinen Ausweg gibt. Doch als sie in eine ruhige Wohnung am Münchner Stadtrand einzieht, muss sie erkennen, dass ihr neuer Nachbar ausgerechnet der Mann ist, der ihr in der furchtbaren Nacht zur Hilfe eilte. Raphael trug eine Narbe aus dieser traumatischen Nacht davon, die sein Selbstvertrauen schwer beeinträchtigt. Langsam nähern die beiden sich einander an und merken, dass das Schicksal sie füreinander bestimmt zu haben scheint... Aber können sie die Vergangenheit hinter sich lassen? "Ich gehör zu dir - Isabell und Raphael" ist der neue Band der sexy New-Adult Reihe "Munich Lovers". Er ist unabhängig von den ersten beiden Teilen der Reihe "Spiel mit dem Feuer - Nora und Lucas" "Verbotene Früchte - Lisa und Jonas" zu lesen. Franziska Kühnel, Baujahr 1993, ist gelernte Kauffrau im Einzelhandel und in ihrer Freizeit passionierte Träumerin. Wenn die Wirtschaftlerin in ihr, die jeden Vorgang gewohnheitsgemäß aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, auf die private Franzi trifft, werden Lesen und Schreiben zum perfekten Ventil, um dem Alltag zu entkommen. Sie recherchiert mit Leidenschaft Songtexte, Legenden der griechischen Mythologie und Zitate jeglicher Art und lässt sich von ihnen auch gerne zu Geschichten inspirieren. Derzeit lebt die gebürtige Bruckerin mit ihren Eltern und Geschwistern in einem kleinen Örtchen im Kreis Landsberg am Lech.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 01.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492983921
    Verlag: Piper
    Größe: 1239 kBytes
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Munich Lovers - Ich gehör' zu Dir

2

Raphael

Ich wünschte, ich wäre tot. Dann müsste ich nicht jeden Tag mit dieser beschissenen Migräne und meinen Panikattacken leben. Dann müsste ich nicht ständig diese grässliche Narbe zur Schau stellen. Eine Narbe, die mir dieser Mistkerl vor vier Jahren zugefügt hat. Eine Narbe, die im Zickzackmuster über meine linke Wange verläuft. Das, meine Panikattacken und die Tatsache, dass ich eher ein Einzelgänger bin, sorgen dafür, dass ich mich lieber daheim verschanze und nur rausgehe, wenn es unbedingt sein muss. Ansonsten bleibe ich zu Hause vor meinem Laptop und schreibe. Ich bin Autor. Dafür muss ich nicht in ein Büro, in dem zwanzig andere Sesselfurzer sitzen und mich schräg anschauen oder beschämt weggucken, sobald ich den Raum betrete. Das Schreiben von Büchern erledigt sich von zu Hause aus. Ganz einfach. Ungestört. Still. Unbeobachtet.

Für die Autorenbeschreibung hat der Verlag ein Foto bekommen, das vor fünf, vielleicht sechs Jahren entstanden ist. Da sah ich noch menschlich aus. Und hätte es diesen 18. August nicht gegeben, sähe ich wahrscheinlich auch immer noch so aus. Human. Aber wie sich herausstellte, hatte der Typ Schlagringe an seiner rechten Faust. Im Kampf war das nicht ersichtlich. Mir wurde es im Nachhinein erzählt. Nach dem Zu-mir-Kommen. Von einem plastischen Pfuscher. "Es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass Sie eine kleine Narbe davontragen werden. Die Wunde ging tief, und wir haben das Bestmögliche daraus gemacht. Aber sehen Sie es positiv: Die Narbe wird Sie immer daran erinnern, wie heldenhaft Sie waren." So in etwa hat es dieser Arsch ausgedrückt. Klar. Ist ja auch nicht seine Visage, die da entstellt wurde. Im Nachhinein hätte ich ihm gern antworten wollen. Denn damals konnte ich nicht. Ich war gerade wieder zu mir gekommen, mit den Kopfschmerzen meines Lebens. Außerdem tat mir mein Gesicht höllisch weh. Sprechen war da für mich eher zweitrangig. Aber jetzt würde ich mich anders entscheiden. Den Schmerz ignorieren und ihm ein paar Fragen stellen.

Frage A: Was, zum Teufel, verstehen Sie unter klein? Also mal ehrlich - eine Narbe, die sich über eine komplette Gesichtshälfte zieht, ist meiner Definition nach nicht KLEIN. Frage B: Wo haben Sie Ihren verdammten Facharzt gemacht? Meine Oma konnte halbblind besser nähen als Sie, Sie Pseudodoktor. Also, wenn das das Bestmögliche ist, hätten Sie die Wunde auch einfach so zuheilen lassen können. Dann wäre vielleicht nicht so eine Wulst in meinem Gesicht. Frage C: Was daran soll bitte positiv sein? Ich bin entstellt, verdammt!

Ja, ich habe dieser Frau geholfen. Und ja, ich hätte es immer wieder getan. Aber ich bereue es. Jeden verdammten Tag bereue ich es. Nicht, dass ich der Frau geholfen habe. Aber meine Vorangehensweise. Wie bescheuert kann man denn bitte sein, im Alleingang gegen so einen Hünen aus geballter Brutalität anzutreten? Ich hätte noch jemanden dazuholen sollen. Dann wäre der Schaden geringer ausgefallen. Denn eigentlich - so herzlos es auch klingen mag - war es eh schon zu spät. Er hat sie ja bereits vergewaltigt. Die Minute, die es mich gekostet hätte, Unterstützung zu holen, hätte es auch nicht mehr rausgerissen. Aber ich Vollidiot ließ mich von meiner Wut treiben und musste einen auf Hulk machen. Dafür hasse ich mich. Abgrundtief. Mehr als diesen Flachwichser, der mir das angetan hat. Denn der kann einem eigentlich nur leidtun. Immerhin ist der psychisch so kaputt, dass es schon an Verstümmelung grenzt. Er ist eine Missgeburt. Ein Bastard. Durch und durch bemitleidenswert eben.

Ich frage mich oft, was aus der Frau geworden ist. Wie es ihr mittlerweile geht. Leider habe ich nie wieder etwas von ihr gehört. Eine der Krankenschwestern hat mir zwar damals ein Dankeschön ausgerichtet, das sie sich - da bin ich mir absolut sicher! - einfach ausgedacht hat, weil ich ihr so leidtat. Der Einzige der königlichen Familie Fuchs, der sich bei mir gemeldet hat, war das bescheu

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