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Muss es denn gleich für immer sein? Roman von Kinsella, Sophie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.07.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Muss es denn gleich für immer sein?

Sylvie und Dan sind seit zehn Jahren zusammen. Sie führen eine glückliche Ehe, haben zwei Kinder, ein hübsches Zuhause und wissen stets, was der andere denkt. Beim jährlichen Check-up-Termin prognostiziert ihr Hausarzt außerdem hocherfreut: Beide sind so kerngesund, dass sie sich bestimmt noch auf 68 gemeinsame Jahre freuen können. Erfreulich? Sylvie und Dan packt die blanke Panik. Wie zum Kuckuck sollen sie diese Ewigkeit überstehen, ohne einander zu langweilen? Sie beschließen, sich gegenseitig im Alltag zu überraschen. Doch das ist leichter gesagt als getan ...

Sophie Kinsella ist ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Sophie Kinsella eroberte die Bestsellerlisten aber auch mit Romanen wie "Göttin in Gummistiefeln" oder "Frag nicht nach Sonnenschein". Sie lebt mit ihrer Familie in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 16.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641226077
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Surprise me
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Muss es denn gleich für immer sein?

KAPITEL EINS

FÜNF WOCHEN ZUVOR

Es beginnt an unserem zehnten Jahrestag. Wer hätte das gedacht?

Eigentlich stellen sich zwei Fragen: 1.) Wer hätte gedacht, dass es an einem derart vielversprechenden Tag losgeht? Und 2.) Wer hätte gedacht, dass wir überhaupt zehn Jahre durchhalten?

Wenn ich zehn Jahre sage, meine ich nicht seit unserer Hochzeit. Ich meine zehn Jahre seit unserer ersten Begegnung. Es war auf der Geburtstagsparty meiner Freundin Alison. Das war der Tag, der unser Leben für immer verändert hat. Dan stand hinterm Grill, ich bat ihn um einen Burger und ... bamm .

Also, nicht bamm wie "Liebe auf den ersten Blick". Eher bamm wie in "Wow. Diese Augen! Diese Arme! Der Typ gefällt mir." Er trug eine Schürze und ein blaues T-Shirt, das seine Augen hervorhob, und er wendete die Burger mit großem Geschick. Er wusste, was er tat. Wie der Burger King persönlich.

Das Komische ist, dass ich nie gedacht hätte, Geschicklichkeit beim Burger-Wenden könnte eines Tages etwas sein, das ich mir von einem Mann erhoffte. Und doch war es so.

Während ich ihm so dabei zusah, wie er freundlich lächelnd den Grill bediente ... nun, ich war beeindruckt.

Also ging ich zu Alison, um zu fragen, wer das war ("alter Freund von der Uni, macht in Immobilien, netter Typ"), und dann flirtete ich noch ein bisschen mit ihm. Als das nichts brachte, überredete ich Alison, uns beide gemeinsam zum Abendessen einzuladen. Und als auch das zu keinem Ergebnis führen wollte, bin ich ihm "zufällig" in der City über den Weg gelaufen, zweimal, das eine Mal im tief ausgeschnittenen Top (fast etwas nuttig, aber ich wusste mir anders nicht mehr zu helfen). Und dann endlich, endlich , nahm er mich wahr und fragte, ob wir uns nicht mal treffen wollten, und es war Liebe auf den - sagen wir - fünften Blick.

Zu seiner Ehrenrettung muss man sagen, dass er (behauptet er zumindest) eine Trennung zu verarbeiten hatte und nicht wirklich "auf der Suche" war.

Außerdem modifizieren wir diese Geschichte leicht, wenn wir sie anderen Leuten erzählen. Zum Beispiel das mit dem nuttigen Ausschnitt. Das muss ja nicht jeder wissen.

Wie dem auch sei. Spulen wir zurück zu dem Moment, als sich unsere Blicke trafen, als alles begann. Einer dieser schicksalhaften Momente, die dein ganzes Leben beeinflussen. Ein denkwürdiger Augenblick. Ein Augenblick, den man ein Jahrzehnt später mit einem Abendessen im Lieblingsrestaurant begeht.

Wir mögen den Laden. Das Essen ist gut, und uns gefällt die Atmosphäre. Dan und ich haben viele gemeinsame Vorlieben - Filme, Stand-up-Comedians, Spaziergänge -, wobei wir allerdings auch oft genug uneins sind. Zum Beispiel wird man mich nie im Leben auf einem Rennrad antreffen. Und Dan wird man ganz sicher nie beim Weihnachtsshopping begegnen. Er hat einfach keinen Sinn fürs Schenken, und sein Geburtstag wird langsam, aber sicher zum Problem. (Ich: "Du musst dir doch irgendwas wünschen. Denk nach ." Dan (gehetzt): "Kauf mir ... äh ... Ich glaube, wir haben kein Pesto mehr. So was kannst du mir schenken." Ich: "Ein Glas Pesto ? Zum Geburtstag ?"

Eine Frau im schwarzen Kleid führt uns zu unserem Tisch und präsentiert zwei große graue Mappen.

"Die Speisekarte ist neu", erklärt sie. "Ihre Kellnerin wird gleich bei Ihnen sein."

Eine neue Speisekarte! Als sie geht, blicke ich zu Dan auf und sehe das unverkennbare Blitzen in seinen Augen.

"Neue Karte", sage ich. "Was meinst du?"

Er nickt. "Kinderspiel."

"Aufschneider", erwidere ich.

"Herausforderung angenommen. Hast du Papier?"

"Na klar."

Ich habe immer Papier und Stifte dabei, denn wir spielen dieses Spiel sehr oft. Ich gebe ihm einen Kugelschreiber und reiße eine Seite aus meinem Notizbuch, dann nehme ich mir selbst Kuli u

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