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Nachtgeflüster 1. Der gefährliche Verehrer von Roberts, Nora (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.10.2013
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Nachtgeflüster 1. Der gefährliche Verehrer

Die Erfolgsserie von Nora Roberts: Spannend, geheimnisvoll, aufregend wie ein Flüstern in der Nacht Cilla O'Roarke arbeitet als Radio-DJ. Sie liebt ihren Job, bis sie furchteinflößende Telefonanrufe von einem Mann bekommt, der sie töten will. Zunächst nimmt sie ihn nicht ernst. Als die Anrufe immer bedrohlicher werden, weiß sie: Ihr Leben ist Gefahr. Detective Boyd Fletcher soll Cilla vor dem Stalker beschützen. Die junge Frau, die sich neben ihrem Job intensiv um ihre Schwester kümmert, hasst Cops, aus ihren ganz persönlichen Gründen. Boyd hingegen ist fasziniert von ihr. Eine explosive Mischung... Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie 1981. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von über 500 Millionen Exemplaren. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland. Unter dem Namen J.D. Robb veröffentlicht Nora Roberts seit Jahren ebenso erfolgreich Kriminalromane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 31.10.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641120740
    Verlag: Heyne
    Größe: 731 kBytes
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Nachtgeflüster 1. Der gefährliche Verehrer

2. K APITEL

Sie ist gut, dachte Boyd, während er seinen bitteren Kaffee trank und Cilla bei der Arbeit beobachtete. Sie bediente das Mischpult mit einer Leichtigkeit, die lange Erfahrung verriet - schaltete auf Musik, auf aufgezeichnete Ankündigungen, auf ihr eigenes Mikro. Ihr Timing war perfekt, ihre Präsentation glatt. Und ihre Fingernägel waren total heruntergekaut.

Sie war ein Nervenbündel und voller Feindseligkeit. Die Nervosität versuchte sie zu verstecken. Bei der Feindseligkeit gab sie sich jedoch keine Mühe. In den zwei Stunden, die sie jetzt zusammen in der Kabine waren, hatte sie kaum ein Wort mit ihm gesprochen. Gar nicht so einfach, wo der Raum nur knapp drei mal drei Meter maß.

Boyd war's egal. Als Cop war er daran gewöhnt, irgendwo zu sein, wo er nicht erwünscht war. Und er war querköpfig genug, um es zu genießen.

Er mochte seinen Job. Ärger, Feindseligkeit und Streitlust störten ihn nicht. Mit negativen Empfindungen wurde man viel leichter fertig als mit einer 45er-Kugel. Er hatte mit beiden Erfahrung.

Obwohl ihm die Bezeichnung Philosoph nicht gefallen hätte, war es seine Gewohnheit, alles bis auf den Grund zu analysieren. Die Ursache dafür war ein elementarer Glaube an richtig und falsch. Oder - obwohl er gezögert hätte, es so zu formulieren - an Gut und Böse.

Boyd war klug genug zu wissen, dass Verbrechen sich oft lohnten, sogar sehr lohnten. Genugtuung bereitete ihm dabei seine Rolle, dafür zu sorgen, dass sie sich nicht lange lohnten. Er war ein geduldiger Mann. Ob es sechs Stunden oder sechs Monate dauerte, um einen Täter zur Strecke zu bringen - das Ergebnis war das gleiche. Die Guten gewannen.

Er streckte seine langen Beine aus und blätterte weiter in seinem Buch, während Cillas Stimme ihn umgarnte. Ihre Stimme ließ ihn an Schaukeln auf Veranden denken, an heiße Sommernächte und die Geräusche eines langsam dahinströmenden Flusses. In direktem Gegensatz dazu standen die von ihr ausgehende Spannung und die rastlose Energie. Er gab sich damit zufrieden, Ersteres zu genießen und sich über Letzteres seine Gedanken zu machen.

Cilla blickte auf ihre Uhr, räusperte sich und schaltete das Mikro ein. "Hallo, Denver, hier ist Cilla O'Roarke für KHIP. Sie hören den heißesten Sender in den Rockies. Das ist Ihre Chance, ihn noch heißer zu machen. Die Leitung unseres Wunschtelefons ist frei. Ich spiele, was Sie hören wollen. Rufen Sie mich an unter 555-5447."

Ihr Finger zitterte leicht, als sie den ersten erleuchteten Knopf drückte.

"Hier ist Cilla O'Roarke. Sie sind auf Sendung."

"Hi, Cilla, hier ist Bob, unten in Englewood."

Sie schloss die Augen und schauderte vor Erleichterung. Ein regelmäßiger Anrufer. "Hey, Bob. Wie geht's?"

"Großartig. Meine Frau und ich feiern heute Nacht unseren fünfzehnten Hochzeitstag."

"Und alle haben damals gesagt, das wird nicht lange halten. Was kann ich für euch spielen, Bob?"

"Wie wäre es mit 'Cherish' für Nancy von Bob."

"Gut gewählt. Auf die nächsten fünfzehn Jahre, Bob."

Den Stift in der Hand, nahm sie den zweiten Anruf an, dann den dritten. Boyd beobachtete, wie sie sich nach jedem Anruf mehr verspannte. Sie plauderte und scherzte. Und wurde blasser. In der ersten Unterbrechung zog sie eine Zigarette aus dem Päckchen und fummelte mit einem Streichholz herum. Schweigend nahm Boyd ihr die Streichhölzer ab und zündete eines für sie an.

"Sie halten sich gut."

Sie nahm einen schnellen, tiefen Zug. Geduldig schweigend wartete er auf ihre Antwort. "Müssen Sie mich beobachten?"

"Nein." Dann lächelte er. Es war ein langes, träges Lächeln, auf das sie gegen ihren Willen reagierte. "Aber ein Mann hat das Recht auf ein paar Vergünstigungen nebenbei."

"Wenn das hier das Beste ist, was Sie kriegen können, sollten Sie sich eine andere Arbeit suchen."

"Ich mag meine Arbeit." Er stützte seinen Fuß auf das andere

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