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Nachtpark Gay-BDSM-Romance von Mascarpone, Violet (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.09.2014
  • Verlag: dead soft verlag
eBook (ePUB)
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Nachtpark

Kiji und Silvester treffen nachts im Park aufeinander. Sie beginnen eine Affäre, in der Silvester Kijis Eigentum wird. Ihre Vereinbarung: Sie treffen sich nur im Schutz der Dunkelheit und keiner der beiden spricht über sein Leben am Tag. Doch schon bald verwischen ihre Tag- und Nachtidentitäten und beide ahnen, dass die Geheimnisse, die sie voreinander verbergen, gefährlich sind. Gay BDSM Romance

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 364
    Erscheinungsdatum: 14.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944737690
    Verlag: dead soft verlag
    Größe: 578 kBytes
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Nachtpark

Park No 2

Silvester hatte seit ihrem gestrigen Zusammentreffen nicht an Kiji gedacht, bis er seinen Kopf hob und die Blätter der Kastanie über sich im Abendwind schaukeln sah. Blätter, wie die Finger eines Baumgottes, sie begannen bereits zu verblassen, und obwohl es noch nicht ganz dunkel war, glitzerten die ersten Sterne am Himmel.

Heute war nicht sein Tag. Streng genommen war kein Tag sein Tag. Er hatte den Vormittag darüber gegrübelt, wem er die unangenehmen Aufgaben seines Arbeitslebens zuschieben konnte, niemanden gefunden und seinen Job zaudernd und unter Aufbietung all seiner Verzweiflung hinter sich gebracht, ihn vermasselt, dann ein Sandwich gegessen, um nun automatisch zum Park zu schlendern, in dem er sich nicht auf seinem Rosenplatz niederlassen konnte, weil die Stadt es für eine reizende Idee hielt, ihn neuerdings mit grellen Bodenstrahlern zu verhunzen.

Silvester hoffte nicht auf Wunder; hoffte nicht auf Kiji.

Kiji war nicht sein Fall, im Grunde genommen. Genauso wenig wie Kampfsport oder Autoskooter. Ob Kiji Autoskooter mochte? Bestimmt, wettete er mit sich selbst um eine neue Haarfarbe.

Nach einem Tag wie diesem fühlte Silvester sich leer. Er wusste nichts mehr zu denken. Es gab nichts zu tun oder zu sagen. Früher besuchte er bis zur Morgendämmerung Clubs, die Lautstärke füllte das schmerzende Vakuum in seinem Verstand, bis er die Nacht entdeckte, die Nacht im Park. Sobald es dunkel wurde, begann er zu leben, gebar die Dunkelheit seltsame Kreaturen wie Glühwürmchen, Penner, Sterne, verliebte Katzen und Kiji.

Silvester ließ sich auf die Bank bei den Buchen nieder und versuchte nicht auf ihn zu warten. Er wollte seine Gedanken davonfliegen lassen, die Zeit anhalten, wie sonst auch, aber es gelang ihm nicht.

Als er eine dunkle Gestalt über den Kiesweg gehen hörte, spannte er sich an.

"Hi", sagte Kiji.

"Ach, du auch wieder hier?" Silvester bemühte sich, erstaunt zu klingen.

"Sicher." Kiji zögerte einen Moment, dann grinste er. "Ich hab dir was mitgebracht."

Er hatte also gewusst, er würde hier sein und auf ihn warten.

"Was?"

Kiji zog einen eine Art Metallrohr aus seiner Lederjacke und reichte es ihm.

"Ein Brecheisen?" Silvester drehte und wendete es unsicher in seiner Hand, weil er nicht wusste, was er damit anfangen sollte und blickte Kiji schließlich fragend an.

"Damit wir zu den Rosen können." Verlegen vertrat er sich die Füße und lächelte Silvester unsicher an.

"Versteh ich nicht."

"Okay. Komm einfach mit."

Mit festen, langen Schritten, die Hände in den Jackentaschen und den Blick stur geradeaus gerichtet lief Kiji neben ihm her, als wäre Silvester gar nicht da und dennoch schien er ihn an einer unsichtbaren Leine zu führen.

"Magst du Autoskooter?"

"Wer nicht?" Seine Stimme hatte eine seltsam gleichgültige Färbung.

Wusste ich's doch ... Vielleicht schwarz?

"Magst du schwarze Haare?"

Kiji schob die Unterlippe vor, blieb stehen und wägte ab. "Nur echtes Schwarz", entschied er, um sich umgehend wieder in Bewegung zu setzen.

Dann eben nicht, dachte Silvester und schenkte ihm einen kurzen Seitenblick, den Kiji nicht wahrnahm. Sie hatten die Bank im Rosengarten erreicht. Die Bodenlichter legten einen silbernen Schleier über Kijis Wangen, seine Augen funkelten dunkel, sodass die kleine Nase fast ein wenig unpassend erschien.

Er trat überrascht zurück, denn Kiji zückte das Brecheisen, grinste wie ein Faun

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