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Narren sterben von Puzo, Mario (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.11.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)

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Narren sterben

John Merlin führt ein Doppelleben. Das eine in Hollywood, in der schillernden Welt der Bestsellerautoren, der Medienmogule, der Filmstars und Starlets. Das andere in der beschaulichen bürgerlichen Atmosphäre seines Einfamilienhauses in New York. Er riskiert sein Talent und setzt auf sein Glück. Er spielt um Geld und um die Liebe. Am Ende ist er der Sieger, denn er überlebt - und die Narren sterben... Mario Puzo, als Sohn italienischer Einwanderer in New York City geboren, ist Autor zahlreicher Weltbestseller, unter anderem von 'Der Pate', der von Francis Ford Coppola mit überwältigendem internationalen Erfolg verfilmt wurde.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 21.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955306281
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 2227 kBytes
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Narren sterben

ZWEITES BUCH

2

Am glücklichsten Tage seines Lebens betrog Jordan Hawley seine drei besten Freunde. Aber davon wußte er jetzt noch nichts, während er durch den Saal mit den Würfeltischen im riesigen Casino des Hotels Xanadu wanderte und sich fragte, welches Spiel er als nächstes versuchen solle. Es war noch früher Nachmittag, und er hatte bereits zehntausend Dollar gewonnen. Aber er hatte es satt, die blitzenden roten Würfel über das grüne Filztuch rollen zu sehen.

Er verließ den Würfel-pit, also die Abteilung im Spielsaal, wo die Würfeltische standen, der violette Teppich weich unter seinem Schritt, und trat zu dem wispernden Rad auf einem der Roulette-Tische mit den hübschen roten und schwarzen Feldern, dem grünen Zero und dem Doppelzero der Verlierer. Er machte ein paar verrückte Einsätze, verlor und ging in den Blackjack-Saal.

Die kleinen hufeisenförmigen Blackjack-Tische standen in Doppelreihen. Er ging zwischen ihnen hindurch, und es war wie bei einem Spießrutenlaufen. Zu beiden Seiten blitzten die blauen Rückseiten der Spielkarten. Doch sicher gelangte er bis zu den großen Glastüren, die auf die Straßen der Stadt Las Vegas hinausführten. Von hier aus vermochte er den "Strip" hinunterzuschauen, auf dem gleich Wachposten die Luxushotels standen.

Unter der flammenden Sonne Nevadas blitzten in Millionen Watt starken Neonzeichen gut zwölf "Xanadus". Im golden schimmernden Glast schienen die Hotels in eine unerreichbare Fata Morgana zu verschmelzen. Jordan Hawley saß mit seinem Gewinn in der Falle, hier in dem klimatisierten Casino. Es wäre verrückt, dort hinauszugehen, wo nur andere Casinos mit ihren unbekannten Glückschancen auf ihn lauerten. Hier war er Gewinner, und zudem sollte er bald seine Freunde treffen. Hier war er in Sicherheit vor der brennenden gelben Wüste.

Jordan Hawley drehte der Glastür den Rücken zu und setzte sich an den nächstgelegenen Blackjack-Tisch. Schwarze Hundert-Dollar-Chips, winzige verbrannte Sonnen, klapperten in seinen Händen. Er sah zu, wie ein Dealer Karten aus seinem frisch gelegten "Schuh", der langen Holzbox, gleiten ließ, die die Karten enthielt.

Jordan setzte hoch auf zwei Boxen, machte also zwei Hände zugleich. Das Glück hielt. Er spielte, bis der Schuh keine Karten mehr hatte. Der Croupier verlor oft, und als er mischte, ging Jordan weiter. Seine sämtlichen Taschen waren prall voll mit Chips. Aber das machte nichts, denn er hatte ein von Sy Devore speziell entworfenes "Vegas-Winner"-Jackett an. Es besaß scharlachrote Paspeln auf himmelblauem Tuch und besondere Reißverschlüsse an den Taschen, die optimistisch weit geschnitten waren. Die Innentaschen hatten gleichfalls besondere Reißverschlüsse, so daß kein Taschendieb an sie herankonnte. Jordans Chips waren hier sicher aufgehoben, und er hatte noch viel Platz für weitere Gewinne. Niemand hatte je sämtliche Taschen eines "Vegas-Winner"-Jacketts vollbekommen.

Unter den riesigen Kronleuchtern war alles in bläulichen Neon-Nebel getaucht, Widerschein von den tiefvioletten Teppichböden. Jordan verließ das Licht und ging in die abgedunkelte Bar, die eine niedere Decke hatte und ein kleines Podium für Auftritte. Von seinem kleinen Tisch aus konnte er ins Casino hinüberblicken wie ein Zuschauer auf eine erleuchtete Bühne. Gebannt schaute er den Nachmittagspielern zu, die in komplizierten choreographischen Figuren von Tisch zu Tisch trieben. Wie ein Regenbogen über klarem blauem Himmel blitzte ein Rouletterad sein Rot und Schwarz gegen die Einsätze auf den Gevierten. Karten mit blau-weißem Rücken flogen über grüne filzbespannte Tische. Viereckige rote Würfel zuckten mit weißen Augen wie fliegende Fische über die walförmigen Craps-Tische. Weit hinten, zwischen den Reihen der Blackjack-Tische, "wuschen" die Croupiers, die eben Pause machten, sich symbolisch in der Luft die Hände, um anzuzeigen, daß sie keine Jetons in den Handflächen kleben hatten.

Die Casino-S

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