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Neues Glück in Thunder Point von Carr, Robyn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.01.2018
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Neues Glück in Thunder Point

Alle sind gekommen, um die Hochzeit des Jahres in Thunder Point zu feiern. Nur der Bruder der Braut, Matt Lacoumette, ist nicht in Stimmung: In seinem Leben haben Romantik und Liebe ausgedient. Prompt lässt er seine Verbitterung an der sensiblen Ginger aus. Am nächsten Tag zwingt ihn seine Schwester, sich bei Ginger zu entschuldigen. Dabei stellt Matt fest, dass auch sie schwere Schicksalsschläge ertragen musste. Können sie gemeinsam die Wunden ihrer Seelen heilen und neues Glück finden? 'Die zarte Liebesgeschichte von Ginger und Matt ist süß. Es ist wunderbar, den anderen Bewohnern von Thunder Point wiederzubegegnen.' Kirkus Review 'Robyn Carr schafft es wieder, einen unterhaltsamen Thunder-Point-Roman zu liefern.' Romantic Time Book Reviews

Seit Robyn Carr den ersten Band ihrer von den Kritikern gefeierten Virgin-River-Serie veröffentlichte, stehen ihre Romances regelmäßig auf der Bestsellerliste der New York Times. Auch ihre neue, herzerwärmende Thunder-Point-Serie, die in einem idyllischen Küstenstädtchen spielt, hat auf Anhieb die Leser begeistert. Robyn Carr hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Ehemann in Las Vegas.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 02.01.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955767396
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Serie: Mira Taschenbuch 26093
    Originaltitel: A New Hope
    Größe: 2866 kBytes
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Neues Glück in Thunder Point

2. Kapitel

Der Blumenladen war für Ginger wie ein sicherer Hafen. Sie hätte sich keinen besseren Platz aussuchen können, um wieder unter Menschen zu kommen, auch wenn sie hier oft von Schwangeren umgeben war. Eigentlich wäre zu erwarten gewesen, dass sie ihnen eingeschüchtert oder mit neidischen Blicken begegnete. Oder dass sie in noch tiefere Depressionen verfiel, nachdem sie ihren über alles geliebten Sohn verloren hatte. Seltsamerweise jedoch erschien ihr der Platz unter diesen Frauen als der einzig richtige. Hier konnte sie endlich mit jemandem über ihre eigene Schwangerschaft und das Erlebnis der Geburt sprechen und darüber, welch wunderbare Erfahrung beides gewesen war. So gesund und energiegeladen hatte sie sich damals gefühlt, und ihr kleiner Sohn war so goldig gewesen. Vielleicht hätte er jetzt seine ersten unsicheren Schritte gewagt.

Zugegeben, ein bisschen neidisch war sie schon. Denn sie würde wohl nie mehr den Mut aufbringen, noch einmal ein Baby zu bekommen, selbst wenn sich die Möglichkeit dazu ergäbe.

Mit Peyton zu reden, war besonders ermutigend. Ihre medizinische Kenntnis bestätigte, was Ginger von den Ärzten gehört und was sie sich selbst angelesen hatte. Sie hatte nichts falsch gemacht. Plötzlicher Kindstod war ein höchst seltenes Phänomen, ein unvorhersehbarer Zufall, der sich kein zweites Mal in ihrer Familie ereignen sollte.

"Ich glaube nicht, dass ich mich noch einmal traue, ein Kind zu bekommen", erzählte sie Peyton.

"Was für Ängste das bei dir auslösen muss, kann ich mir gar nicht vorstellen", meinte Peyton. "Aber wenn du das nächste Mal in diesem gesegneten Zustand bist, sind die Voraussetzungen ganz andere. Du wirst mehr Unterstützung bekommen. Nicht zu reden von der intensiven medizinischen Betreuung. Gegenwärtig ist die größte Herausforderung, darüber hinwegzukommen."

Und das war es, was Ginger tat. Mit jedem Tag ein wenig mehr, an einem Ort, der die besten Möglichkeiten dafür bot, in einem Laden, dessen Geschäft florierte und der trotzdem nicht den ganzen Tag überlaufen war. Sie eignete sich die Fertigkeit des Blumenbindens an und konnte bald selbstständig Gebinde komponieren. Die Stunden, die sie hinten im Laden mit ihren Blumen verbrachte, halfen ihr, den Schmerz zu überwinden. Sie hatte die Befriedigung, produktiv tätig zu sein, und dazu noch Zeit zum Nachdenken, wozu sie sonst nicht so viel kam, denn Thunder Point war reich an freundlichen Menschen. Hätte sie in der Stadt für sich gelebt, wäre sie vermutlich lange eine Fremde geblieben. Aber sie wohnte bei Ray Anne, und jeder hier kannte Ray Anne. Als Ray Anne ihren Freundinnen und Freunden von Gingers Schicksal erzählt hatte, hatte Ginger häufig Gesellschaft. Leute kamen in den Laden oder hielten sie auf der Straße an, um ein Schwätzchen zu halten. Sie wurde in das Leben der anderen einbezogen. Ginger blieb auch nicht außen vor, wenn Ray Anne ein paar Frauen zu sich einlud. Statt sich als eine Frau gebrandmarkt zu fühlen, die von ihrem Mann verlassen worden war und ihr Kind verloren hatte, gab man ihr ein Gefühl von Zugehörigkeit und rührender Fürsorge.

Und sie wurde gebraucht. Sie wurde tatsächlich gebraucht! Grace verbrachte jeden Morgen und Vormittag im Geschäft, wobei sie für gewöhnlich früh anfing, weil sie nachmittags anderes zu erledigen hatte. Sie bemühte sich, das Haus draußen am Meer für ihre Mutter herzurichten. Sie hatte es von Cooper gekauft. Es war eines von dreien, die Cooper für den Weiterverkauf oder zu einer späteren Vermietung gebaut hatte, und es war für ihre Zwecke genau richtig. Graces Mutter litt an einer amyotrophen Lateralsklerose, einer unheilbaren Erkrankung des motorischen Nervensystems, die sie in ihrem Stadium die meiste Zeit an den Rollstuhl fesselte. Da nicht abzusehen war, wie viel Zeit die tückische Krankheit ihrer Mutter noch ließ, wollte Grace sie in der Nähe haben.

So machte Grace sich täglich auf den Weg zu ihrem neuen Zuhaus

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