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Never Let You Go Roman von Murphy, Monica (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.08.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Never Let You Go

Kann die Liebe überleben, wenn Zweifel alles überschatten?
Die Wahrheit tut weh, sagt man - und mein Schmerz geht tief. Ethan hatte ein riesiges Geheimnis, getarnt durch seine Lügen. Als ich herausfand, was er verbarg, erschütterte die Wahrheit meine Welt und drohte, uns für immer zu zerstören. Mich zu zerstören. Aber mir wurde schnell klar, dass das, was wir teilen, nicht ausgelöscht werden kann. Unsere Verbindung ist zu stark. Sie ist es immer gewesen. Ich kann ihn nicht mehr verleugnen. Und ich kann meine Wahrheit nicht mehr abstreiten: Ich bin in Ethan verliebt.

Die New York Times-, USA Today- und internationale Bestseller-Autorin Monica Murphy stammt aus Kalifornien. Sie lebt dort im Hügelvorland unterhalb Yosemites, zusammen mit ihrem Ehemann und den drei Kindern. Sie ist ein absoluter Workaholic und liebt ihren Beruf. Wenn sie nicht gerade an ihren Texten arbeitet, liest sie oder verreist mit ihrer Familie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 13.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641221980
    Verlag: Heyne
    Serie: Never-Serie .2
    Originaltitel: Never Let You Go
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Never Let You Go

Katherine

"Nun?" Die Pause, die Frau Dr. Sheila Harris nach diesem Wort macht, ist mit unausgesprochenen Fragen aufgeladen. Sie sieht mich erwartungsvoll an, das iPad auf dem Schoß. Ich bin nur widerstrebend zu diesem Termin erschienen, denn ich habe es satt, ständig mein Verhalten und meine Gefühle analysieren zu müssen. Diese ewige Frage: Wie fühlen Sie sich dabei? Endlos wiederholt. Wie geht es Ihnen? Bla, bla, bla.

Das steht mir echt bis hierhin.

"Nun was?" Ich ziehe die Augenbrauen hoch.

Sheilas Mundwinkel zucken. Wie schön, dass ich sie erheitern kann. "Wie geht es Ihnen?"

Da ist der Satz ja. Pünktlich auf die Minute. Soll ich jetzt die Wahrheit sagen oder lügen? Eigentlich soll ich doch vollkommen offen zu Sheila sein. Sie ist die einzige Person, auf deren Objektivität ich mich verlassen kann. Mom und Brenna stehen auf meiner Seite. Sie werden immer Partei für mich ergreifen, ohne groß darüber nachzudenken. Vergiss diesen Ethan oder Will oder wie auch immer er heißt. Er hat mir unrecht getan. Mich hereingelegt. Darum ist er der Böse. Und er sollte nie wieder eine Chance bekommen.

Es ist so leicht, in diesen Bahnen zu denken, insbesondere wenn ich sein Gesicht nicht sehen und seine Stimme nicht hören muss. Wenn er jetzt aber hier wäre, wenn er vor mir stünde, wie würde ich dann reagieren? Würde ich mich ihm an den Hals werfen und hoffen, dass er mich umarmt?

Oder würde ich ihm klarmachen, wie wütend ich bin, und ihm furchtbare Gemeinheiten an den Kopf werfen?

Das ist mein täglicher Kampf. Ich dachte, es wäre überhaupt kein Problem für mich, ihn zu vergessen, nach vorn zu schauen und nach wie vor wütend auf ihn zu sein, weil er mir das alles angetan hat. Und meistens empfinde ich es auch so. Dass er mich so hintergangen hat, hat mich zutiefst verletzt.

Aber ganz verborgen in meinem Inneren gibt es eine weiche Stelle, und mit diesem Teil meiner selbst möchte ich ihm vergeben und ihn in mein Leben zurückholen. So geht es einem, wenn man jemanden wirklich wahnsinnig gernhat.

Letzthin wünsche ich mir manchmal, ich hätte gar kein Herz. Dann könnte es mir auch nicht brechen.

"Es geht mir ..." Fürchterlich. Entsetzlich. Beschissen. Ich bin so einsam. "Ganz okay." Ich hole tief Luft und halte den Atem kurz an, bevor ich ihn langsam ausstoße. So versuche ich, einen klaren Kopf zu bekommen und zu mir selbst zu finden.

Doch es hilft nichts. Das Hässliche, Kaputte, Schwarze kriecht wieder in mich hinein und nimmt meine Gedanken, mein Herz und meine Seele in seinen Würgegriff. Ich bin ... wütend.

Aber das will keiner hören. Inzwischen nicht mehr. Ich sollte allmählich darüber hinweg sein. Das sagen meine Schwester und meine Mutter.

Sie haben leicht reden. Sie wurden ja nicht nach Strich und Faden belogen.

"Einfach ganz okay? Bei unserem letzten Gespräch waren Sie sehr bedrückt." Sheilas Gesichtsausdruck bleibt vollkommen neutral. Das kann sie wirklich ausgezeichnet. So ein Pokerface hätte ich auch gern.

Ich war deprimiert, um es genauer zu sagen. Doch das habe ich hinter mir gelassen. Inzwischen konzentriere ich mich auf meine Wut über das, was geschehen ist, und die treibt mich an. Sie gibt mir den Mut, zur Abwechslung einmal das zu tun, was ich selbst will, und sogar ein bisschen trotzig zu sein.

Und das war ich nicht mehr, seit ich zwölf war.

"Ich habe das Weinen satt." Ich zucke mit den Schultern. Ich habe genug Tränen für fünfzig Leben vergossen.

Sheila lächelt. "Sie verhalten sich heute anders als sonst."

"Wie meinen Sie das?"

"Ich würde am liebsten rebellisch sagen, aber ich weiß nicht, ob es das richtige Wort ist." Sie tippt sich mit dem Finger an die Lippen und mustert mich. Ich sitze mit vor der Brust verschränkten Armen und versteinerter Miene im Sessel. Ich spüre meine eigene Reglosigkeit, mit der ich sie beobachte und darauf

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