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New York Affair von Bay, Louise (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.08.2019
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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New York Affair

Wenn aus einer Woche so viel mehr wird Anna Kirby hat den Glauben an die Liebe verloren. Nach einer schlimmen Trennung scheint eine Woche in New York die perfekte Gelegenheit, ihrem Leben in London wenigstens für kurze Zeit zu entkommen. Und als sie den Geschäftsmann Ethan Scott kennenlernt, weiß sie sofort, dass er die perfekte Ablenkung ist. Doch es gibt klare Regeln: keine echten Namen, keine Telefonnummern, keine Erwartungen. Aber Anna hat nicht mit Ethans Regel Nummer eins gerechnet: keine Regeln! 'Unglaublich gut geschrieben. Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt!' LOVE BETWEEN THE SHEETS Diese Gesamtausgabe enthält die bereits erschienenen NEW-YORK-AFFAIR-Novellas EINE WOCHE IN NEW YORK, WIEDERSEHEN IN LONDON und MANHATTAN FÜR IMMER von USA-TODAY-Bestseller-Autorin Louise Bay Louise Bay schreibt Romane, wie sie sie selbst gern liest: sexy und romantisch. Die USA-Today-Bestseller-Autorin lebt in London und liebt neben Tagen ohne Make-Up vor allem ihre Freunde, Elefanten und Champagner.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 30.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736310506
    Verlag: LYX
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New York Affair

1. Kapitel

Anna

"Hat er versucht, Kontakt mit dir aufzunehmen?"

Durch die dröhnenden Bässe hindurch konnte ich Leah kaum verstehen. Wir saßen auf Hockern in einer megacoolen Bar in Tribeca und mussten uns einander entgegenbeugen, um hören zu können, was die andere sagte. Ob ihre Worte Sinn ergeben hätten, wenn ich sie denn verstanden hätte, wusste ich nicht - wir waren bereits beim dritten Cocktail. Aber ich begriff, dass sie von Ben sprach - in letzter Zeit redete sie kaum noch von etwas anderem.

Leah war meine allerbeste Freundin. Wir hatten uns an der juristischen Fakultät kennengelernt und uns bis vor Kurzem noch eine Wohnung geteilt. Sie war äußerst fürsorglich und beschützend, und ich verhielt mich ihr gegenüber ebenso. Über Männer reden und Cocktails trinken war unsere Hauptbeschäftigung, und wir waren verdammt gut darin. An diesem Abend war Ben der Gegenstand unserer Unterhaltung - mein letzter Ex.

"Das wagt er nicht. Er weiß genau, dass ich ihm die Eier abreißen würde", sagte ich schulterzuckend und nippte an meinem Manhattan. Wenn ich schon in Manhattan war, musste ich auch Manhattans trinken, oder etwa nicht?

"Ich kann es einfach nicht glauben", sagte Leah zum siebenundfünfzigsten Mal an diesem Abend.

Erneut zuckte ich mit den Achseln. Ich blickte über Leahs Schultern und sah ein Gesicht in der Dunkelheit, das mich musterte. Er hob sein Glas und nickte mir zu. Kannte ich ihn? Er kam mir jedenfalls bekannt vor. Ich richtete den Blick wieder auf Leah.

"Und es gab keinerlei Anzeichen dafür?", fragte sie.

"Na ja, er war anders als die Typen, mit denen ich bisher ausgegangen bin. Aber nein, er hat nie erwähnt, dass er in der Klemme steckt und den falschen Leuten Geld schuldet."

Ben der Biker hatte sich in den Freund aus der Hölle verwandelt - oder Ben das Arschloch, wie Leah ihn inzwischen nannte. Ich hatte ihn immer total süß gefunden. Ich dachte, er wäre anders. Ich dachte, ich hätte endlich mal eine gute Wahl getroffen, nachdem ich mit Männern jahrelang absolut kein Glück gehabt hatte. Aber jemand hatte mir die Augen geöffnet - Ben das Arschloch war ein Arschloch. Die Irren, denen er Geld schuldete, waren in unsere Wohnung eingebrochen und hatten eine völlig abgedrehte Drohung auf den Spiegel über dem Waschbecken in Leahs Zimmer gekritzelt. Mitgenommen hatten sie nichts, was uns ziemlich verwirrte. Ungefähr eine Woche später beichtete Ben mir alles, und ich ging zur Polizei.

Die hatte mich früher am Tag bereits angerufen und bestätigt, dass Ben auch bei ihnen ein Geständnis abgelegt hatte. Die Drohung sollte ihm Angst machen, damit er zurückzahlte, was er schuldig war.

"Und willst du dein Apartment jetzt verkaufen?"

"Ich sage zwar immer noch Wohnung dazu, aber ja, ich werde sie verkaufen", sagte ich und lächelte ironisch. Kaum waren wir auf dem John F. Kennedy International Airport gelandet, hatte Leah angefangen, ihr Handy ein cell phone zu nennen. Diese Gelegenheit, sie wegen ihrer plötzlichen Amerikanisierung aufzuziehen, konnte ich mir nicht entgehen lassen.

Im Flugzeug hatte ich endgültig beschlossen, meine Wohnung zu verkaufen. Seit dem Einbruch fühlte ich mich dort nicht mehr wohl. Daniel, Leahs Freund und ein rundum perfekter Mann, hatte eine Alarmanlage installieren lassen. Aber Leah war mit ihm zusammengezogen, und ich hasste es, allein zu sein. Obwohl ich wusste, dass die Polizei an der Sache dran war, wollte ich mich nicht mehr in der Wohnung aufhalten. Das erzählte ich Leah nicht, denn sie hätte darauf gedrängt, dass ich zu ihr und Daniel ziehe, aber sosehr ich die beiden auch liebte, wollte ich doch nicht mit ihnen zusammenwohnen und sie beim Sex stören. Vor allem, wenn ich selbst keinen hatte.

Leah konnte es einfach nicht glauben, wie sie mir immer wieder versicherte. Aber ungefähr zur Zeit des Einbruchs hatte Ben

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