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Nie mehr einsam? von FOX, SUSAN (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2007
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Nie mehr einsam?

Marla könnte die ganze Welt umarmen: Nach langen, einsamen Jahren in lieblosen Pflegefamilien erfährt sie, dass sie eine Zwillingsschwester hat. Und als sie dann noch Jaiceys Adoptivbruder Jake kennenlernt und sich Hals über Kopf in ihn verliebt, ist ihr Glück fast perfekt. Nur eins belastet ihre junge Liebe immer stärker: Sie hat Jaicey versprochen, Jake nicht zu erzählen, dass sie Schwestern sind ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 01.07.2007
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862959020
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 643 kBytes
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Nie mehr einsam?

1. KAPITEL

Die beiden jungen Frauen sahen nicht wie Schwestern aus, und erst recht nicht wie Zwillinge, obwohl ein DNA-Test ihre gleiche Abstammung bewiesen hatte. Sie ähnelten einander weder äußerlich noch vom Charakter her, und sie waren in unterschiedlichen Familien aufgewachsen.

Jaicey Craddock, die zwei Minuten ältere Schwester, hatte blaue Augen und gewelltes blondes Haar, das durch die texanische Sonne noch hellere Strähnen bekommen hatte. Ihre gebräunte Haut bildete einen reizvollen Kontrast zu ihrem Haar. Sie war eine fröhliche, selbstbewusste Frau. Ihre zuversichtliche Art hatte sie zum einen sicher ihrer Adoptivfamilie und zum anderen einem angeborenen Optimismus zu verdanken. Sie fand schnell Kontakt zu anderen Menschen.

Ihre Schwester Marla Norris war etwas kleiner als sie und viel zurückhaltender. Das kräftige braune Haar fiel ihr glatt auf die Schultern. Der fransige Pony betonte die braunen Augen mehr, als sie ahnte. Jahrelang hatte sie ihre wahren Gefühle unterdrückt. Ihr distanzierter Blick gab ihr etwas Geheimnisvolles. Sie wirkte älter und nachdenklicher als ihre Zwillingsschwester.

Marla war durch ihre harte und entbehrungsreiche Kindheit genauso geprägt worden wie Jaicey durch ihre glückliche Jugend. Im Gegensatz zu Jaicey hatte Marla ihre Adoptiveltern im Alter von acht Jahren verloren. Damals war ihre unbeschwerte Kindheit zu Ende, denn durch den Schock und die Trauer wurde sie zunehmend misstrauischer und verschlossener.

Anschließend war sie in mehreren Pflegefamilien untergebracht worden, wo man sie lieblos behandelte und sich niemand richtig um sie kümmerte. Niemals hatte es in ihrem Leben einen Menschen gegeben, dem sie sich anvertrauen konnte, der sie respektierte, geschweige denn liebte. Wie oft hatte sie sich unsagbar hilflos und allein gefühlt.

Allmählich lernte sie, die Einsamkeit zu ertragen, ohne vollkommen zu verzweifeln, und auf eigenen Füßen zu stehen.

Irgendwann hatte sie es geschafft, und dafür hatte sie hart gearbeitet. Nach ihrem High-School-Abschluss war Marla selbständig und unabhängig geworden, weil sie nie mehr im Leben auf andere Menschen angewiesen sein wollte. Sie gab sich nicht der Illusion hin, eines Tages "gerettet" zu werden, wie das manche verlassene Kinder taten. Oder wie viele Frauen, die davon träumten, dass irgendwann ein Märchenprinz kommen und sie ins Paradies auf Erden entführen würde.

Nein, Marla glaubte nur an sich selbst. Wenn sie anderen Menschen nicht zu sehr vertraute und auf deren Hilfe hoffte, würde sie keine Enttäuschungen erleben. Und wenn sie sich von vornherein abschottete und niemanden näher an sich heranließ, konnte sie auch nicht verlassen werden. Der einzige Preis, den sie für diese Haltung zahlen musste, war der, dass sie sich manchmal einsam und unzufrieden fühlte.

Aber dann war wie aus heiterem Himmel ihre Schwester Jaicey aufgetaucht, von der sie nicht einmal zu träumen gewagt hatte, und ihr ganzes Leben hatte sich verändert.

"Tut es dir leid, dass ich dich überredet habe, nach Texas zu ziehen?"

Jaiceys Frage unterbrach das friedliche Schweigen in der Küche, wo die Schwestern Fotos in Alben einsortierten. Fast jeden Abend in dieser Woche hatten sie daran gearbeitet. Sie hatten zusätzliche Abzüge von Schulfotos eingeklebt und von Bildern, die sie selbst im Laufe der Jahre gemacht hatten.

Sie wollten sich gegenseitig einen Überblick über die ersten vierundzwanzig Jahre ihres Lebens verschaffen, die sie getrennt voneinander aufgewachsen waren. Außerdem hatten sie sich vor einem Monat gemeinsam fotografieren lassen und wollten die kleineren Abzüge einkleben.

Marla sah Jaicey nachdenklich an und stellte fest, dass sie besorgt wirkte. "Überhaupt nicht", erwiderte sie voller Überzeugung. Sie staunte immer noch, dass sie vor drei Monaten ihre gesamte Habe eingepackt hatte und von Illinois nach Coulter City, Texas, gezogen war. Aber bisher hatte sie di

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