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Nimm das Glück in beide Hände! & Ab heute seh ich bunt von Szillat, Antje (eBook)

  • Erschienen: 15.05.2017
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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Nimm das Glück in beide Hände! & Ab heute seh ich bunt

Nimm das Glück in beide Hände! Clara ist genervt: Ihre beiden Töchter Lilli und Luzie befinden sich in der Trotzphase oder mischen den Kindergarten auf. Ihre beste Freundin ist frisch verliebt und völlig unzurechnungsfähig, Labradorhündin Maya macht sowieso, was sie will, und Claras Ehemann Paul ist mal wieder dauerabwesend. Höchste Zeit, sich ihr Leben wieder zurückzuerobern, findet Clara. Doch das ist leichter geplant als getan, vor allem, wenn sich plötzlich auch noch die exzentrische Schwiegermutter ankündigt und man auf einmal Heißhunger auf saure Gurken und Schokolade bekommt ... Ein turbulenter Ausflug in den Alltag einer Großfamilie, voller Witz, Wärme und Herz - für alle, die wissen möchten, wo das Chaos aufhört und das Glück anfängt. Ab heute seh ich bunt Charlotte hat es satt: den pubertären Sohn Jonas, die großen und kleinen Macken des dauergestressten Gatten, vom Schwiegervater ganz zu schweigen. Jetzt ist endlich sie dran. Seit klar ist, dass Jonas ein Jahr in England verbringen wird, plant sie, mit demselben Organisationstalent, mit dem sie auch ihre Familie am Laufen hält, ihre Auszeit in der Toskana. Doch statt cucina italiana, vino und ganz viel Sonne genießen zu können, verkündet ihr Jonas, dass er zu Hause zu bleibt, ihr Mann nimmt eine neue Stelle an, und sein dauerrenitenter Vater quartiert sich kurzerhand im Familienheim ein. Und plötzlich sieht Charlotte bunt. Humorvoll und voller Wärme erzählt: Eine Frau entdeckt sich neu.

Antje Szillat, in Hannover geboren, ist Autorin und arbeitet als freie Redakteurin. Sie lebt mit ihrem Mann, vier Kindern, zwei Hunden, drei Pferden und vielen Teichfischen in einer Kleinstadt vor den Toren Hannovers. Ihr erster Frauenroman 'Nimm das Glück in beide Hände!' ist bei atb erschienen, 2016 folgt 'Ab heute seh ich bunt'. Mehr zur Autorin unter www.antjeszillat.de

Produktinformationen

    Größe: 4051kBytes
    Herausgeber: Aufbau Verlag
    Untertitel: Zwei Romane in einem E-Book
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 540
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783841214393
    Erschienen: 15.05.2017
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Nimm das Glück in beide Hände! & Ab heute seh ich bunt

KAPITEL 1

Glück ist alles,

was die Seele durcheinander rüttelt.

Arthur Schnitzler

"Herzlichen Glückwunsch, Frau Obermueller, Sie sind schwanger!" Meine Gynäkologin strahlte, als ob ich gerade Günther Jauchs Eine-Millionen-Frage richtig beantwortet hätte.

Ich hingegen zuckte erschrocken zusammen, während mein Herz panisch flatterte und mir tausend Dinge gleichzeitig durch den Kopf schwirrten.

Du hast dich verhört, Clara, oder die Ärztin sich verguckt. Das kann nicht sein - Paul hat doch immer aufgepasst. Und außerdem ...

"Sind Sie sich ganz sicher, Frau Doktor Riemknecht-Dose? Ich meine, na ja ... eigentlich war mit dem zweiten Kind unsere Familienplanung abgeschlossen."

Hektisch strich ich mir eine Strähne meines langen, dunklen Haares aus der Stirn, die sich aus meinem Zopf gelöst hatte.

"Tja, meine Liebe, das wahre Leben kann man nun mal nicht planen. Es geschieht einfach."

Nachdem sie mich an dieser phänomenalen Weisheit hatte teilhaben lassen, erhob sie sich von ihrem Untersuchungshocker, nickte mir freundlich zu und marschierte strammen Schrittes aus dem Raum.

Ich blieb noch einen Moment auf der Liege zurück, völlig verdattert, und zerbrach mir den Kopf darüber, wie ich das hinkriegen sollte: zwei Kleinkinder, ein Säugling, ein renitenter Hund und das bei einem Ehemann, der so gut wie nie zu Hause war.

Seufzend griff ich nach rechts, zerrte ein paar Kleenex-Tücher aus der Box, die auf dem Tisch neben dem Behandlungsstuhl stand und wischte mir damit das glibberige Gel vom Bauch.

Als ich kurz darauf ins Sprechzimmer kam, saß Frau Doktor an ihrem Schreibtisch und lächelte mir entgegen.

"Ich habe bereits Ihren Mutterpass ausgefüllt, Frau Obermueller. Erklären muss ich Ihnen dazu ja nichts mehr, oder?"

Ich verneinte, nahm das blaue Heftchen entgegen und schlappte damit wie ein geprügelter Dackel zur Tür.

"Wir sehen uns nächsten Mittwoch, meine Liebe", trällerte sie mir hinterher.

"Ich freue mich wie verrückt", murmelte ich ohne rot zu werden. Dabei war das die womöglich größte Lüge aus meinem Mund, seitdem ich Frank Meier beim Tanzkurs versichert hatte, dass mir sein Hang zum übermäßigen Schwitzen überhaupt nichts ausmachen würde.

"Clara!" Leonie riss mich stürmisch in ihre durchtrainierten Arme. "Dich habe ich ja ewig nicht mehr gesehen."

Aus gutem Grund, hätte ich beinah geantwortet. Doch irgendwie fühlte ich mich im Moment nicht stark genug für eine derart gewagte Aussage.

"Sag mal, Schätzchen, du siehst tatsächlich wieder fast schlank aus. Respekt, das letzte Mal, als wir uns sahen, habe ich mir ernsthaft Sorgen um dich gemacht. Mit Mitte dreißig muss man sich doch nicht schon mit Speckrollen abfinden. Wie ich sehe, hast du das inzwischen selber erkannt. Aber nun sag schon, was treibst du so den ganzen lieben Tag lang?"

Lächelnd hakte Leonie mich unter und wollte mich an dem Café vorbeiziehen, in das ich gerade gehen wollte - unmittelbar bevor ich ausgerechnet ihr in die Arme laufen musste.

"Ähm ... ich wollte eigentlich gerade ins Café", krächzte ich mit dünner Stimme. Was mich im nächsten Moment innerlich gleich wieder auf hundertachtzig brachte. Warum um alles in der Welt schaffte es Leonie noch immer? Weshalb war ich nicht in der Lage, ihr klipp und klar zu sagen, dass ich ihr mit Absicht aus dem Weg ging, weil ich sie für eine eingebildete, überkandidelte Matschkuh hielt?

"Aber, Schätzchen, du willst dir doch wohl deine mühsam abtrainierten Pfunde nicht gleich wieder anfressen. Schon mal was vom Jojo-Effekt gehört?"

Schon mal was von: Noch so'n Spruch, Kieferbruch! gehört?!, knurrte es tief in mir. Doch wie immer biss ich mir nur fest auf die Unterlippe, während ich dem Gefühl, von ihr ertappt worden zu sein, nichts entgegenzusetzen hatte, außer beschämt den Blick zu senken.

Leonie Maurer, meine Ex

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