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No Sweeter Love von Miles, Olivia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.07.2019
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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No Sweeter Love

Kann aus Freundschaft Liebe werden? Claire Wells ist am Boden zerstört. Nachdem ihr Verlobter mit ihr Schluss gemacht hat, steht sie auch noch ohne Wohnung und ohne Job da. Zum Glück gibt es Ethan: Ihr - sehr attraktiver und als Frauenheld bekannter - bester Freund ist immer für sie da. Um sie abzulenken, lädt er sie auf die Hochzeit seiner Schwester ein. Was Claire nicht weiß: Ethan hat seiner Familie erzählt, dass er seine feste Freundin mitbringt. Um ihm zu helfen, lässt Claire sich auf das Spiel ein. Doch je länger sie vorgibt, Ethan zu lieben, desto deutlicher spürt Claire, dass sie tatsächlich mehr als nur Freundschaft für ihn empfindet. Aber kann sie es wagen, Ethan ihre Gefühle zu gestehen, oder wird sie damit ihre Freundschaft für immer zerstören? 'Ich konnte das Buch nicht weglegen!' GOODREADS Band 3 der SWEET-Reihe Olivia Miles gewann 2011 den Harlequin Happy Holidays Contest. Seitdem schickt sie ihre Protagonistinnen mit Vorliebe aus der Großstadt in idyllische Einöden. Denn obwohl die Autorin schon immer in großen Metropolen lebte und arbeitete, weiß sie den Kleinstadt-Charme zu schätzen. Ihre Romane wurden bereits in zahlreiche Sprachen übersetzt. Miles lebt mit ihrer Familie in Illinois.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 255
    Erscheinungsdatum: 31.07.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736310292
    Verlag: LYX
    Serie: Sweet Reihe 3
    Originaltitel: No Sweeter Love
    Größe: 1641 kBytes
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No Sweeter Love

1

Die Sonne schien gleißend durch die breiten Glastüren, die auf den geschäftigen, von Tulpen gesäumten Bürgersteig der berühmten Chicagoer Michigan Avenue hinausgingen, warf Schatten auf den edlen hellgrünen Teppich und fiel genau im richtigen Winkel auf die perfekt geschliffenen Diamanten, sodass sie funkelten und in ihren Vitrinen geradezu zum Leben zu erwachen schienen. Aus dem Hintergrund drang dezente Klaviermusik in den Verkaufsraum, gut gekleidete Frauen hielten Ringe und Armbänder bewundernd eine Armeslänge von sich, und Männer runzelten beim Blick auf ihre Erwerbungen nachdenklich die Stirn. Gespräche wurden kaum lauter als im Flüsterton geführt, das Personal war in geduldiger, sanfter Überredungskunst geschult, und die Kunden sinnierten nur zu gern ausführlich über ihre Entscheidungen. Es war eine angenehme, elegante Atmosphäre, mit viel Sorgfalt erschaffen; ein Ort, an dem Wünsche geweckt und Träume wahr wurden.

So hatte man es ihr jedenfalls gesagt, als sie vergangene Woche zum Bewerbungsgespräch erschienen war.

Claire Wells strich sich den grauen, leicht ausgestellten Rock glatt und bemühte sich um einen entspannten Gesichtsausdruck. Sie brauchte gar nicht in einen der vielen Ladenspiegel mit Silberrahmen zu schauen, um zu wissen, dass sich schon wieder diese Falte zwischen ihren Brauen gebildet hatte und dass sie, bekäme sie ihre Mimik nicht bald in den Griff, wohl in irgendeine teure Anti-Falten-Creme investieren müsste - und das bei ihrem immer weiter schrumpfenden Sparkonto.

Sie dachte zu viel nach. Machte sich zu viele Sorgen. In Wahrheit tat sie sich schon wieder selbst leid, dabei hatte sie sich geschworen, damit aufzuhören. Immerhin ging es wieder aufwärts: Sie hatte einen neuen Job, auch wenn er deutlich uninteressanter war als ihre vorige Stelle im Auktionshaus. Dennoch sah sie ihn als einen Schritt in die richtige Richtung. Schon bald würde sie sich wieder eine eigene Wohnung leisten können, mit einem richtigen Bett. Sie lächelte, wenn sie an einen endgültigen Abschied von dem unbequemen, alten Sofa ihrer Cousine dachte.

Claire wusste, dass sie sich beschäftigt zeigen musste, wenn sie gerade keine Kunden betreute, zog ein Schlüsselchen hervor und öffnete die Vitrine mit den Verlobungsringen, um eine Auslage zu richten. Sie bemühte sich, den Blick nicht zu lange auf einem ganz bestimmten erlesenen Solitär mit Brillantschliff ruhen zu lassen, der in einer Pavé-Fassung saß - aber zu spät. Ein kurzes Blinzeln auf den Ring war genug, und sie verspürte diesen scharfen Stich, wie so oft völlig unerwartet, mitten ins Herz und erinnerte sich an all das, was sie beinahe besessen und auf unerklärliche Weise verloren hatte.

Schnell schloss sie die Vitrine wieder ab und richtete sich auf, straffte die Schultern und blickte durch die Glastüren auf den geschäftigen Gehsteig, wo das Gedränge immer dichter wurde. Der Feierabend rückte näher, und Einkäufer eilten mit schwingenden Papiertüten vorbei, die Augen hinter dunklen Sonnenbrillen verborgen. Claires Füße schmerzten vom stundenlangen Stehen in ihren hochhackigen Schuhen - sie hatte es nicht einmal gewagt, eine Mittagspause einzulegen. Jetzt, noch ganz zu Anfang ihres neuen Jobs, hätte es sich unpassend und allzu anmaßend angefühlt. Doch nun begann ihr Magen immer lauter zu knurren, ihr Mund war ziemlich trocken, und sie hatte Kreuzschmerzen von den vielen Nächten auf diesem Schlafsofa - und ihre Füße erst! Claire warf einen schnellen Blick zu ihrem Chef hinüber, einem tadellos gekleideten, mittelalten Mann namens Louis, der soeben eine weißhaarige Frau mit einem ebenso weißhaarigen, wuscheligen, kleinen Hund in einer Designer-Handtasche beriet, bückte sich rasch und schob den steifen Pumps von ihrer Ferse. Sie schloss die Augen und seufzte angesichts der kurzfristigen Entlastung, doch dann zuckte sie auch schon zusammen, als sie hörte, wie ihr Name sanft und mit starkem französische

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