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Notärztin Andrea Bergen - Folge 1258 Mariellas Brüderchen von Klessinger, Liz (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.10.2014
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Notärztin Andrea Bergen - Folge 1258

Beim ersten leisen Wimmern ihres kleinen Sohnes ist Natascha auf den Beinen. Nein, nicht schon wieder! Marlons schmale Stirn fühlt sich heiß an, und sein Babykörper glüht! Seit Wochen schon kommen und gehen die rätselhaften Fieberschübe, für die kein Kinderarzt bisher eine Erklärung hat. Als das Thermometer kurz darauf über vierzig Fieber anzeigt, zögert Natascha keine Sekunde länger und wählt mit zitternden Fingern die 110...

Noch in derselben Nacht überstürzen sich auf der Baby-Intensivstation des Elisabeth-Krankenhauses die Ereignisse, als sich Marlons Zustand rapide verschlechtert! In den frühen Morgenstunden kommt eine schreckliche Wahrheit ans Licht, an der Marlons Mutter zu zerbrechen droht: Der Säugling leidet an einer aplastischen Anämie, und nur eine Knochenmarktransplantation könnte ihn noch retten...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 14.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732501984
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 640 kBytes
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Notärztin Andrea Bergen - Folge 1258

Natascha Hain hievte vorsichtig die Babyschale aus dem Wagen. Marlon war endlich eingeschlafen, und sie wollte ihn nicht wecken. Er hatte letzte Nacht viel geweint, und deshalb hatte auch sie kein Auge zugetan. Marlon war ein halbes Jahr alt, vielleicht zahnte er und war deshalb so unleidlich.

Ein Cappuccino bei Marco im Laden würde ihr guttun. Natascha freute sich auf ihn, er war am Wochenende in London auf einer Möbelmesse gewesen und erst heute Vormittag zurückgekehrt.

Sie trat in das Einrichtungsgeschäft. Wie so oft war kein Kunde im Laden. Auch Marco war nicht zu sehen. Seit vier Jahren verkaufte ihr Lebenspartner Marco Kießling erlesene Accessoires für den gehobenen Wohnbedarf. Oder versuchte es zumindest, denn leider waren nur wenige Kunden an seiner ausgefallenen und teuren Deko interessiert.

Natascha stellte die Babyschale hinter dem Verkaufstresen ab und ging nach hinten ins Lager. Der Raum war dunkel. Plötzlich hörte Natascha ein Geräusch. Es kam aus dem Büro. Die Tür war nur angelehnt. Deutlich war heftiges Atmen zu hören, dem ein Stöhnen folgte.

Natascha erstarrte. Sie dachte kurz an Einbrecher. Wieder stöhnte jemand. Es kam von einer Frau. Nataschas Herz pochte, ihre Knie zitterten plötzlich. Sie nahm all ihren Mut zusammen, schlich zum Büro und blickte durch den Türspalt.

Ihr stockte der Atem.

Vor ihr stand ein Paar, eng umschlungen. Eine Frauenhand steckte in der Hose des Mannes, er knetete die Brüste unter ihrer Bluse. Ihre Köpfe bewegten sich heftig, sie schienen sich beim Küssen förmlich verschlingen zu wollen.

Natascha registrierte, dass es Marco war, der Trixi, seine Aushilfe, küsste. Die Frau, die stundenweise im Laden aushalf, die auf die Kinder aufpasste, während Natascha im Laden arbeitete, und die mit ihm zu den Möbelmessen flog.

Es war, als beobachtete Natascha eine Fernsehszene. Erst als Marco laut stöhnte, explodierte die Erkenntnis in Nataschas Kopf.

Im gleichen Augenblick gaben ihre Knie nach. Sie musste sich am Türrahmen festhalten. Natascha beobachtete, wie Marco Trixis Hand aus seiner Hose zerrte und die Tür aufstieß.

"Natascha", stammelte er, sichtlich entsetzt. "Was machst du denn hier?"

Sie brachte kein Wort heraus. Tränen schossen ihr in die Augen. Trixi schob hastig ihren Rock herunter und zog ihre dünne, weiße Bluse glatt. Ohne ein Wort schob sie sich an Natascha vorbei, den Blick auf den Boden geheftet. Ihre spitzen Absätze klackerten über den Marmorboden, als sie zur Tür ging.

Verlegen biss Marco sich auf die Lippen und starrte vor sich hin.

Natascha holte Luft. "Hast du mir nichts zu sagen?" Ihre Stimme war brüchig.

Aufgebracht ging Marco zum Schreibtisch, ein teures Designermodell mit Lackkratzern, und schob ein paar Prospekte ineinander.

"Was willst du hören?", sagte er aufgebracht. "Dass ich mit Trixi ein Verhältnis habe? Du glaubst mir ja doch nicht, dass es nur Spaß war. Sie ist nicht wichtig. Genauso wenig wie die anderen Frauen." Er stemmte die Hände in die Seiten. "Du bist mir wichtig, aber mit dir kann ich keinen Spaß haben. Du bist entweder müde, krank oder hast keine Zeit. Hast du dir eigentlich mal Gedanken darüber gemacht, wie es mir damit geht, wenn du mich immer abweist?"

Natascha konnte seinen Worten kaum folgen.

"Was willst du damit sagen?", fragte sie verwirrt. "Dass ich schuld bin, wenn du eine andere Frau küsst?"

Er wich ihrem Blick aus. "Wenn zwischen uns alles in Ordnung wäre, würde so etwas nicht passieren. Das ist doch logisch."

"Marco, du hast mir versprochen, dass so etwas nie wieder vorkommt", sagte sie mühsam beherrscht zu ihm. "Nur deshalb habe ich mich wieder auf dich eingelassen. Jetzt hast du erneut ein Verhältnis mit einer Aushilfe. Damals habe ich dir gesagt, dass ich Schluss mache, wenn das noch einmal vorkommt."

"Das meinst du doch nicht ernst." Er grinste schief.

"Wie soll ich dir denn noc

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