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Nur dich habe ich immer geliebt von Ambrose, Elissa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.01.2016
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Nur dich habe ich immer geliebt

Ist es wahr? In Neuseeland erreicht Carter Prescott die Nachricht, dass die wundervolle Nacht mit Becky etwas nach sich gezogen habe. Aber was? Er muss seine große Jugendliebe wiedersehen, wieder in die Arme schließen. Diesmal für immer?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 17.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733772864
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 563 kBytes
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Nur dich habe ich immer geliebt

1. KAPITEL

"Na toll", empörte Becky sich. "Warum haben Sie Christina angeschrien? Jetzt sitzt sie im Vorratsraum und heult sich die Augen aus dem Kopf. Was Feingefühl ist, das wissen Sie wohl überhaupt nicht, oder?"

Der Besitzer von Merlin's Fine Diner zog die buschigen Augenbrauen finster zusammen und stützte sich auf die Theke. "Christina hat die Bestellung falsch ausgeführt", behauptete er gereizt. "Der Gast hat immer recht."

"Aber dieser Gast nicht. Er hat ein Schinken-Salat-Tomaten-Sandwich bestellt, aber ohne Schinken und mit extra Tomate. Und genau das hat er bekommen!"

"Ach ja? Wer bestellt schon ein Schinken-Salat-Tomaten-Sandwich ohne Schinken?"

"Ich zum Beispiel", antwortete Becky. "Allerdings bin ich noch nie auf die Idee gekommen, in dieser Kaschemme zu essen." Allein schon vom Fettgeruch bekam Becky ein flaues Gefühl im Magen. "Ich sehe nach Christina", entschied sie und schluckte schwer.

"Ihr seid doch alle gleich", schimpfte Merlin. "Ihr macht nur Ärger."

"Ihr? Wer?" Becky drehte sich blitzartig wieder um. "Was soll das denn heißen?"

"Ihr Vegetarier! Ihr bildet einen Geheimbund, und das ist unamerikanisch! Geradezu subversiv! Und Sie arbeiten jetzt weiter!"

"Sie kennen nur Arbeit und haben kein Herz. Christina weint, und Sie denken an Arbeit! Was sind Sie für ein Mensch?"

"Ich sage Ihnen, was ich für ein Mensch bin!" Merlin reckte drohend den Zeigefinger in die Luft. "Ich bin ein Mensch, der im Geschäft bleiben will und keinen Widerspruch von einer Angestellten duldet. Es reicht, Rebecca. Wollte ich eine Köchin haben, die ständig an mir herumnörgelt, hätte ich meine Frau eingestellt. Sie sind gefeuert! Ab sofort koche ich wieder selbst."

Großartig gelaufen, dachte Becky, nachdem sie sich von Christina verabschiedet hatte. Wieder mal arbeitslos, und wofür?

Silberglöckchen klingelten, als sie die Tür des Diners öffnete und die kalte Dezemberluft ihr entgegenschlug. Sie zog den Schal bis übers Kinn hoch und trat ins Freie.

Es war nicht ihre Schuld, dass sie keine Stelle länger halten konnte. Sie hatte eben noch nicht ihren Platz in der Welt gefunden. Allerdings dachte sie nicht über Arbeitslosigkeit oder Wetter nach, während sie sich enger in die Jacke hüllte. Viel wichtiger war das, was sie ihrer Familie beim Abendessen beichten wollte.

Aufschieben brachte nichts, weil es früher oder später ohnedies an den Tag gekommen wäre. Da konnte sie auch die Katze aus dem Sack lassen, wenn die ganze Familie versammelt war - die ganze Mischpoke, wie Bubbe sagte.

Noch nie hatte ein Familienmitglied am Freitagabend zum Essen bei Ma gefehlt. Als Entschuldigung hätte nur gegolten, dass man von einem Lastwagen überfahren worden war oder gerade ein Kind bekam. In der Zeit ihrer Ehe war Becky jeden Freitag von New York mit dem Zug nach Middlewood gefahren, allerdings immer allein. Ihr Mann Jordan war stets entschuldigt gewesen, weil er schon fast Arzt war. Und laut Beckys Mutter galten für Ärzte eigene Regeln.

Becky malte sich aus, wie sie heute Abend mit der Neuigkeit herausrücken würde. Auf dem Tisch stand Mutters liebste Kristallvase mit einem gekauften Strauß. Vater klagte, die Blumen wären bei Weitem nicht so schön wie die Rosen, die er im Sommer im Garten züchtete. Mutter verdrehte die Augen.

"Gib mir bitte die Knisches ", würde Becky ihren Bruder David bitten. "Ach ja, Ma, ich habe heute meine Stelle verloren. Und übrigens, ich bin im dritten Monat schwanger."

"Schon wieder arbeitslos?", würde ihre Mutter höchstwahrscheinlich fragen. Gertie Roth hörte stets nur, womit sie ohnehin rechnete, und sie rechnete bestimmt nicht damit, ihre geschiedene Tochter könnte schwanger sein. Und weil sie nie nachrechnete, würde sie erst recht nicht hören wollen, dass ihr ehemaliger Schwiegersohn Dr. Jordan Steinberg nicht der Vater war.

Becky geriet ins Schwanken. Vielleicht

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