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Nur ein Hauch von Liebe von Cartland, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.01.2016
  • Verlag: Barbara Cartland Ebooks ltd
eBook (ePUB)
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Nur ein Hauch von Liebe

Als Tamaras Schwester und ihr Schwager bei einem Bootsunglück ums Leben kommen, fühlt sie sich für deren drei Kinder verantwortlich. Doch ohne Geld und als kontroverse Romanschriftstellerin kann sie die Kinder ohne großen Skandal nicht versorgen. Also zieht sie mit ihnen weg aus dem heimatlichen Cornwall in das Anwesen ihres gesetzlichen Vormunds, dem Herzog von Granchester - als Gouvernante verkleidet. Der zynische Herzog zeigt anfangs wenig Interesse an den Kindern seines Bruders. Kann Tamara sein Herz erwärmen trotz ihres Romans, der den Herzog bloß stellt?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 198
    Erscheinungsdatum: 14.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9781782137917
    Verlag: Barbara Cartland Ebooks ltd
    Größe: 748 kBytes
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Nur ein Hauch von Liebe

1820

"Miss Selincourt, ich habe leider sehr schlechte Nachrichten für Sie."

"Wirklich?"

"Ich versichere Ihnen, ich habe alles menschenmögliche getan und in vielen schlaflosen Nächten überlegt, wie ich Ihnen helfen könnte, aber es ist hoffnungslos."

Mr. Lawson, der älteste Partner der Anwaltskanzlei Lawson, Cresey und Houghton, sprach mit sehr ernster Stimme.

Das Mädchen, das ihm gegenüber am Schreibtisch saß, stieß einen Seufzer aus. Die Augen in dem ovalen Gesicht waren groß und voll Sorge.

"Steht es denn wirklich so schlecht?" fragte es."

Mr. Lawson nickte. "Ja", sagte er.

Der grauhaarige Mann, der an die fünfzig sein mochte, setzte die Brille auf, nahm ein Schriftstück zur Hand und las es noch einmal durch, als hoffte er, etwas zu entdecken, was ihm bisher entgangen war.

Nach einer Weile legte er das Schriftstück wieder zur Seite.

"Ich habe Lord Ronald, Ihren Schwager, sehr verehrt, Miss Selincourt", fuhr er fort. "Wie Sie wissen, war ich seit Jahren mit ihm befreundet."

Tamara Selincourt nickte.

"Ich habe ihn wiederholt gebeten, Vorkehrungen für den Fall seines Ablebens zu treffen, aber er hat mich jedes Mal bloß ausgelacht."

"Aber wer denkt schon an den Tod?" fragte Tamara. "Er war schließlich erst dreiunddreißig Jahre alt und meine Schwester lediglich sechs Monate jünger als er."

"Dreiunddreißig", wiederholte Mr. Lawson. "Sie haben recht, Miss Selincourt. Mit dreiunddreißig Jahren denkt man noch nicht an den Tod."

"Außerdem galt das neue Boot als besonders seetüchtig", sagte Tamara. "Es hat ja auch sehr viel Geld gekostet."

"Allerdings", entgegnete Mr. Lawson. "Und es muß noch bezahlt werden."

"Ronald hatte gehofft, mit dem Boot etwas Geld verdienen zu können. Er wollte Fracht aufnehmen und sie von Hafen zu Hafen befördern." Tamara stieß ein kleines Lachen aus. "Aber das war natürlich Unsinn - das wissen Sie so gut wie ich. Ronald und meine Schwester haben das Meer geliebt. Wenn sie ins Blaue hinein segeln konnten, war es für sie das höchste Glück." Tamara schüttelte verzweifelt den Kopf. "Und was wird jetzt aus den Kindern?"

"Sie sind meine größte Sorge", antwortete Mr. Lawson. "Sandor ist schließlich fast zwölf Jahre und müßte bald auf eine Schule geschickt werden."

"Er ist ein sehr gescheiter, aufgeweckter Junge", erklärte Tamara. "Die Kinder sind alle außergewöhnlich intelligent, was einen allerdings nicht wundert, wenn man bedenkt, was für ein hochgebildeter und kluger Mensch mein Vater gewesen ist."

"Ich habe schon immer bedauert, daß ich nie das Vergnügen hatte, ihn kennenzulernen", sagte Mr. Lawson.

"Er war ein Genie", berichtete Tamara. "Seine Bücher haben zwar nie sonderlich viel Geld eingebracht, aber es gibt keine Universitätsbibliothek, in der sie nicht vorhanden sind."

Mr. Lawson nickte.

"Sandor hat die Intelligenz seines Großvaters geerbt - davon bin ich überzeugt - und deshalb muß er die entsprechende Erziehung und Ausbildung bekommen. Und dafür steht uns nur ein Weg offen."

"Nämlich?"

Tamara sah den Anwalt fragend an, und dieser mußte wieder einmal denken, daß er selten ein lieblicheres, anmutigeres Mädchen gesehen hatte.

Es war von einer Schönheit, die man in der Provinz einfach nicht erwartete.

Sie ist wie eine exotische Orchidee, dachte er und fragte sich, wie viele junge Männer dasselbe denken würden, wenn sie Tamara Selincourt sehen könnten.

Tamara sah alles andere als Englisch aus.

Volles, kastanienrotes Haar rahmte das makellose Gesicht ein. Ihre Haut war blaß und durchsichtig, die Augen so dunkel, daß sie fast violett wirkten. Trotz des südländischen Äußeren hatte Tamara Selincourt etwas sehr Junges und Unschuldiges an sich.

"Wie alt sind Sie eigentlich, Miss Selincourt?" fragte Mr. Lawson plötzlich.

Tamara lächelte.

"Ich denke, das fragt man eine Dame nic

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