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Nur noch ein bisschen Glück Es ist der falsche Mann, die falsche Zeit, der falsche Ort. Warum nur fühlt es sich dann so richtig an? von Ahrnstedt, Simona (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.07.2020
  • Verlag: Forever
eBook (ePUB)
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Nur noch ein bisschen Glück

Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte über eine Frau auf der Suche nach sich selbst und einen magisch schönen Ort Das Großstadtmädchen Stella ist auf dem Land gestrandet - im idyllischen südschwedischen Städtchen Laholm. Innerhalb eines Tages hat sie ihren Job und ihre Wohnung verloren und herausgefunden, dass ihr Verlobter sie betrügt. Nachdem sie sich betrunken, die Augen ausgeheult und ihren Ex gestalkt hat, begreift sie, dass sie einen neuen Plan braucht. Im kleinen, roten Holzhaus, das einst ihren Großeltern gehörte, will sie sich neu sortieren. Umgeben von verrückten Ziegen, schmollenden Teenies und einem attraktiven Biobauern, der überraschend gut küssen kann, gewöhnt sie sich schneller an das Leben auf dem Land, als ihr lieb ist. Denn eigentlich will sie nur eins: nach New York. Doch was, wenn das Leben andere Pläne hat? Simona Ahrnstedt kam 1967 in Prag zur Welt und zog als Kind mit ihren Eltern nach Schweden. Sie ist Psychologin und Verhaltenstherapeutin. Ihre Romane stehen in Schweden regelmäßig an der Spitze der Bestsellerliste. Sie wird die skandinavische Queen of Romance genannt. Sie ist die erste schwedische Liebesromanautorin, deren Romane ins Englische übersetzt und in den USA erscheinen werden. Simona Ahrnstedt lebt mit zwei Teenies in der Nähe von Stockholm.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 13.07.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958185760
    Verlag: Forever
    Originaltitel: Bara lite till
    Größe: 2722 kBytes
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Nur noch ein bisschen Glück

~ 2 ~

Der Hahn krähte aus vollem Hals. Ein Lärm, der bis in Thor Nordströms Träume vordrang. Während der Hahn krakeelte, stand Thor auf, steckte den Kopf aus dem offenen Fenster und rief: "Es reicht jetzt!"

Der Lärm brach ab, aber man konnte förmlich hören, wie der Hahn Anlauf nahm, um zur Antwort noch lauter zu krähen. Thor zog seine Sachen an: ausgewaschene Arbeitshosen, weißes T-Shirt und ein altes kariertes Hemd, und ging in die Küche hinunter, um den ersten Kaffee des Tages aufzusetzen und wach zu werden.

Die Sonne schien durch das Küchenfenster. Das eiskalte Wasser des Lagan glitzerte durch die Bäume, und die Hügel leuchteten in sattem Grün. Auf dem Hof war die Frühjahrsbestellung in vollem Gange, und ihm stand ein langer Arbeitstag bevor.

Er öffnete die Tür, und seine beiden Hunde stürmten hinaus.

"Alles in Ordnung?", fragte er Nessie, als sie von ihrer Kontrollrunde zurückkam.

Der schwarz-weiße Border Collie wedelte mit dem Schwanz. Nessie war ein Hütehund und klüger als die meisten Menschen, die Thor kannte. Er kraulte sie hinter den Ohren, als Pumba, der dicke gelbe Labradorwelpe, in die Küche tapste, immer in Nessies Kielwasser und immer auf der Suche nach etwas Essbarem. Futter war das Beste, was Pumba kannte, und sein Bäuchlein war schon jetzt bemerkenswert prall.

Nachdem Thor beide Hunde gefüttert, eine Tasse Kaffee getrunken und den Rest in eine Thermoskanne umgefüllt hatte, war er so weit.

"Kommt, wir drehen eine Runde", sagte er.

Nessie preschte aus der Tür, und Pumba wackelte hinterher, so schnell ihn seine kurzen Beine trugen.

Zu dieser Jahreszeit arbeitete Thor vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Sein großer Hof umfasste Weiden, Felder, Äcker und Wäldchen, bei deren Bewirtschaftung er zwar Hilfe hatte, aber selbst die Hauptverantwortung trug. Er baute Getreide, Gemüse und Obst an und hielt Tiere.

Als Erstes ließ er die Hühner aus dem Stall. Der stimmgewaltige Hahn warf sich in die Brust, überzeugt, dass er auf dem Hof das Sagen hatte. Thors Hühner lebten in einer strengen Hierarchie, weshalb die Hähne einander bekämpften, wann immer sich die Gelegenheit bot. Die Hühner begannen zu picken, während die Hähne Wache hielten.

Die sechs weißen Fjällrinder warteten bereits vor dem Stall. Thor holte sie herein, säuberte ihre Euter und melkte sie. Er produzierte genug Milch für den Eigenbedarf und machte darüber hinaus Käse, den er verkaufte. Sein "Feuerkäse" war beliebt - eine schwedische Variante des Halloumi, die sich perfekt zum Grillen eignete. Danach ließ er die Kühe wieder auf die Weide und ging eine Runde über seine Ländereien, um sich zu vergewissern, dass während der Nacht nichts passiert war. Auf einem Hof dieser Größe gab es immer viel zu tun, und kein Tag glich dem anderen. Immer musste irgendwo etwas repariert, transportiert oder gegraben werden, aber das gefiel ihm, weil er sich gern körperlich anstrengte. Vielleicht bewahrte ihn das vor dem Nachdenken, überlegte er, während er einen Zaun kontrollierte, der ausgebessert werden musste.

Aus alter Gewohnheit ging er einen Schlenker zu der Magnolie, die vor vielen Jahren gepflanzt worden war. Sie war zwar nicht tot, aber in all den Jahren, die der Baum hier schon stand, hatte er nie geblüht, nicht einmal eine Knospe gebildet, nur hellgrüne Blätter und dürre Äste.

Ich sollte sie fällen, dachte er, wie schon tausendmal zuvor. Aber er brachte es einfach nicht fertig.

"Kommt", rief er stattdessen die Hunde, die angerannt kamen.

Zusammen liefen sie durch den Garten, wo die Obstbäume sich in unterschiedlichen Stadien der Blüte befanden. Äpfel, Birnen, Kirschen und exotischere Arten: Aprikosen und Mandeln an einem sonnigen, geschützten Platz. Ein Habicht segelte am Himmel und verscheuchte kurzzeitig kleine Singvögel und andere Beutetiere. Bachstelzen und Lerchen suchten nach Insekten, und auf dem Teich hatte sich ein geräuschvol

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