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Olga, Star der Parkschule von Fischer, Marie L. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.04.2017
  • Verlag: Saga Egmont
eBook (ePUB)
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Olga, Star der Parkschule

Die Freundinnen Olga und ihre Freundinnen besuchen das nahe Kino. Was gibt es Schöneres als mit den Freundinnen im Kino zu tuscheln! Das stört aber massiv einen Herrn mit Bart. Die Mädchen sind sich einig: Wenn der Herr mit dem Bart ein ruhiges Publikum verlangt, soll er nicht die Nachmittagsvorstellung besuchen. Auf seine Bemerkungen reagieren sie patzig. Das aber kostet Silvy ihre Stellung als Klassensprecherin, denn der Bärtige erscheint am nächsten Tag als neuer Klassenlehrer. Und als Olga sich zur Klassensprecherin wählen lässt, merkt sie schnell, dass das kein Zuckerschlecken wird. Doch im Leben kommt oft noch eine weitere Chance, die Dinge zum Guten zu drehen. Ob die Mädchen sie nutzen können? Marie Louise Fischer wurde 1922 in Düsseldorf geboren. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Lektorin bei der Prag-Film. Da sie die Goldene Stadt nicht rechtzeitig verlassen konnte, wurde sie 1945 interniert und musste über eineinhalb Jahre Zwangsarbeit leisten. Mit dem Kriminalroman 'Zerfetzte Segel' hatte sie 1951 ihren ersten großen Erfolg. Von da an entwickelte sich Marie Louise Fischer zu einer überaus erfolgreichen Unterhaltungs- und Jugendschriftstellerin. Ihre über 100 Romane und Krimis und ihre mehr als 50 Kinder- und Jugendbücher wurden in 23 Sprachen übersetzt und erreichten allein in Deutschland eine Gesamtauflage von über 70 Millionen Exemplaren. 82-jährig verstarb die beliebte Schriftstellerin am 2. April 2005 in Prien am Chiemsee.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Erscheinungsdatum: 18.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788711719534
    Verlag: Saga Egmont
    Größe: 1249 kBytes
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Olga, Star der Parkschule

Pech auf der ganzen Linie

Eine ganze Woche lang hatte Olga Helwig sich auf den Samstag gefreut. Aber nun, als er endlich da war, wurde er eine große Enttäuschung.

Es war ein verkaufsoffener Samstag, und Olga hatte gehofft, die Mutter oder den Vater überreden zu können: Sie sollten mit ihr in die Innenstadt fahren und ihr die schicke lange Lederhose kaufen, die sie sich schon seit langem gewünscht hatte.

Aber sie war mit ihrem Wunsch auf taube Ohren gestoßen. Um Geld ging es dabei gar nicht, denn die Großmutter hatte ihr fünfzig Mark geschickt. Wenn sie dazu ihre gesamten Ersparnisse zusammenkratzte, würde es reichen, ohne daß die Eltern in ihr Portemonnaie greifen müßten. Nein, daran hatte es also nicht gelegen; aber wieder einmal hatte niemand Zeit oder Verständnis für sie.

Olga schmollte.

Sie lümmelte sich im bequemsten Sessel vor dem Fernseher, die Beine weit von sich gestreckt, und futterte Kirschen, die sie aus der Küche gemopst hatte. Das Programm interessierte sie überhaupt nicht; es war ein Kasperlspiel für die Allerkleinsten, und Olga konnte über die dummen Späße nicht einmal eine Miene verziehen. Sie starrte auf die Mattscheibe, weil sie nichts Besseres mit sich anzufangen wußte. Dabei käute sie zum x-tenmal innerlich das große Unrecht wieder, das ihr angetan wurde.

Die Mutter hatte gesagt: "Ausgerechnet am Samstag soll ich mit dir einkaufen gehen? Was für eine Idee!"

Dabei stand sie jetzt in der Küche und backte einen Kirschkuchen für Sonntag. Als ob das nötig gewesen wäre! Sie hätte genausogut mit ihr einkaufen und einen fertigen Kuchen besorgen können!

"Am Wochenende kriegen mich keine zehn Pferde in die Stadt", waren Vaters Worte gewesen, "da bleibe ich zu Hause und mache es mir gemütlich!"

Und jetzt war er dabei, vor der Garage sein Auto zu waschen - als wenn das gemütlich wäre!

Natürlich hätten sich die Eltern gefreut - und das wußte Olga -, wenn sie geholfen und ihnen Gesellschaft geleistet hätte. Aber schuftet man dafür eine ganze Woche in der Schule, um auch noch am Samstag zu arbeiten? Olga jedenfalls wollte das nicht.

Sie war echt zornig. Es tat ihr gut, die Kirschkerne in hohem Bogen quer durchs Zimmer in Richtung Papierkorb zu spucken - traf sie, war es eine kleine Genugtuung; traf sie nicht, war es ihr auch egal. Sollten die anderen sich ruhig darüber ärgern. Mehr als ausschimpfen konnte man sie nicht, und wahrscheinlich würden die Eltern so etwas eher ihren Brüdern zutrauen als ihr.

Denen geschähe es gerade recht!

Wenn Olga nur an Hartmut und Ulrich dachte, stieg ihr eine heiße Welle des Zorns bis in die Wurzeln ihres leuchtendroten Haares. Jungen an sich waren ja nicht unbedingt übel; aber solche Brüder zu haben, das kostete Nerven!

"Du und eine Hose im Safari-Look?" hatte Ulrich, der jüngere der Brüder, spöttisch gefragt. "Du hast 'nen Geschmack wie ein kaputter Eimer. Hellbraun paßt doch überhaupt nicht zu deinem Kupferrot!"

"Sehr richtig", war Hartmuts Kommentar, "das würde sich beißen wie verrückt. Entweder mußt du die Hose einfärben oder dein Haar!" Und beide hatten sich ausgeschüttet vor Lachen, diese gemeinen Flegel!

Olga spuckte einen Kern auf das Foto ihrer Brüder, das in einem silbernen Rahmen auf dem Plattenschrank stand, und traf genau auf die Glasscheibe. Klick, machte es. Der Kern prallte ab, fiel zu Boden, auf dem Bild blieb ein kleiner Fleck. Gut so!

Aber die Freude dauerte nur kurz, dann nahm Olgas Verbitterung wieder überhand.

Da saß sie nun am heißersehnten Samstag im halbdunklen Zimmer vor dem Fernseher und mußte sich ein Spiel für Wikkelkinder ansehen. Aber was blieb ihr denn anderes übrig? Alle ihre Bücher hatte sie schon mindestens ein dutzendmal gelesen, und überhaupt hatte sie jetzt zu nichts mehr Lust. Wenn doch wenigstens eine ihrer Freundinnen kommen und sie erlösen würde!

Gerade als Olga mit ihren Gedanken soweit war, klingelte

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