text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Oliver Get Naked von Xander, Alec (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.11.2018
  • Verlag: X-Scandal Books
eBook (ePUB)
2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Oliver

Oliver hat ein eine große Leidenschaft, die er krampfhaft versucht geheim zu halten. Von seiner lukrativen Freizeitbeschäftigung sollen vor allem seine Mutter und seine Freunde nichts erfahren. Mit dem Einzug des neuen Nachbarn, kommt es allerdings zu einer großen Wendung im Leben des Twinks. 'Get Naked' ist der erste Band aus der neuen Reihe 'Bad Boys.' In den Kurzgeschichten erzählen schwule Jungs aus ihrem unanständigen Leben. Als Schriftsteller hat Alec es sich zur Aufgabe gemacht, seine Leser zu unterhalten. Er möchte sie nachdenklich stimmen, zum Lachen und manchmal auch an ihre Grenzen bringen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 09.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783965442528
    Verlag: X-Scandal Books
    Größe: 1031 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Oliver

1. Kapitel

Wie so oft hatte der Wecker mich nicht aus meinen Träumen reißen können - dafür meine Mutter. Sie hätte locker bei der Bundeswehr arbeiten und den Weckruf übernehmen können, doch stattdessen arbeitete sie in einem Callcenter. Mamas genervtes Stöhnen schien wahrhaftig aus allen Ecken gleichzeitig zu kommen. Vielleicht hatte ich aber auch am Abend nur einen Joint zu viel geraucht. Das Kissen über den Kopf zu drücken, brachte leider nicht wirklich viel, denn Muddern zog mir die Decke weg und riss die rotfarbenen Seidentücher zur Seite, die ich provisorisch als Vorhänge nutzte.

"Olli! Aufstehen jetzt!" Hätte ich auf dem Rücken gelegen, wäre Mutter beim Anblick meiner morgendlichen Latte vermutlich wieder in eine Art Schockstarre gefallen. Hochrot wäre sie angelaufen, hätte folglich gekichert und amüsiert gefragt, ob ich einen feuchten Traum gehabt hätte. Als sie aus meinem Zimmer hastete, fluchte sie noch über meine Unfähigkeit, morgens nicht pünktlich aus dem Bett zu kommen. Mit meinen siebzehn Jahren solle ich gefälligst mehr Verantwortung für mein Leben übernehmen und so 'n Zeugs, das halt nur Erwachsene von sich geben können.

"Olli!"

Gähnend streckte ich meine Gliedmaßen, setzte mich augenreibend auf und bemerkte, dass meine Klöten aus der Brief geflutscht waren. Die wenigen Haaren am Sack störten mich und so beschloss ich, mir im Bad die Eier zu rasieren. Danach gönnte ich mir eine wohltuende, heiße Dusche und zupfte mir die Augenbrauen. Sicherlich nahm das ganze Prozedere etwas Zeit in Anspruch, aber die hielt ich für angemessen. Leider sah meine Alte dies ein wenig anders. Keine Ahnung, warum sie morgens andauernd so gestresst ist. Ihrer Meinung nach muss alles immer zügig vonstattengehen. Dass ich das ein wenig anders sehe, hatte sie noch nie verstehen können, aber das ist mir ziemlich egal. Hektik ist nichts für mich und wird es auch nie sein. Manchmal wünschte ich, Mutter und viele andere Menschen würden sich ein Beispiel an mir nehmen. Gechillt in den Tag starten, kein Stress, alles easy.

Mit dem Rucksack in der Hand ging ich die Spindeltreppe hinunter und betrat die Küche, wo meine kleine Schwester Sabrina in ihrem Kinderstuhl neben Muddern am Esstisch saß und betete. Ja, meine Mutter ist sehr gläubig - zumindest bei manchen Sachen. Sie spricht jeden Morgen zu Gott und dankt ihm unter anderem für den unterbezahlten Job, was ich ehrlich gesagt ziemlich absurd finde. Ich bete schon seit Langem nicht mehr, was Mama natürlich nicht wirklich passt. Als sie den Grund erfuhr, warum ich Gott den Rücken zugekehrt habe, konnte sie nur verständnislos mit dem Kopf schütteln und mir eine Woche Hausarrest aufs Auge drücken. Wenn sie gewusst hätte, dass dies eigentlich keine Bestrafung, sondern ehr eine Belohnung war, dass ich nach der Schule den ganzen Tag über zocken konnte, hätte sie sich wahrscheinlich schnell etwas anderes ausgedacht, um mich zu bestrafen. Nicht, dass meine Mom eine total bösartige Person war, aber manchmal übertrieb sie es halt. Jedenfalls seitdem ich herausgefunden habe, dass Gott sich auf Schafott reimt, glaube ich nicht mehr an den allmächtigen Herrn. Ich meine, denkt mal drüber nach. Das Wort Gott reimt sich tatsächlich auf Schafott. Eindeutiger geht's doch wirklich nicht mehr.

Mutterherz endete ihr Gebet und sah zu mir auf. "Jetzt aber schnell!" Und schon war sie aufgesprungen, um mal wieder irgendetwas in der Wohnung zu suchen.

"Morgen", begrüßte ich mein Schwesterchen mit einem Bussi auf die Wange. Sie kicherte und klatschte erfreut in die Hände. Ja, Sabrina freute sich tierisch darüber, nach zwei langen Tagen wieder in den Kindergarten gehen zu können. Manchmal glaube ich, dass sie lieber dort leben würde als bei uns.

"Hast du deine Hausaufgaben gemacht?", fragte Muddern, während sie am Türrahmen stand und sich die Schuhe anzog.

"Natürlich", schwindelte ich beim Schmieren eines Marmeladenbr

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen