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Olivia Brooks Der Cellist von Menzel, Marlene (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Olivia Brooks

Musiklehrer Daniel wird Zeuge einer Brandstiftung. Das Schlechte daran: Er ist blind und kann der Polizei keine genaue Beschreibung der Täter geben. In den Flammen werden zu allem Übel menschliche Überreste gefunden. Wollte hier jemand einen Mord vertuschen und ließ das Haus deshalb in Flammen aufgehen? Olivia Brooks und ihr Kollege Frederic Winston nehmen sich dem Fall und Daniel an, der mehr zu wissen scheint, als er selbst ahnt. Eine brutale Warnung für ihn macht den beiden Ermittlern endgültig klar, dass es hier um mehr geht als einen einzelnen Toten. Marlene Menzel wurde 1992 in Berlin geboren und besuchte bis 2011 das Gymnasium der Katholischen Schule Salvator. Nach dem Abitur arbeitete sie als Kauffrau im Einzelhandel und veröffentlichte mehrere Kriminalgeschichten. 2012 hat sie eine Ausbildung zur Medientechnologin Druck absolviert und arbeitet seitdem in diesem Beruf. 2014 erschien ihr Debütroman, der Thriller 'Tod der Angst', den sie im Zuge der Leipziger Buchmesse 2014 vorstellte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 150
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742790378
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 637 kBytes
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Olivia Brooks

Kapitel 2

Dr. Harold Stone setzte gerade die letzten Worte in eine Tabelle an der Tafel links der Tür, als die Kommissare den Raum betraten.

Sofort überkam Olivia ein Schauer. Immer, wenn sie sich in diesem kühlen, kaltherzigen Raum mit den sterilen Wänden, den Menschen in grünen Kitteln und den blassen Körpern auf den zahlreichen fahrbaren Tischen befand, wurde sie an das letzte Bild erinnert, das sie von ihrer Schwester Ellen hatte. Eine grün und blau geprügelte junge Frau, die sich auf den falschen Mann eingelassen hatte, und in einer Blutlache zu Olivias Füßen aufgefunden worden war. Damals fühlte sie sich so verlassen wie nie zuvor in ihrem Leben. Und auch nie mehr danach. Sie hoffte, so selten wie möglich hierher zu kommen, was sich als Kommissarin bei der Mordkommission jedoch nur schwer vermeiden ließ.

Winston musste ihre Angespanntheit bemerkt haben, denn er studierte sie kurz aus seinen dunkelgrauen Augen und legte anschließend unauffällig, aber beruhigend eine Hand an ihren Rücken. Tatsächlich löste sich der Knoten in ihrem Hals und sie begrüßten im Anschluss gemeinsam den Arzt.

"Könnten Sie uns bitte die wichtigsten Punkte schnell zusammenfassen?", erfragte Olivias Kollege ernst. Es war nicht seine Art, zu viele freundliche Worte mit Kollegen zu wechseln. Für seine Verhältnisse riss er sich sogar noch zusammen. "Wir haben leider nicht viel Zeit und müssen bald am Tatort erscheinen."

"Immer schön mit der Ruhe, Winston", erwiderte Stone gelassen. Er kannte die Art seines Gegenübers nur zu gut. Jeder tat das. "Ich werde mich kurzfassen."

Er trat hinüber zur Tafel, las das, was er soeben noch geschrieben hatte, wandte sich wieder den beiden Kommissaren zu und seufzte niedergeschlagen.

"Es ist nicht schön, Brandopfer zu untersuchen, das kann ich Ihnen sagen", begann er und führte sie zu einem der Tische. Unter dem Tuch vermutete Olivia die Leiche und musste schlucken. Sie hatte schon einiges erlebt und gesehen, aber der Arzt hatte recht. Es war definitiv nicht schön. Fast so schlimm wie aufgeblähte Wasserleichen beschauen zu dürfen. "Ich erspare Ihnen am besten den Blick auf ihn und erläutere direkt, was ich herausgefunden habe."

"Das wäre nett", kam Olivia Winston zuvor, der bereits zum Wort ansetzen wollte, und lächelte ihm entschuldigend entgegen.

Sofort verzog sich sein Mundwinkel zu dem für ihn typischen schrägen Grinsen. Seine grauschwarzen Haare standen wieder mal wild von seinem Kopf ab. Olivia liebte diese durchwuschelte Haarpracht. Sie vergrub ihre Finger gerne darin, wenn er auf ihr lag. Sofort meldete sich ihr pochendes Herz, weil sie nur daran dachte. Stones Stimme holte sie in die Gegenwart zurück.

"Es handelt sich um einen Mann Anfang oder Mitte vierzig. An den Knochenresten kann man erkennen, dass er sich mehrmals die Rippen gebrochen hat, bevor er durch einen Schuss in die Stirn starb."

"Wie alt sind die Brüche?", wollte Winston sofort wissen.

"Nicht sehr alt, ich würde sogar tippen, dass sie ihm kurz vor seinem Tod zugefügt wurden."

"Sie meinen also, der Täter hat ihn zuerst so zugerichtet und erst danach umgebracht?"

"Ganz sicher bin ich nicht, aber möglich ist es auf alle Fälle. Ich kann nur sagen, dass die Verletzungen relativ jung und heftig sind. Wahrscheinlich hat man ihn mit einer Eisenstange oder ähnlichem so zugerichtet. Fausthiebe allein können diese Art von Brüchen nicht verursacht haben."

"Was ist mit dem Einschussloch?", hakte Olivia interessiert nach.

"Kaliber bekommen Sie innerhalb der nächsten paar Tage geliefert. Durchmesser etwa Zeigefingerbreit. Der Schuss wurde wahrscheinlich aus nächster Nähe und von etwas weiter oben als das Opfer abgefeuert. Womöglich hat er vor seinem Mörder gekniet. "

"Eine Hinrichtung?", hakte Winston nach.

"Genau kann ich das noch nicht sagen. Die Kugel durchschlug den Schädel des armen Teufels und trat am Hi

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