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Onkel Toms Hütte - Mit den Illustrationen der Originalausgabe von Beecher-Stowe, Harriet (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2014
  • Verlag: AuraBooks eClassica
eBook (ePUB)
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Onkel Toms Hütte - Mit den Illustrationen der Originalausgabe

Harriet Beecher Stowe: Onkel Toms Hütte (Originaltitel: Uncle Tom's Cabin - Life Among the Lowly)
- Mit den original Illustrationen von Hammatt Billings aus der Erstausgabe von 1852
- Beide Teile des ursprünglich zweibändigen Werkes
- Neu editiert, voll verlinkt, und mit detailliertem Inhaltsverzeichnis
- Mit einem Vorwort des Herausgebers (05/2014)

"Nach dem sensationellen Erfolg von '12 Years a Slave' erlebt nun auch ein weit wirkmächtigerer Roman, der beinahe zeitgleich entstand, 'Onkel Toms Hütte' von Harriet Beecher Stowe, sein Revival."

Es gibt kaum ein Buch, das eine ähnliche politische Wirkung entfaltet hat, wie 'Onkel Toms Hütte', das von Harriet Beecher Stowe geschilderte Leben und Leiden eines schwarzen Sklaven im Amerika des beginnenden 19. Jahrhunderts.

Im Lichte betrachtet, waren die Verhältnisse der Sklaverei zu der Zeit, als das Buch erschien (1852) bereits längst überholt und eine Schande für eine vermeintlich aufgeklärte Nation. Die Sklaverei wurde aber in den Südstaaten der USA als eine Art Gewohnheitsrecht weiter betrieben - weil man es immer so gemacht hatte. Groß darüber nachzudenken, war nicht erwünscht. Starke Interessengruppen versuchten, die Sklaverei mit den absurdesten Argumenten zu rechtfertigen - gegen jede Logik, und gegen jede Menschlichkeit.

In dieser Situation wirkte 'Uncle Tom's Cabin' wie ein Befreiungsschlag. Über das Thema zu reden war nun plötzlich erlaubt, und heute würde man sagen "in". Wenig später räumte der amerikanische Bürgerkrieg, in dem die Südstaaten unterlagen, dann tatsächlich mit der Sklaverei auf.

eClassica - Die Buchreihe, die Klassiker neu belebt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 420
    Erscheinungsdatum: 01.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956901416
    Verlag: AuraBooks eClassica
    Übersetzt von: Übersetzung: Drugulin, Wilhelm Eduard
    Größe: 2788kBytes
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Onkel Toms Hütte - Mit den Illustrationen der Originalausgabe

Zweiter Band
Kapitel 19 – Vorboten

Zwei Tage später schieden Alfred St. Clare und Augustin voneinander; und Eva, welche sich durch die Gesellschaft ihres jungen Vetters zu Anstrengungen hatte fortreißen lassen, die über ihre Kräfte waren, wurde mit jedem Tage merklich kränker. St. Clare entschloß sich endlich, ärztliche Hilfe herbeizurufen, was er bisher immer vermieden hatte, weil es das Eingeständnis einer unwillkommenen Wahrheit war. Aber ein oder zwei Tage lang war Eva so unwohl, daß sie nicht ausgehen durfte, und der Arzt wurde gerufen.

Marie St. Clare hatte auf die allmählich abnehmende Gesundheit und Kraft des Kindes nicht acht gehabt, weil sie gerade ganz in das Studium von zwei oder drei neuen Krankheitsformen, deren Opfer sie zu sein glaubte, vertieft war. Es war Mariens erster Glaubenssatz, daß niemand so sehr als sie selbst leiden könnte; und deshalb wies sie stets mit wahrer Entrüstung jede Andeutung zurück, daß eine Person ihrer Umgebung krank sei. In einem solchen Falle war sie stets überzeugt, daß es nichts als Trägheit oder Mangel an Energie sei und daß die Leute bald den Unterschied sehen würden, wenn sie so viel gelitten hätten wie sie.

Miß Ophelia hatte mehrere Male versucht, ihre mütterlichen Besorgnisse über Eva zu erregen, aber vergebens.

"Ich sehe nicht, daß dem Kinde etwas fehlte", sagte sie dann wohl, "sie springt herum und spielt."

"Aber sie hat den Husten."

"Den Husten! Sie brauchen mir nicht von einem Husten zu sprechen. Ich habe von Jugend auf den Husten gehabt. Als ich so alt wie Eva war. glaubten sie, ich hätte die Auszehrung. Eine Nacht nach der andern mußte Mammy bei mir wachen. Ach, Evas Husten hat nichts zu bedeuten!"

"Aber sie wird schwach und hat einen kurzen Atem."

"Mein Gott, den habe ich schon seit Jahren, es ist nur ein Nervenleiden."

"Aber sie schwitzt so des Nachts!"

"Das tue ich schon seit zehn Jahren. Sehr oft sind des Nachts meine Sachen zum Auswringen naß. An meinem Nachtanzug ist kein trockner Faden, und die Bettücher muß Mammy zum Trocknen aufhängen! So arg schwitzt doch Eva gewiß nicht!"

Miß Ophelia schwieg für jetzt. Aber nun, wo Eva wirklich und sichtbar krank war und ein Arzt gerufen wurde, machte Marie plötzlich eine neue Wendung.

Sie wisse es, sagte sie, sie habe es immer gefühlt, daß sie bestimmt sei, die unglücklichste aller Mütter zu sein. Hier liege sie in ihrem Siechtum und müsse ihr einziges, geliebtes Kind vor ihren Augen ins Grab sinken sehen! Und Marie hielt auf dieses neue Unglück gestützt, Mammy jede Nacht wach und lärmte und schalt den ganzen Tag lang mit mehr Energie als je.

"Liebe Marie, sprich doch nicht so!" sagte St. Clare. "Du mußt nicht gleich so ganz und gar verzweifeln."

"Du kennst ein Mutterherz nicht, St. Clare! Du hast mich nie verstehen können! – Und verstehst mich auch jetzt nicht."

"Aber sprich nur nicht, als ob gar keine Hoffnung mehr vorhanden wäre!"

"Ich kann dabei nicht so gleichgültig bleiben wie du, St. Clare. Wenn du nichts fühlst, wenn dein einziges Kind in einem so beunruhigenden Zustande ist, so ist es bei mir freilich anders. Der Schlag ist zu schwer für mich, da ich ohnehin schon zu viel zu tragen habe."

"Es ist wahr", sagte St. Clare, "daß Eva sehr angegriffen ist, das wußte ich immer, und daß sie über ihre Kräfte gewachsen und daß ihr Zustand kritisch ist. Aber jetzt gerade ist sie nur

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