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Onkel Toms Hütte von Beecher-Stowe, Harriet (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.04.2015
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Onkel Toms Hütte

Harriett Beecher Stowe - Onkel Toms Hütte 'Onkel Toms Hütte' ist der bekannteste Roman der Autorin Harriett Beecher Stowe. 'Onkel Tom' ist ein Sklave und wird als Verwalter auf einen Landgut im Bundesstaat Kentucky eingesetzt. Seine Besitzer sind gut zu ihm, aber eines Tages müssen sie ihn aus Geldmangel verkaufen und so wird Tom von Frau und Kindern getrennt ... Für RUTHeBooks Klassiker lassen wir alte und schon lange vergriffene Werke als eBooks wieder auferstehen. Wir möchten Ihnen diese Bücher nahe bringen, Sie in eine andere Welt entführen. Manchmal geht das einher mit einer für unsere Ohren seltsam klingenden Sprache oder einer anderen Sicht auf die Dinge, so wie das eben zum Zeitpunkt des Verfassens vor 100 oder mehr Jahren "normal" war. Mit einer gehörigen Portion Neugier und einem gewissen Entdeckergeist werden Sie beim Stöbern in unseren RUTHeBooks Klassikern wunderbare Kleinode entdecken. Tauchen Sie mit uns ein in die spannende Welt vergangener Zeiten!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 16.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959231114
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 573 kBytes
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Onkel Toms Hütte

1. Kapitel - Ein Menschenfreund

Spät nachmittags an einem kalten Februartage saßen zwei Gentlemen in einem gut ausmöblierten Speisesaal in der Stadt P. in Kentucky bei ihrem Weine. Bediente waren nicht anwesend, und die beiden Herren schienen mit dicht aneinander gerückten Stühlen etwas mit großem Interesse zu besprechen.

Wir haben bisher, um nicht umständlich zu sein, gesagt, zwei Gentlemen. Eine der beiden Personen schien jedoch bei genauerer Prüfung strenggenommen nicht unter diese Kategorie zu gehören. Es war ein kleiner, untersetzter Mann mit groben, nichtssagenden Zügen und dem prahlerischen und anspruchsvollen Wesen, das einem Niedrigstehenden eigen ist, der sich in der Welt emporzuarbeiten versucht. Er war sehr herausgeputzt und trug eine grell bunte Weste, ein blaues Halstuch mit großen gelben Tupfen und zu einer renommistischen Schleife geschlungen, die zu dem ganzen Aussehen des Mannes vortrefflich paßte. Die großen und gemeinen Hände waren reichlich mit Ringen besteckt, und mit einer schweren, goldenen Uhrkette mit einem ganzen Bündel großer Petschafte von allen möglichen Farben pflegte er im Eifer der Unterhaltung mit offenbarem Behagen zu spielen und zu klappern. In seiner Rede bot er ungeniert und mutvoll der Grammatik Trotz und verbrämte sie in geeigneten Zwischenräumen mit passenden Flüchen, welche niederzuschreiben uns selbst nicht der Wunsch, graphisch zu sein, vermögen wird.

Der andere, Mr. Shelby, hatte das Äußere eines Gentlemans, und die Anordnungen des Hauses und seine wirtschaftliche Einrichtung machten den Eindruck von Wohlhabenheit und sogar Reichtum. Wie wir schon vorhin sagten, beide waren in ein ernstes Gespräch vertieft.

"So würde ich die Sache abmachen", sagte Mr. Shelby.

"Auf diese Weise kann ich das Geschäft nicht abschließen, es ist rein unmöglich, Mr. Shelby", sagte der andere und hielt ein Glas Wein gegen das Licht.

"Ich sage Ihnen, Haley, Tom ist ein ganz ungewöhnlicher Kerl; er ist gewiß diese Summe überall wert, er ist ordentlich, ehrlich, geschickt und verwaltet meine Farm wie eine Uhr."

"Sie meinen so ehrlich, wie Nigger sind", sagte Haley und schenkte sich ein Glas Branntwein ein.

"Nein, ich meine wirklich, Tom ist ein guter, ordentlicher, verständiger, frommer Bursche. Er lernte seine Religion vor vier Jahren bei einem Camp-Meeting; und ich glaube, er hat sie wirklich gelernt. Ich habe ihm seitdem alles, was ich habe, anvertraut, Geld, Haus, Pferde, und habe ihn frei im Lande herumgehen lassen und habe ihn stets treu und ordentlich gefunden."

"Manche Leute glauben nicht, daß es fromme Nigger gibt, Shelby", sagte Haley, "aber ich glaube es. Ich hatte einen Burschen in der letzten Partie, die ich nach Orleans brachte, den beten zu hören, war wahrhaftig so gut, als ob man in einem Meeting wäre; und er war ganz ruhig und sanft. Er brachte mir auch ein gut Stück Geld ein; denn ich kaufte ihn billig von einem Manne, der losschlagen mußte, und ich kriegte 600 für ihn. Ja, ich betrachte Religion für eine wertvolle Sache bei einem Nigger, wenn sie wirklich echt ist."

"Nun, bei Tom ist sie echt, wenn sie jemals echt war", war die Antwort.

"Letzten Herbst ließ ich ihn allein nach Cincinnati gehen, um für mich Geschäfte abzumachen und 500 Dollar zurückzubringen. 'Tom', sagte ich zu ihm, 'ich traue dir, weil ich glaube, du bist ein Christ, ich weiß, du wirst mich nicht hintergehen.' Und Tom kommt auch wirklich zurück, ich wußte, daß er das tun würde. Einige schlechte Kerle, hörte ich, sagten zu ihm: 'Tom, warum machst du dich nicht nach Kanada auf die Beine?' 'Ach, Master hat mir Vertrauen geschenkt, und ich könnte es nicht!' Man hat mir alles erzählt. Es tut mir leid, Tom zu verkaufen, das gestehe ich. Sie sollten mit ihm den ganzen Rest der Schuld getilgt sein lassen; und Sie würden es, Haley, wenn Sie nur einen Funken Gewissen hätten."

"Nun, ich habe genausoviel Ge

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