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Over the Moon Liebe wie im Film von Joyce, Samantha (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.07.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Over the Moon

Die bildschöne Veronica Wilde ist Schauspielerin der etwas anderen Art. Für eine großzügige Gage schlüpft sie in jede Rolle. So spielt sie etwa die neue Freundin oder Geschäftspartnerin, um ihren Klienten zum Erfolg zu verhelfen. Als sie auf Baxter trifft, dem es nicht gelingt, Investoren für seine gemeinnützige Geschäftsidee zu finden, ist es Hass auf den ersten Blick. Doch als Veronica seinen Auftrag annimmt, wird schnell klar, dass Hass und Liebe nur allzu dicht beieinanderliegen. Denn Baxter ist alles andere als der gutmütige Trottel, für den Veronica ihn hält, und sie selbst verbirgt unter ihrer harten Schale ein gebrochenes Herz ...

Seitdem Samantha weiß, dass man als Schriftstellerin völlig neue Welten erfinden kann, hat sie ihre Berufung entdeckt. Sie ist eine echte Romantikerin, hat ihren Freund aus der Highschool geheiratet und glaubt felsenfest an die große, wahre Liebe. Nach "Among the Stars" ist "Over the Moon" ihr zweiter Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 16.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641211240
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Dealing in Deception
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Over the Moon

Kapitel 1

Veronica

Die Frau am anderen Ende des Raumes tötete mich mit Blicken, das spürte ich trotz der spärlichen Barbeleuchtung, und auch, wie sie ihr Gift in meine Richtung verspritzte. Wie eisblaue Glassplitter fuhren ihre blauen Augen über mein falsches blondes Haar, mein zu enges, zu kurzes rotes Kleid, meine ebenso purpurfarbenen High Heels. Ich hielt ihrem Blick stand, ohne zu blinzeln. Zu ihrer Ehrenrettung sei gesagt, dass sie nicht wegsah.

"Okay", flüsterte ich dem Mann neben mir ins Ohr. Ich fuhr mit einem Finger seinen Unterarm entlang und beugte mich näher zu ihm heran. "Wir haben ihre ganze Aufmerksamkeit. Jetzt leg mir beiläufig die Hand an den Rücken." Ich schnaufte gereizt, als er mich berührte. " Zurück", zischte ich. "Nicht so tief!"

"Sorry." Sein ohnehin blasses Gesicht erbleichte nun vollends, und auf seiner Stirn bildeten sich Schweißperlen, in denen sich das Neon-Bier-Schild über der Bar spiegelte. "Ich bin nur etwas nervös. Was, wenn sie dahinterkommt?"

Ich nippte an meinem Whiskey und vergewisserte mich, dass die kleine Miss Mordlustig gegenüber uns nicht aus den Augen ließ.

Tat sie nicht.

"Keine Sorge. Ich hab das schon hundert Mal gemacht." Ich reichte ihm mein leeres Glas. "Sie wird es nicht durchschauen. Und jetzt sei ein guter Junge, und hol mir noch einen Drink."

Er stolperte davon und versuchte erfolglos, die Aufmerksamkeit des Barkeepers auf sich zu ziehen. Ich selbst begann im Geiste mit dem Countdown.

Fünf ... vier ...

Ich wippte mit dem Fuß zum Takt des abgeschmackten Top 40 Hits, der aus den Lautsprechern plärrte.

Drei ... zwei ...

Ich musterte meine manikürten Nägel, die ich in der gleichen Farbe lackiert hatte wie mein Kleid.

Eins ...

"Was machen Sie hier mit Scott?"

Ich blickte von meinen Nägeln auf und sah, dass die kleine Miss Mordlustig direkt vor mir stand, die Arme vor der Brust verschränkt und die Lippen geschürzt. Der Geruch eines blumigen Parfüms, das allzu reichlich aufgetragen war - wahrscheinlich nach einem langen Tag im Büro - drang mir in die Nase, und ich blinzelte, weil meine Augen zu tränen anfingen.

Die Frau hätte sogar einigermaßen hübsch aussehen können, wenn sie sich nur etwas mehr Mühe gegeben hätte. Sie hatte ihr glanzloses braunes Haar zu einem nachlässigen Knoten auf ihrem Kopf zusammengefasst und erinnerte so etwas an eine gescheiterte Ballerina. Dazu trug sie eine helle Bluse, die bis oben zugeknöpft war, und eine dunkelgraue Hose. Auf ihrer makellosen Haut war keine Spur von Make-up zu entdecken.

Ernsthaft jetzt? Wir waren hier auf einer After-Work-Party, und die Frau konnte noch nicht mal Lippenstift benutzen?

Ich biss mir auf die Innenseite meiner Wange, um nicht weiter über die Vorzüge von Mascara nachzudenken - immerhin war ich heute Abend nicht hier, um einer Fremden Schminktipps zu geben.

"Entschuldigung", antwortete ich. "Aber was geht Sie es an, dass ich mit Scottie hier bin?"

"Ich bin seine Freundin." Sie ließ meine Finger nicht aus den Augen, während ich mir damit über das Schlüsselbein strich - wodurch ich ihre Aufmerksamkeit auf meine Brust lenkte, die mein Kleid in einer Weise ausfüllte wie ihre das nie schaffen würde. "Na ja, okay, seine Exfreundin. Aber wir sind erst seit einem Monat getrennt. Ich hätte einfach nicht gedacht, dass er heute Abend ein Date mitbringt."

"Um ganz ehrlich zu sein, ich hätte auch nicht gedacht, dass wir heute Abend hier sein würden. Wir sind nämlich seit zwei Tagen nicht mehr aus dem Bett gekommen."

Beinahe hätte sie ihren Weißwein fallen lassen. Das Glas löste sich bereits aus ihren Händen, aber sie fing es im letzten Augenblick auf und blinzelte. Sie wischte sich ihre Hand an der wirklich nicht besonders modisc

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