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Parallelflucht von Schmidt, Inka-Gabriela (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Parallelflucht

Jungunternehmer Frank Clarson verliebt sich in seine Angestellte Stella Morou. Zunächst weist Stella ihn zurück, denn sie hütet ein düsteres Geheimnis. Bald findet Frank heraus, dass Stella in manchen Nächten heimlich durch ein magisches Tor in eine parallele Welt verschwindet, in der eine brutale Bestie darauf wartet, Stella zu quälen und ihr Blut zu trinken. Wie kann Frank ihr helfen, obwohl sie aus Angst um sein Leben immer wieder verhindert, dass er ihr folgt?

Inka-Gabriela Schmidt, geb. Räbiger, wuchs in München auf. Lesen, Schreiben und Zeichnen waren von Jugend an ihre großen Leidenschaften. Nach dem Abitur studierte sie Kommunikationsdesign und arbeitete anschließend als Grafikerin und Texterin. Heute gibt sie dieses Fachwissen als Ausbilderin für Mediengestalter weiter. Neben dem Verfassen und Übersetzen von Fachtexten interessiert die Autorin vor allem das Schreiben in den Genres Liebesroman, Fantasy und Mystery. Inka-Gabriela Schmidt will ihre Leserschaft verzaubern und für einige Stunden mit mystischen Geschehnissen und aufregenden (durchaus auch erotischen) Liebesbeziehungen fesseln. Neben mehreren Romanen sind auch Kurzgeschichten in Anthologien erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739269283
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 1170kBytes
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Parallelflucht

2

E ineinhalb Stunden später saß Stella hinter dem Steuer des weißen Audi A8 Richtung Frankfurt. Nachdem Anna ihr mitgeteilt hatte, dass ihr Chef erst komisch geguckt hätte, dann aber einverstanden gewesen sei, war sie noch einmal in Annas Büro zurückgekehrt und hatte mit ihr die Einzelheiten der Dienstreise besprochen. Sie sollte Herrn Clarson nach Frankfurt fahren, am nächsten Morgen zum Kundengespräch bringen, nachmittags weiter nach Köln chauffieren, wo er ein Gespräch am Abend und ein weiteres am nächsten Morgen hatte, und dann zurückbringen. Herr Clarson schätze es nicht, während der Autofahrt angesprochen zu werden, da er meistens arbeitete, telefonierte oder die Zeitung las. Im Übrigen sei es am besten, Stella rede nur, wenn sie von ihm angesprochen werde und halte sich davon abgesehen unauffällig zurück.

Auf irgendeine Weise erheiterte Stella die ganze Angelegenheit. In ihren Ohren klang Annas Auflistung wie ein endloses Bla-bla-bla. Anna aber war voll in ihrem Element, Stella Verhaltensmaßregeln zu erteilen, eine Liste mit den Kunden- und Hoteladressen auszuhändigen, bis sie bemerkte, dass Stella lässig im Türrahmen lehnte, die Arme vor der Brust verschränkt hatte und unablässig grinste.

"Was ist so komisch?", fragte Anna verärgert.

"Nichts", erwiderte Stella mit einem amüsierten Zug um die Mundwinkel. "Ich finde es nur putzig, welche Anweisungen du mir gerade erteilst. Glaubst du nicht, ich bin erwachsen genug und weiß selbst, was richtig und was falsch ist? Du tust ja gerade so, als ob Clarson seine Hoheit der Kaiser von China wäre."

Anna holte tief Luft - sie erschien Stella in diesem Moment wie ein aufgeregtes Huhn, das sich anschickte, nun erst recht loszugackern - ließ dann aber resignierend die Schultern sinken und meinte nur noch müde: "Am besten, du holst jetzt deine Sachen. Herr Clarson erwartet dich in spätestens einer Stunde zurück."

Stella nickte. Ehe sie die Firma verließ, gab sie noch einigen Mitarbeitern wichtige Informationen zu den nächsten Aufträgen. Dann fuhr sie nach Hause, um für die zweitägige Reise ein paar Sachen einzupacken. Sie benötigte nicht viel. Waschzeug, ein paar Kosmetikartikel, Unterwäsche, eine Ersatzhose und ...

Seufzend betrachtete sie den Gegenstand in ihrer Hand und strich mit dem Daumen über das harte Metall. Der musste leider auch mit. Sie wusste nicht, wann sie das nächste Mal gerufen werden würde, aber es wäre ein verhängnisvoller Fehler, für Volok nicht erreichbar zu sein.

Volok.

Ein eisiges Frösteln überflutete ihren Rücken. Sie steckte das sternförmige Gebilde in den Beutel aus braunem Samt und zog die Kordel sorgfältig zu. Dann legte sie ihn zwischen die Wäschestücke in die Reisetasche. Ihr Schicksal hing daran, vielleicht bis ans Ende ihrer Tage, aber viel schlimmer war, nicht nur ihr eigenes.

Nach einer guten halben Stunde bog Stella unüberhörbar mit ihrer geliebten Stingray wieder auf den Firmenparkplatz ein. Röhrend bewegte sich der Oldtimer auf seinen angestammten Platz. Sie hatte sich umgezogen und trug jetzt eine schwarze Jeansjacke, dunkelgraue Jeans, schwarze modische Turnschuhe und ein paar fingerlose Lederhandschuhe. Letztere mochten nicht zu ihrer übrigen Aufmachung passen, waren jedoch eine lieb gewonnene Angewohnheit beim Autofahren. Auch war sie nur wenig geschminkt und hatte ihre Haare zu einem schlichten Pferdeschwanz im Nacken gebunden.

Stella durchquerte das leere Vorzimmer. Anna war bereits heimgegangen. Sie klopfte zweimal an die Durchgangstür zu Clarsons Büro und trat ein, als dieser "Herein" rief.

"Guten Abend, Herr Clarson. Wenn Sie möchten, können wir jetzt losfahren."

Mit einer unauffällig schnellen Augenbewegung nahm sie Frank Clarsons Erscheinungsbild auf. Obwohl sie sich regelmäßig in Meetings begegneten, hatte sie sich nie wirklich für seine Person interessiert. Wie alle Männer in der Firma war er für sie ein N

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