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Passgenau von Loveless, Ryan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.07.2014
  • Verlag: Cursed Verlag
eBook (ePUB)
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Passgenau

Als geouteter Profifußballer zu seiner Sexualität zu stehen und sie provokant zu leben, ist für den selbstbewussten Adam eigentlich kein Thema - seine Zwangsversetzung in ein Team, das am unteren Ende der Liga spielt, dagegen schon. Bisher vom Erfolg verwöhnt, fällt Adam die Integration in die neue Mannschaft nicht gerade leicht, denn nicht nur interne Anfeindungen, sondern auch intolerante Fans und Mediendruck machen ihm das Leben schwer. Und dann ist da noch Stürmer Colin, bei dem Adams 'Pässe' scheinbar nicht ins Leere gehen...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 196
    Erscheinungsdatum: 22.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958235328
    Verlag: Cursed Verlag
    Größe: 1152 kBytes
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Passgenau

Kapitel 1

Adam stand wie erstarrt vor Mr. Colmans Schreibtisch. Denn wenn er auch nur den kleinen Finger rührte, würde er über den Tisch springen und Mr. Colman, den Präsidenten der L.A. Galaxy Fußballmannschaft, erwürgen, der nun auch noch die Frechheit besaß, ihm zu sagen: "Nimm es nicht persönlich, Adam. Es geht ums Geschäft."

Adam verschränkte die Arme hinter dem Rücken und krallte sich an seinen Ellbogen fest, gewillt, durch den Schmerz seine Wut zu kontrollieren. "Ich soll es nicht persönlich nehmen? Ich erfahre während eines... eines Team- Meetings , dass ich mitten in der Saison den Club wechseln soll? Haben Sie eine Ahnung, wie beschämend das ist? Die Jungs haben mich angesehen, als hätte ich es gewusst und vor ihnen geheim gehalten. Jetzt darf ich mich entscheiden, ob ich wie ein Arsch oder ein Trottel aussehen will. Vielen Dank auch." Er hielt inne, um nach Luft zu schnappen und starrte seinen Bald-Ex-Chef an, der endlich ein klein wenig verlegen wirkte. "Ich habe diesem Club dreizehn Jahre meines Lebens geschenkt und Sie können mir nicht unter vier verfickten Augen sagen, dass Sie mich nach... nach..." Stotternd brach er ab, denn der Gedanke daran war so widerlich, dass er sich kaum dazu zwingen konnte, ihn auszusprechen. "St. Louis", würgte er schließlich hervor.

"Adam, bitte", sagte Colman und klang dabei noch herablassender. Als wäre Adam ein Kind und kein verfickter Weltklasse-Stürmer. "Es wurde nicht bestätigt, dass du nach St. Louis gehst. Niemand zwingt dich dazu zu gehen, aber du wirst nicht hierbleiben. Wohin du gehen wirst, musst du mit den Vertretern der MLS und deinen Anwälten klären. Du weißt, dass sie diejenigen sind, die deinen Vertrag haben, nicht wir. Aber da ich letzte Woche erwähnt hatte, dass wir dich in der nächsten Saison nicht brauchen, bin ich sicher, dass sie ihre Fühler nach allen Seiten ausstrecken und St. Louis hat bereits Interesse geäu..."

"Nur St. Louis?", unterbrach Adam ihn. "Nicht Chicago? Oder Columbus?", zählte er die Top-Teams der Liga auf. Seine Wut wandelte sich in Übelkeit, als Colman keine Miene verzog. Verdammt, er war ein guter Spieler. Hatte ihm sein Ruf außerhalb des Spielfeldes so sehr geschadet? Es war ja nicht so, dass er mit Prostituierten herumrannte. Zur Hölle, er konnte drei Teammitglieder benennen, die es taten und die hatten ihre Verträge gerade um drei Jahre verlängert. Alles, was er getan hatte, war, Sports Illustrated zu erzählen, dass er schwul war.

Aber das war vor fünf Jahren gewesen und da hatte Colman ihn in der Anfangszeit sogar noch öffentlich unterstützt. Na und, dann feierte und trank er eben gern. Er hatte nie jemanden verletzt, war deswegen nie in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Nur weil er der einzige Fußballspieler war, der in der Klatschpresse erschien, wenn nicht gerade die Weltmeisterschaft stattfand - was übrigens alle vier Jahre das einzige Mal war, dass sich die Amerikaner daran erinnerten, eine Profifußballliga zu haben - war das für Colman kein Grund, ihn loszuwerden. Wenn die anderen deswegen eifersüchtig oder wütend waren, konnten sie auch aus irgendwelchen Clubs heraustorkeln und mit Männern rummachen, die sie nie zuvor gesehen hatten. Adam wusste nicht, was sie davon abhalten sollte.

"Chivas USA hat sich noch gemeldet", sagte Colman, "aber ich glaube nicht, dass du einem Club beitreten willst, der in der West-Liga auf dem letzten Tabellenplatz steht."

"2008 waren sie zweite, während wir vorletzte waren", sagte Adam. Er riss den Kopf nach oben, um Colman mit seiner Beschuldigung zu konfrontieren. "Ich bin nicht derjenige, der ein Problem damit hätte, für sie zu spielen. Aber Ihnen gefällt es nicht, wenn ich einem Team bei

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