text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Penelope und der Dandy von Heyer, Georgette (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.03.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Penelope und der Dandy

Die 17-jährige Penelope Creed ist Waise und Erbin eines großen Vermögens. Das wird ihr zum Verhängnis, denn ihre geldgierige Tante will sie zwingen, ihren unsympathischen und glupschäugigen Sohn Frederick zu heiraten. Das lässt sich das energische junge Mädchen nicht gefallen und beschließt zu fliehen. Durch Zufall begegnet sie dabei dem charmanten Earl Richard Wyndham, der ebenfalls eine ungewollte Ehe eingehen soll. Da die beiden das gleiche Los teilen, ersinnen sie einen spontanen Plan: Getarnt als Onkel und Mündel machen sie sich mit der Postkutsche auf den Weg zu einem alten Freund von Penelope. Aber so leicht kann man der Liebe nicht entfliehen ... 'Penelope und der Dandy' (im Original: 'The Corinthian') ist ein vergnüglicher Gesellschaftsroman aus der Feder der unvergleichlichen Georgette Heyer - jetzt als eBook bei beHEARTBEAT. Herzklopfen garantiert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 333
    Erscheinungsdatum: 29.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732573264
    Verlag: Bastei Lübbe AG
Weiterlesen weniger lesen

Penelope und der Dandy

Kapitel 2

Lord Saar wohnte mit seiner Gattin und seiner aus zwei Söhnen und vier Töchtern bestehenden Familie in der Brook Street. Sir Richard Wyndham, der vierundzwanzig Stunden nach der Unterredung mit seiner eigenen Familie zum Haus seines Schwiegervaters in spe kutschierte, war insofern vom Glück begünstigt, als er Saar nicht in seinem Heim antraf und Lady Saar, wie ihn der Butler informierte, mit Honourable Sophia nach Bath aufgebrochen war. Statt dessen lief er in die Arme des Honourable Cedric Brandon, eines liederlichen jungen Gentlemans mit beklagenswert schlechten Sitten und einem ungeheuerlichen Charme.

"Ricky, liebster Freund!", rief Honourable Cedric und verschleppte Sir Richard in einen kleinen Salon im Hinterhaus. "Sag mir nicht, dass du um Melissa anhalten kommst! Man behauptet zwar, gute Nachrichten haben noch nie jemanden getötet, aber ich richte mich ja nicht nach dem allgemeinen Geschwätz! Vater sagt, wir stehen vor dem nackten Ruin. Borge mir Geld, lieber Junge, ich kauf mich in ein Regiment ein, und dann ab nach Spanien, verdammt noch mal! Aber hör doch zu, Ricky! Hörst du mir zu?" Er fixierte Sir Richard, schien dann zufriedengestellt und fuhr fort, feierlich den Finger erhebend: "Tu's nicht! Kein Vermögen ist groß genug, um unsere kleinen Affären zu bereinigen, auf Ehre! Lass dich mit Beverley in ja nichts ein! Man sagt, Fox hat ein Vermögen verspielt, bevor er noch einundzwanzig war. Ich geb dir mein Wort, dass er gegen Bev ein Waisenknabe ist, der reinste Waisenknabe. Unter uns, Ricky, der Alte ist total versoffen. Pst! Kein Wort! Habe nichts Böses über Vater gesagt! Aber lauf, Ricky! Diesen Rat geb ich dir: Lauf, was du kannst!"

"Würdest du dich wirklich in ein Regiment einkaufen, wenn ich dir das Geld gäbe?", fragte Sir Richard.

"Nüchtern, ja; betrunken, nein!", antwortete Cedric mit einem völlig entwaffnenden Lächeln. "Jetzt bin ich vollkommen nüchtern, aber nicht mehr lang. Gib mir keinen Heller, lieber Junge! Und gib vor allem Bev keinen Heller! Der ist ein schlechter Kerl. Wenn ich nüchtern bin, bin ich ein guter Kerl - aber mehr als sechs Stunden von den vierundzwanzig bin ich nicht nüchtern, darum sieh dich vor! Jetzt geh ich aber. Ricky, ich hab mein Bestes für dich getan, denn ich hab dich gern, aber wenn du trotzdem in dein Verderben rennst, wasche ich meine Hände in Unschuld. Verdammt nochmal, bis ans Ende meines Lebens werde ich an dir schmarotzen! Stell dir nun folgendes vor, lieber Junge: Bev und dein gehorsamster Diener sechs von sieben Tagen auf deiner Schwelle - wütende Gläubiger - Drohungen - die Brüder der Gattin vor dem Ruin - leere Taschen - das Weib in Tränen - kein anderer Ausweg als zahlen! Tu's nicht! Wir sind's nicht wert, wirklich nicht!"

"Warte!", sagte Sir Richard und stellte sich ihm in den Weg. "Wirst du nach Spanien gehen, wenn ich deine Schulden zahle?"

"Ricky, jetzt bist du nicht nüchtern. Geh nach Haus!"

"Bedenke, Cedric, wie gut du in Husarenuniform aussehen würdest!"

Ein teuflisches Lächeln tanzte in Cedrics Augen. "Warum nicht gar! Aber jetzt sehe ich weit besser im Hyde Park aus. Mir aus dem Weg, Junge! Hab eine überaus wichtige Verabredung: habe gewettet, dass eine Gans im Hundertmeterrennen gegen einen Truthahn gewinnen wird. Kann gar nicht verlieren! Größtes sportliches Ereignis der Saison!"

Mit diesen Worten war er gegangen, es Sir Richard überlassend, ob er wirklich seinem Rat folgen und davonlaufen oder dem Vergnügen einer Unterredung mit Honourable Melissa Brandon entgegensehen solle.

Sie ließ ihn nicht lange warten. Ein Diener kam ihn nach oben bitten, und er folgte ihm das geräumige Treppenhaus empor zum Besuchszimmer im ersten Stock.

Melissa Brandon war eine hübsche Brünette knapp über fünfundzwanzig. Ihr Profil galt allgemein als makellos, doch en face gesehen, erwiesen sich ihre Augen als etwas zu streng. Anfangs hatte es ihr nic

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen