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Perlen für die Herzogin von Martin, Kat (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2012
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Perlen für die Herzogin

In tiefster Verzweiflung glaubt Danielle, nur einen Ausweg zu haben: Obwohl sie ihren stolzen Gemahl Rafe, Duke of Sheffield, verzehrend liebt, muss sie ihn freigeben. Denn ein bitteres Geheimnis bedrückt sie so sehr, dass sie unter dieser Last fast zerbricht. Nie wagte sie es, sich Rafe anzuvertrauen - und als sie sie sich auch noch in ein Gespinst aus Lügen verstrickt, scheint eine gemeinsame glückliche Zukunft aussichtslos. Heimlich verlässt sie das Schloss und gerät in die Hände von skrupellosen Entführern. Wird Rafe sie retten, obwohl sie ihn so sehr enttäuschte?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 07.12.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955762261
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Größe: 548 kBytes
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Perlen für die Herzogin

1. KAPITEL

L ondon, Mai 1806

"Es ist doch wirklich ein Jammer ..." Cornelia Thorne, Lady Brookfield, stand im prächtigen Ballsaal des Chesterfield Hotels. "Sieh nur, wie er mit ihr tanzt - völlig gelangweilt. Sie ist ja auch ein unscheinbares Ding ... und ganz in Ehrfurcht vor dem Duke erstarrt."

Miriam Saunders, die Duchess of Sheffield, hob ihr Augenglas, um ihren Sohn Rafael, den Duke of Sheffield, zu betrachten. Miriam und ihre Schwester Cornelia besuchten mit Rafael und seiner Verlobten, Lady Mary Rose Montague, einen Wohltätigkeitsball, dessen Erlös der Londoner Gesellschaft für Witwen und Waisen zugute kommen sollte.

"Das Mädchen ist doch ganz reizend", wandte die Duchess ein. "Blond und zierlich. Sie ist einfach ein wenig schüchtern." Ihr Sohn, der Duke, war ein hochgewachsener, dunkelhaariger Mann, dessen Augen noch blauer waren als die seiner Mutter. Er war zudem ein unglaublich gut aussehender Mann, der mit seiner kraftvollen Ausstrahlung die junge Frau, die er sich zur Braut erwählt hatte, förmlich zu erdrücken schien.

"Zugegeben, sie ist hübsch ...", erwiderte Cornelia, "... auf ihre blasse, makellose Weise. Trotzdem ist es ein Jammer."

"Rafael kommt endlich seiner Pflicht nach. Es wäre schon längst an der Zeit gewesen, dass er sich eine Frau nimmt. Und wenngleich die beiden nicht so gut zueinander passen, wie ich es mir für ihn gewünscht hätte, so ist das Mädchen doch jung und kräftig und wird ihm einige gesunde Söhne schenken." Aber wie ihrer Schwester entging auch Miriam nicht der leere, gelangweilte Ausdruck im Gesicht ihres Sohnes.

"Erinnerst du dich noch daran, wie er früher war?", fragte Cornelia ein wenig wehmütig. "Voller Ungestüm und Lebenslust ... und jetzt? Stets zurückhaltend und immer beherrscht. Ich vermisse den lebhaften jungen Mann, der er einmal war."

"Menschen verändern sich, Cornelia. Rafe hat sehr schmerzlich erfahren müssen, wohin ungezügelte Gefühle führen können."

Cornelia, die sehr dünn, fast sechs Jahre älter als die Duchess und bereits ergraut war, schnaubte verächtlich. "Du denkst an den Skandal - wie könnte irgendjemand Danielle vergessen ...? Sie war tatsächlich eine Frau, die es mit Rafael aufnehmen konnte. Schade, dass sie uns so sehr enttäuscht hat."

Die Duchess warf ihrer Schwester einen warnenden Blick zu. Sie wollte nicht an die schrecklichen Ereignisse erinnert werden, die sie alle wegen Rafes früherer Verlobten, Danielle Duval, hatten durchstehen müssen.

Nach dem Ende der Musik strömten die Paare von der Tanzfläche. "Pst!", zischte Miriam eindringlich. "Rafe und Mary Rose kommen zu uns herüber." Das Mädchen war einen ganzen Kopf kleiner als der Duke und mit ihrem blonden Haar, den blauen Augen und dem hellen Teint die vollkommene Verkörperung englischer Schönheit. Zudem war sie die Tochter eines Earls und verfügte über eine sehr beachtliche Mitgift. Miriam konnte nur hoffen, dass ihrem Sohn mit diesem Mädchen zumindest ein gewisses Glück beschieden war.

Rafe verneigte sich höflich und formvollendet. "Guten Abend, Mutter. Tante Cornelia."

Miriam lächelte. "Ihr seht heute Abend beide wundervoll aus." Und das taten sie wirklich. Rafe trug eine graue Hose und einen marineblauen Frack, der die Farbe seiner Augen unterstrich, und Mary Rose sah in ihrem mit winzigen Rosenblüten geschmückten weißen Seidenkleid ganz bezaubernd aus.

"Vielen Dank, Euer Gnaden", antwortete das Mädchen und machte einen artigen Knicks.

Miriam runzelte die Stirn. Täuschte sie sich, oder zitterte Mary Roses Hand, die sie auf Rafes Arm gelegt hatte, tatsächlich? Mein Gott, und dieses Kind würde bald eine Duchess sein! Miriam hoffte inständig, dass es ihr gelingen würde, dem Mädchen in den kommenden Monaten etwas mehr Selbstvertrauen einzuflößen.

"Möchten Sie gerne tanzen, Mutter?", fragte Rafe höflich.

"Vielleicht später."

"Tante Cornelia?"/

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