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Pfannkuchenherzen um Mitternacht Roman von Fabisch, Alexandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.07.2019
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Pfannkuchenherzen um Mitternacht

Manchmal braucht die Liebe nur eine ordentliche Prise Zimt und Zucker! Yada ist verliebt. In Hanno, mit dem sie schon seit neun Jahren zusammen ist. Das glaubt sie zumindest. Doch der nächtliche Anrufer, der ihr das schönste Telefonat ihres Lebens beschert, war gar nicht Hanno, sondern Luuk - jemand, der Yada zum Leuchten bringt, ihr festgefahrenes Leben gehörig aus den Angeln hebt und sie schließlich in ein charmantes kleines Berliner Pfannkuchen-Café führt, wo das Glück schon längst auf sie wartet ... Alexandra Fabisch hat als Ärztin in Hamburg sowie einige Jahre als Unternehmensberaterin gearbeitet, bevor sie zum Schreiben kam. "Ein Tag und alles anders" ist ihr Debütroman. Sie lebt mit ihrer Familie in Ostwestfalen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 15.07.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641233761
    Verlag: Blanvalet
    Größe: 2246 kBytes
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Pfannkuchenherzen um Mitternacht

Kapitel 1

Manchmal kam Yada sich bei Telefonaten mit Hanno wie ein lebender Anrufbeantworter vor. Eine humanoide Mailbox, geschaffen, um die Anekdoten ihres Freundes zu schlucken und mit wohlklingenden Lauten deren Bedeutsamkeit zu bestätigen. Heute war so ein Tag.

"Du wirst nicht erraten, wen Freddy in seiner Kundenkartei hat." Eine dramaturgische Pause, dann: "Giovanni Anthony!"

"Wow." Wer war das? Yada pustete sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und ließ eine Wäscheklammer auf der Tischplatte vor sich kreiseln. FSC Birkenholz, made in Poland. Zweihundert Stück hatte sie davon im Internet bestellt, heute waren sie angekommen, in einem grauen Pappkarton mit weißem Adressaufkleber. Sie hatte sich mehr darüber gefreut als über ihr letztes Geburtstagsgeschenk, einen Gutschein für die Emsgalerie, über fünfzig Shops auf siebzehntausend Quadratmetern, und sie wusste schlichtweg nicht, was sie dort kaufen sollte.

"Und in der Mittagspause gibt er Jan 'ne Banane. Neues Navi , sagt er." Hannos Lachen kam vor der Pointe, wie immer. Es klang heiser, abgehackt und ein wenig zu hoch für einen eins sechsundachtzig großen Mann. "Neues Navi", versuchte es ihr Freund noch mal, kicherte wie ein Schulanfänger bei einem Streich, atmete schwer ein und wieder aus. Vermutlich kniff er sich dabei in die Nasenwurzel wie so oft, wenn er in einem Witz feststeckte. Jetzt räusperte er sich und sagte mit fester Stimme: "Osten ist da, wo reingebissen wird."

"Ah." Yada zog die Augenbrauen hoch, klappte die Klammer auf und wieder zu, auf und zu. Dann lehnte sie sich über den Tisch und klemmte sie an den Draht, dicht neben ihren identischen Zwilling, den fünften in dieser Reihe.

"Neues Navi, Osten, verstehste?" Hanno röchelte weitere Lachsalven durch den Hörer.

"Ja." Das Handydisplay klebte an ihrem Ohr. Noch immer staute sich die Hitze des Tages in der Dachgeschosswohnung, strömte nur zähflüssig durch die geöffneten Fenster in die laue Sommernacht.

"Die Zonis, Bananen, Jan ist doch in Cottbus!" Hanno wiederholte gern Details, wenn die erwartete Reaktion bei seinem Gegenüber ausblieb.

"Lustig", log Yada. Hanno war in Hochstimmung, sicher war sein Gesicht gerötet, und er strich sich ununterbrochen über den hellblonden Bart, den er seit einigen Wochen trug. Ein feines Lächeln huschte über Yadas Lippen. Sie kannte ihren Freund gut, sehr gut sogar. Schließlich waren sie beinahe zehn Jahre zusammen.

"Krhchch, der Freddy", gluckste Hanno mit einer ordentlichen Portion Hochachtung im Unterton.

Yada blähte die Wangen. Freddy wusste alles, Freddy konnte alles. Glaubte er - und Hanno leider auch. Das wirklich Gute an Freddys neuem Job war die Tatsache, dass sich sein Büro nun im Main Tower, Frankfurt, befand, über dreihundert Kilometer von Rheine entfernt. Endlich war sie vor seinen billigen Asiatenwitzen sicher.

"Und wie ist das Seminar?" Yada angelte sich noch eine Klammer, öffnete sie, die schmalen Holzenden weit aufgerissen - ein hungriges Maul, das nach der Haarsträhne schnappte, die sich wieder in ihr Blickfeld vorgewagt hatte.

"Business Communication", erklärte Hanno, und seine Stimme klang plötzlich näselnd. "Sehr nice."

"Oh." Jetzt war sie diejenige, die in ihre Faust biss, um ein Kichern zu unterdrücken. Yada fand es zu komisch, wenn Hanno den Global Player gab, der er nicht war. Im echten Leben beriet er Privatkunden der Deutschen Bank und machte Urlaub an der spanischen Atlantikküste, jedes Jahr, stets das gleiche Hotel, all inclusive, versteht sich.

"Und was mach ..."

"Ja, gleich", beantwortete Hanno irgendeine Frage, die im Hintergrund gestellt worden war, ohne die von Yada zu Ende anzuhören. "Sekunde!", brüllte er irgendwem zu.

Der Lautsprecher übersteuerte, das Pfeifen drang bis ins Mark ihrer Wirbelsäule. Yada riss das Telefon vom Ohr und mit ihm die Wäscheklammer, ein Gespinst aus

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