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Plötzlich Pflegeväter von Geest, Hans van der (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.07.2016
  • Verlag: Himmelstürmer Verlag
eBook (PDF)
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Plötzlich Pflegeväter

Die siebzehnjährigen Boys Adam und Ingo verlieben sich in einander. Nach einigem Hin und Her entsteht eine tiefe Verbindung, die jahrelang hält. Der experimentierfreudige Ingo überfordert den bedächtigen Adam aber auf die Dauer. Die Beziehung scheint zu Ende zu sein. Ingo geht weg. Adam bleibt seinem Freund im Herzen aber treu. Mehr als drei Jahre später muss Ingo einsehen, dass er Adam nach wie vor über alles liebt. Ihre Freundschaft stabilisiert sich. Durch Zufall kommen sie mit Adams Arbeitskollegin Rosann, die ein Kind ihrer Schwester bei sich aufnimmt, in Verbindung. Sie ziehen zusammen, damit Rosann ihre Aufgabe nicht allein erfüllen muss. Die kleine Sonja wird Liebling der drei Erwachsenen. Als das Mädchen nach drei Jahren zu ihrer Mutter zurückkehrt, ist das Trio unglücklich. Das Verlangen nach einem Kind in ihrer Mitte führt dazu, dass Ingo Rosann schwängert. Kurz vor der Geburt des Kindes kommt Sonja zu ihnen zurück. Sie kann sich bei ihrer Mutter nicht eingewöhnen. Die Patchworkfamilie zählt bald fünf Personen. Als ein tödlicher Verkehrsunfall Rosann wegrafft, hinterbleiben Adam und Ingo mit den Kindern. Schaffen sie das?

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 141
    Erscheinungsdatum: 26.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863615727
    Verlag: Himmelstürmer Verlag
    Größe: 1785 kBytes
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Plötzlich Pflegeväter

"Straßenfeste sind nicht mein Ding!", knurrt Adam seine Mutter an, als sie ihn auffordert, auf Bennis Bitte einzugehen.

"Tu ihm doch den Gefallen! Ihr versteht euch doch gut! Und du bist schon genug allein!" Mini Rohrbach spornt ihren Sohn dauernd zu Kontakten an. Der Siebzehnjährige ist zu sehr in sich gekehrt, findet sie.

Adam gibt nach und brummt nur noch: "Okay, liebe deinen Nächsten wie - wie geht das auch wieder?"

"Komm nicht allzu spät nach Hause! Zehn Uhr, einverstanden?"

Noch widerwillig zieht Adam seine Jacke an. "Alles kostet!", meckert er.

Mini steckt ihm zehn Franken zu.

Draußen wartet der Nachbarsjunge Benni. "Hurra! Du kommst! Du wirst es nicht bereuen. In dem Quartier gibt es sehr, sehr, sehr schöne Frauen! Hui! Titten wirst du sehen!"

Missbilligend schließt Adam die Augen. "Du mit deinen Titten!"

Benni ist noch mehr eine Bohnenstange als Adam. Mit Riesenschritten gehen die zwei nebeneinander.

"Schau!", sagt Benni und streckt seine Muskelbündel am rechten Oberarm vor Adam aus. "Sie sind wieder größer geworden."

"Wie neidisch machst du mich!", spottet der. "Du bekommst sicher einen Job als Schienenverleger."

"Dafür braucht man heute keine Muskeln mehr. Geht alles mit Maschinen."

Bald sind sie am Platz, wo das Fest stattfindet. Es herrscht Lärm und nochmals Lärm, und es wimmelt von Leuten. Ein Kinderkarussel dreht seine Runden, beim Schießstand stehen Haufen Jungs und Männer, und der Duft von Bratwürsten weckt Appetit.

Zuerst stehen sie beim Schießen an. Nach ein paar Minuten erwischt Adam ein Gewehr. Er ist ein guter Schütze. Dreimal Schuss, dreimal im Ziel! Er gewinnt einen Teddybären. Benni wagt sich nicht einmal.

Mit dem Plüschding schlendern sie zum Wurststand. Anstehen und warten. Da erkennt Benni einen Schulkollegen. "Hey, Ingo!", ruft er.

Der schwarzhaarige junge Mann am Grill schaut auf. "Hoi, Benni! Ich schmeiße für dich einen extra dicken drauf!" Während er die Würste wendet, schaut er ein paar Mal nach Adam, und Adam schaut auf ihn.

Sie kommen dran. Auf einer Pappschüssel serviert Ingo ihnen zwei Würste. "Ehrlich teilen!", mahnt er und schaut wiederum nach Adam. "Wer bist denn du?", fragt er.

Adam, verlegen wie immer, sagt: "Ich heiße Adam, Adam Rohrbach."

Ingo schaut ihn fast zudringlich an. "Ich bin Ingo."

"Ingo!", wiederholt Adam.

"Ingo Hartdorf", ergänzt er und lacht Adam an.

"Er hat leider nicht alle Tassen im Schrank", spottet Benni über Ingo, während er die Würste bezahlt. Adam steht unbeholfen dabei. Bis er weiß, wie er etwa reagieren könnte, ist der passende Moment längst vorbei. Er beißt in die Wurst. Heißer Saft spritzt heraus, wie beim Wichsen.

Er vernimmt, dass Ingo und Benni in derselben Gymiklasse zur Schule gehen. "Er ist ein Streber", sagt Benni, "und abonnierter Klassenbester."

"Aber in Ordnung?", fragt Adam.

"Ja, ja, sicher zu mir. Nur weiß er immer alles besser."

Benni geht auf Ingo zu. "Ist das deine Mutter?", will er wissen und weist auf die übergewichtige Frau, die das Zepter im Wurststand zu schwingen scheint.

"Meine Mutter liest ausschließlich Bücher, weißt du doch? Ich bin hier Aushilfe, weil der Griller krank ist."

"Du stinkst sicher nach Fett, wenn du ins Bett gehst", scherzt Benni.

"Nicht doch! Ich gehe regelmäßig unter die Dusche. Solltest du auch mal ausprobieren! Dich riecht man sogar ohne Bratwurst!"

Dann scheint Friede zu herrschen.

"Und du, was hast denn du für Hobbys?", fragt Ingo Adam, während er sich weiter um Würste bemüht.

"Ich? Eh, willst du es wirklich wissen?"

"Wirklich!", lacht er ihm kurz zu.

Ingos Interesse macht ihn mutig. Er macht einen Gegenzug. "Rate mal!"

"Puppen aufreißen!", wirft Benni kichernd ein.

"Schnauze, Drecksack!", ruft ihm Ingo zu.

"Nun, rate!", drängt

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