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Player Eine Dirty Office Romance - Roman von Keeland, Vi (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.09.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Die junge Paartherapeutin Emerie Rose kann ihr Glück kaum fassen. Sie hat ein Traumbüro mitten in New York ergattert! Doch eines Abends steht Drew Jagger in ihrer Tür: Starscheidungsanwalt, unverschämt attraktiv und rechtmäßiger Besitzer des Park-Avenue-Büros. Während er im Urlaub war, hat ein Betrüger Emerie um ihre gesamten Ersparnisse gebracht. Glücklicherweise erlaubt der arrogante Drew ihr, für ein paar Wochen zu bleiben. Doch Emerie und der Scheidungsexperte haben absolut nichts gemeinsam. Außer dass sie sich mit jedem Streit immer stärker zueinander hingezogen fühlen ...

Vi Keeland ist eine New-York-Times-Bestsellerautorin. Mit über einer Million verkaufter Bücher wird sie inzwischen in acht Sprachen übersetzt. Vi Keeland hat ihre große Liebe mit sechs Jahren kennengelernt. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in New York.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 17.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641222079
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Egomaniac
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1. Kapitel

Drew

Ich hasse Silvester.

Seit zwei Stunden saß ich jetzt schon im Verkehr fest, dabei waren es keine neun Meilen vom Flughafen LaGuardia bis zu meiner Wohnung. Inzwischen war es nach zehn Uhr abends. Warum amüsierten sich all diese Menschen nicht längst auf einer Party? Langsam kroch die Limousine in Richtung Norden. Meine ganze innere Anspannung, die sich in den zwei Wochen auf Hawaii gelöst hatte, baute sich bereits wieder in mir auf.

Ich versuchte, nicht an all die Arbeit zu denken, die mich zu Hause erwartete - die unzähligen Probleme anderer Leute, die meine Anspannung noch verstärkten:

Sie hat ihn betrogen.

Er hat sie betrogen.

Ich will das alleinige Sorgerecht für die Kinder.

Sie darf das Haus in Vail nicht bekommen.

Sie hat es nur auf mein Geld abgesehen.

Sie hat mir seit drei Jahren keinen mehr geblasen.

Pass auf, du Arsch, du bist fünfzig, hast eine Glatze und eine Figur wie ein Ei. Sie ist dreiundzwanzig, sexy und hat einen tollen Vorbau. Du willst diese Ehe retten? Komm mit zehn Riesen in frischen, sauberen Scheinen nach Hause und sag ihr, sie soll auf die Knie gehen. Dann bekommst du, was du willst. Und sie bekommt, was sie will - nämlich dein Geld. Machen wir doch nicht mehr daraus, als es war. Das willst du nicht? Anders als deine zukünftige Exfrau nehme ich einen Scheck. Stell ihn auf Drew M. Jagger, Rechtsanwalt, aus.

Allmählich bekam ich leichte Beklemmungen in diesem Uber. Ich rieb mir den Nacken und blickte aus dem Fenster. Auf dem Bürgersteig überholte uns eine alte Frau mit einer Gehhilfe.

"Ich steige hier aus", bellte ich den Fahrer an.

"Und Ihr Koffer?"

Ich war bereits aus dem Wagen. "Machen Sie den Kofferraum auf. Wir stehen doch sowieso."

Der Verkehr bewegte sich nicht, und bis zu meinem Haus waren es nur noch zwei Blocks. Ich warf dem Fahrer hundert Dollar hin, schnappte mir mein Gepäck aus dem Kofferraum und atmete einen tiefen Zug Manhattan ein.

Ich liebte diese Stadt ebenso sehr, wie ich sie hasste.

575 Park Avenue war ein restaurierter Vorkriegsbau auf der südöstlichen Ecke der 63. Straße - eine Adresse, die gewisse Vorurteile weckte. Schon mein Vater war hier Mieter gewesen, lange bevor das Gebäude in überteuerte Eigentumswohnungen umgewandelt wurde. Darum durfte ich mein Büro im Erdgeschoss behalten, während man anderen Geschäftsinhabern schon vor Jahren gekündigt hatte. Ich bewohnte außerdem das Penthouse in der obersten Etage.

"Willkommen zurück, Mr Jagger", begrüßte mich der uniformierte Portier und hielt mir die Tür zur Halle auf.

"Danke, Ed. Habe ich in meiner Abwesenheit etwas verpasst?"

"Nein. Alles wie immer. Ich habe mir neulich mal Ihre Baustelle angesehen. Sieht gut aus."

"Benutzen die Handwerker wie besprochen den Lieferanteneingang unten in der 63.?"

Ed nickte. "Ja. Ich habe die letzten Tage kaum etwas von denen mitbekommen."

Ich brachte das Gepäck in die Wohnung und fuhr dann mit dem Fahrstuhl wieder nach unten, um nach dem Rechten zu sehen. Während ich zwei Wochen in Honolulu ausgespannt hatte, hatte ich meine Büroräume umfassend renovieren lassen. Risse in den hohen Decken mussten neu verputzt und gestrichen, das alte Parkett durch einen neuen Boden ersetzt werden.

Die Durchgänge waren noch mit Plastikplanen verhängt. Auch das wenige Mobiliar, das ich nicht eingelagert hatte, stand noch geschützt unter Planen. Mist. Sie sind noch nicht fertig. Der Bauleiter hatte mir versichert, bei meiner Rückkehr seien allenfalls noch kleinere Arbeiten zu erledigen. Ich war zu Recht skeptisch gewesen.

Als ich das Licht einschaltete, stellte ich jedoch zufrieden fest, dass der Eingangsbereich komplett fertig war. Zur Abwechslung endlich einmal ein Silvesterabend

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