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Professor Zamorra - Folge 1068 Feuer und Asche von Suchanek, Andreas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.05.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Professor Zamorra - Folge 1068

Der ORONTHOS ist die Hölle der Dämonen - und sie ist voller Dämonen, die Zamorra und seine Gefährtin einst dorthin schickten. Noch Wochen, nachdem sich im Geist von Eliska die Visionen aus dem birmanischen Tempel manifestierten, leidet die junge Hexe unter Albträumen. Wovor wollte die Inschrift sie warnen? Als Ihr Gegner Svatopluk zum großen Schlag ausholt, wird klar: Ein Langzeitplan steht kurz davor vollendet zu werden. Ein Plan, der einer bösen Macht zur Rückkehr verhelfen soll - aus dem ORONTHOS ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 05.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732510917
    Verlag: Bastei Lübbe
    Größe: 763 kBytes
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Professor Zamorra - Folge 1068

Frankreich
Irgendwo in Paris

Es war ein Leichtes, beide Stromkreise zu unterbrechen, ohne dass der Alarm ausgelöst wurde. Die Sicherheitssysteme des hochmodernen Lofts waren geradezu lächerlich. Vermutlich hatte jemand an der falschen Stelle Geld sparen wollen.

Manche Dinge ändern sich eben nie.

Er öffnete das Deckenlicht, hakte seinen Enterhaken ein und schwang in die unter ihm wartenden Schatten. Das war es, was er liebte. In jenen Augenblicken fühlte er sich lebendig.

Einmal Dieb, immer Dieb.

Das dünne Aluminiumseil spulte langsam ab. Er sank in die Tiefe. Kurz überlegte er, ob neben den irdischen Fallen möglicherweise noch magische auf ihn warteten. In dem Fall war er natürlich erledigt.

Alain Voleurrouge lächelte.

Manchmal musste man eben etwas riskieren. Seine Füße berührten den teuren Teppich. Er kam auf und sah sich um. Die gesamte rückwärtige Front war verglast, wodurch die Lichter des nächtlichen Paris in den Raum fielen. Licht und Schatten verschmolzen.

Gegenüber der Eingangstür stand ein Schreibtisch, der fast die vollständige Breite des zentralen Raums einnahm. Alte Pergamente und Folianten waren darauf ausgebreitet. An die Ränder der kostbaren Schriften hatte jemand Notizen gekritzelt, was vermutlich jedem Archäologen einen Herzinfarkt bereitet hätte.

Der Fußboden war mit edlem Parkett ausgelegt. An diversen Stellen waren Graben in das Holz gezogen und mit weißen Steinen aufgefüllt worden.

Rund um einen niedrigen Glastisch waren Sitzkissen gruppiert, auf der Platte stand ein Teeservice.

Er musste mit Schrecken erkennen, dass zwei der Teeschalen gefüllt waren. Dampf stieg von ihnen auf.

Da ist jemand vorbereitet.

Mit dem Gedanken endete die Dunkelheit.

"Erwischt", sagte Eliska Novak. Grinsend stand sie im Durchgang zum Schlafzimmer. "Du hast dir Zeit gelassen. Ich dachte schon, der Tee wird kalt."

Erfreut sie zu sehen, aber auch wütend darüber, erneut entdeckt worden zu sein, riss sich Alain die Maske herunter. "Das macht einfach keinen Spaß." Er zog die Rose hinter seinem Gürtel hervor. "Eigentlich wollte ich die auf dein Kopfkissen legen."

"Ha. Vermutlich hätte ich mich an den Dornen gestochen."

"Die habe ich entfernt." Nun war es an ihm zu grinsen.

Eliska kam auf ihn zugerannt. Beide gingen zu Boden, küssten sich stürmisch, als hätten sie sich seit Monaten nicht mehr gesehen. Alain konnte sich sein Gier nach dieser Frau, das Prickeln in seinem Bauch, als habe jemand eine Horde Schmetterlinge dort eingesperrt, und seine ständig feuchten Hände in ihrer Gegenwart, kaum erklären.

Bevor er weiter darüber nachdenken konnte, hatte sich Eliska ihrer Bluse entledigt. Das dunkelblonde Haar trug sie stets zu einem Pferdeschwanz gebunden, was sie jugendlich wirken ließ. Die feinen Grübchen um ihren Mund faszinierten ihn, er wollte jedes davon nachzeichnen. Ihr Lachen war euphorisierend. Ihr unergründlicher Blick fiel auf ihn herab.

"Wirst du weiterhin nur daliegen und mich anstarren oder deine Niederlage anerkennen, wie ein Mann?" Sie prustete über seinen verdatterten Blick.

"Na, warte."

Er löschte das Licht.

Was folgte, war ein Gerangel, bei dem sie nach und nach ihre Kleidung verloren. Sie schafften es nicht mehr zum Bett. Stattdessen vergnügten sie sich direkt hier, im hereinfallenden Schein der Lichter von Paris.

Eliska sah sich um. Sie stand auf einer weiten Ebene, die in der Ferne abrupt endete.

Eine schwebende quadratische Fläche. Darunter gähnte ein schwarzer bodenloser Abgrund. Weit über ihr schwebte ein gigantischer Kubus aus Ziegelstein, der langsam rotierte. Auf den Seiten waren Schriftzeichen eingebrannt.

Der Mond über der Burg des Zauberers, Machtwechsel in aller Form.

Die Worte kamen ihr vertraut vor. Irgendwo hatte sie sie schon einmal gel

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