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Rache Die Eingeschworenen 4 von Low, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.04.2013
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Rache

Vergeltung bis zum letzten Mann! In der archaischen Welt der Wikinger sind die Eingeschworenen respektiert und gefürchtet. Aber Gold und Ruhm haben ihren Preis. Nach einer schweren Niederlage kennen die Kampfgefährten nur noch ein Ziel: blutige Rache. Doch dann erhalten sie ihren schwersten Auftrag. Sie sollen die schwedische Königin schützen, der mächtige Gegner nach dem Leben trachten. Die Zukunft des schwedischen Königreichs liegt in der Hand der Wikinger, für die es ums nackte Überleben geht ... Robert Low ist Journalist und Autor. Mit 19 Jahren war er als Kriegsberichterstatter in Vietnam. Seitdem hat ihn sein Beruf in zahlreiche Krisengebiete der Welt geführt. Um seine Abenteuerlust zu befriedigen, nimmt er regelmäßig an Nachstellungen von Wikingerschlachten teil. Robert Low lebt in Largs, Schottland - dem Ort, wo die Wikinger schließlich besiegt wurden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 09.04.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641103958
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: The Prow Beast
    Größe: 942 kBytes
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Rache

Ostgotland, A. D. 975

Die Sonne hielt sich hinter den bleifarbenen Wolken, aber immerhin hatten sie einen Silberrand. Der Regen prasselte, das Meer wogte schwarz und träge wie ein Walross auf dem Felsen und der Wind trieb mir Sprühnebel in die Augen.

" Leider stürmt es nicht genug", erklärte Hauk Schnellsegler. Natürlich hatte er recht. Es stürmte nicht stark genug, um unsere Feinde aufzuhalten, deren großes, grün umrandetes Segel der Wind blähte, der sie den Fjord herauftrieb. Auf dem Schiff, an dessen Bug eine Schlange bösartig das Maul aufriss, sah dieses Segel aus wie eine Drachenschwinge, und das gab dem Schiff auch seinen Namen.

Auf der Fjord Elk lagen die Riemen knapp über dem Wasser und wurden nur benutzt, um das Tier am Bug im Wind zu halten, der uns die Feinde entgegentrieb; es wäre sinnlos gewesen, uns abzumühen - wir waren ohnehin unterbesetzt -, während unsere Feinde ihre Rüstung anlegten. Erst wenn sie das Segel einholten, würde es für uns ernst werden, dann waren sie zum Kampf bereit.

Stattdessen waren die Männer damit beschäftigt, Gurte festzuzurren, ihre Klingen zu prüfen und ihr Haar zusammenzubinden, das der Wind ihnen ins Gesicht wehte. Alle gedungenen Männer von Jarl Brands Schwarzadler waren bei uns, bis auf sechs, die mit Ref und Bjaelfi die Frauen und Kinder von der Halle in Hestreng hinunter ins Tal führten, zusammen mit so viel Verpflegung und Zeltbahnen, wie sie tragen konnten. So weit weg wie möglich vom Zorn Randr Sterkis und der rachedurstigen Besatzung der Drachenschwinge.

Ich hoffte, Randr Sterki würde sich damit zufriedengeben, Hestreng zu plündern und niederzubrennen und nicht allzu weit ins Landesinnere vordringen. Ich hatte ihm mehrere Hammel und einen Stall voll Hühner und Schweine dagelassen, die er mitnehmen konnte, dazu die Halle und die Nebengebäude zum Abbrennen - und wenn er hinter den Eingeschworenen her war ... Nun ja, wir waren hier und erwarteten ihn auf See.

Trotzdem, ich wusste schon, was Randr zu diesem Überfall bewogen hatte, und ich konnte es ihm nicht einmal verdenken. Wieder spürte ich einen Speer in der Kehle und hatte beinahe die Hosen voll vor Angst, so wie es mir immer ging, wenn wir Männer zu erwarten hatten, die mir mit scharfem Metall zu Leibe rücken wollten. Aber ausnahmsweise hatte ich diesmal nicht den Wunsch, irgendwo anders zu sein. Ich gehörte hierher, um die Meinen zusammen mit unseren Grünschnäbeln, die am Nestrand hockten, vor der Rache der Plünderer zu bewahren.

Vor Männern, wie wir es waren.

Gisur, der sich zwischen den Männern hindurch von Stag zu Stag schwang, sah aus wie dieser wild gewordene kleine Affe, den ich einst in Serkland gesehen hatte. Sein wettergegerbtes Gesicht sah ihm so ähnlich, dass ich grinsen musste. Mein Grinsen überraschte ihn im Angesicht dessen, was uns bevorstand, doch dann grinste er zurück.

" Wir sollten die Riemen einziehen, Jarl Orm, ehe sie zersplittern."

Ich nickte; wenn die Schiffe aneinanderstießen, würde von den Riemen auf der entsprechenden Seite nicht mehr viel übrig bleiben, falls wir sie draußen ließen. Mit lautem Gepolter wurden sie an Bord geholt und längsseits geborgen, ab und zu fluchte jemand, wenn ihn ein Holm traf. Jetzt konnte ich den weit aufgerissenen Rachen der Drachenschwinge ganz klar erkennen, ich hörte bereits schwach das erste Gebrüll in der Ferne und sah, wie mit Waffen hantiert wurde.

Ich beobachtete, wie sie das Segel um die Rah wickelten, als zwei von Jarl Brands Männern sich nach vorn drängten, fast bis an den Bug der Fjord Elk. Sie kletterten über Riemen, schubsten Männer zur Seite und legten noch im Gehen die Pfeile an die Sehne. Sie schossen, und die Schreie, die aus der Ferne ertönten, ließen unsere Männer aufjubeln - und dann fluchen, als umgehend die Antwort kam und ins Holz eindrang. Einer der

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