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Raphael Der Zeitenwandel von Müller, Mortimer M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.12.2015
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Raphael

Mein Name ist Raphael. Ich bin äußerlich menschlich, tatsächlich aber ein Vampir. Ein Erzvampir, um die Dinge beim Namen zu nennen. Sie denken, die Menschen sind die Krone der Schöpfung? Falsch gedacht! Wir Erzvampire lenken das Schicksal der Welt, wurden bereits vor Jahrtausenden als Hüter des Gleichgewichts ernannt - und das aus gutem Grund. Manche Unsterbliche kennen nur die Sprache der Gewalt. Andere treibt die Gier nach Macht in den Wahnsinn. Einige schrecken auch nicht davor zurück, Weltkriege zu entfesseln. Und vom drohenden Zeitenwandel will ich gar nicht erst anfangen. --- Ich sehe schon, so wird das nichts. Also alles der Reihe nach. --- Persönlich und pointiert erzählt RAPHAEL von epischen Feindschaften, skurrilen Begebenheiten, sinnlichen Momenten und räumt mit allen Vorurteilen gegenüber Blutsaugern auf. Denn in Wahrheit sind Erzvampire vor allem eins: Die Beschützer der Menschheit ... --- Zum Inhalt: Der Rat der Unsterblichen, angeführt von den acht Erzvampiren, überwacht die Menschheit und sorgt für die Wahrung des Gleichgewichts. Einer von ihnen ist Raphael. Während die Menschen das Potenzial zur Massenvernichtung erlangen und sich dem Informationszeitalter nähern, tauchen beunruhigende Zeichen auf. Unsterbliche verschwinden, düstere Prophezeiungen beginnen sich zu erfüllen und der Rat droht auseinanderzubrechen. Als sich auch noch übermächtige Wesen den Erzvampiren entgegenstellen wird klar: Der Zeitenwandel hat begonnen! Mortimer M. Müller schreibt seit seiner Jugend Lyrik, Kurzgeschichten und Romane in den Genres Thriller, Fantastik und Satire. Daneben ist er in den kreativen Bereichen Gesang und Fotografie aktiv. Er arbeitet und studiert an der Universität für Bodenkultur in Wien. Sein Kitzbühel-Thriller KABINE 14 wurde für den Friedrich-Glauser-Preis 2014, Sparte Debütroman, nominiert. --- Mehr Informationen finden Sie unter: http://blog.mortimer-mueller.at

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 15.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739284606
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 377 kBytes
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Raphael

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Der Rat der Unsterblichen

D en zweiten Weltkrieg hatte keiner von uns ignorieren können. Spätestens mit dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki mussten wir einsehen, dass die Menschheit eine neue, tödliche Schwelle überschritten hatte. Sie besaß nun das Potenzial zur Massenvernichtung und Zerstörung unseres Planeten.

So wunderte es mich nicht, dass ich wenige Tage nach dem Waffenstillstand zwischen Japan und den USA eine Einladung von Michaela erhielt, in der sie mich um die Teilnahme an der Sitzung des Rates bat. Als Ort der Verhandlung hatte meine große Schwester die Wüste Gobi ausgewählt. In letzter Zeit mussten wir unsere Treffpunkte immer umsichtiger wählen, da einerseits die Zahl der Menschen beständig anstieg und andererseits ihre Fortschritte in Wissenschaft und Technik immens waren. 2

Auf die Sekunde zum verabredeten Zeitpunkt landete ich vor dem unterhöhlten Felsmassiv bei Dalandsadgad. Michaela hatte ein Tarnfeld um die Höhle gelegt. Entweder sie fürchtete ungebetene Gäste oder sie wusste etwas, das ich noch nicht wusste - was nicht verwunderlich gewesen wäre; meistens wusste Michaela alles zuerst.

Gemächlich trottete ich durch einen der Stollen in das unterirdische Gewölbe hinab. Eile war keine geboten, denn nicht alle meiner unsterblichen Kollegen waren so pünktlich wie ich.

Umso verblüffter war ich, als ich die Höhle betrat und mir ein mehrstimmiges, mentales "Endlich!" entgegenschlug. Der Rat war bereits vollzählig. Michaela, die wie immer den Vorsitz innehatte, saß rechts, Luzifer 3 ihr gegenüber am anderen Ende der Grotte. Während Gabriel und Israfil bei Michaela Platz genommen hatten, waren Uriel und Eva an Luzifers Seite gerückt. Azrael war wie üblich nicht auffindbar.

Zwischen meinen Geschwistern hatten sich die Vertreter der anderen Unsterblichen niedergelassen. Die Liberalen auf der einen Seite: der Elbenkönig und seine drei Fürsten, die fünf Stammeshäuptlinge der Trolle sowie alle vier Urdämonen. Die bbb 4 - Fraktion markierte die andere Seite: Fenris mit seinen beiden Gefährtinnen und die sieben herrschenden Dunkelalben. Wie immer waren die Frauen des Werwolfes in Menschengestalt erschienen, Fenris hingegen war dem Erscheinungsbild des Wolfes treu geblieben. 5

"Du kommst spät", sagte Michaela trocken.

Ich zwirbelte meinen schneckenhausförmigen Schnurrbart. "Spät? Ich bin keine irdische Minute in Verzug."

"Wir warten seit einer irdischen Stunde."

Kurz, aber wirklich nur kurz, erwog ich, ob sich Michaela mit mir einen Scherz erlaubte - doch war sie nicht die Person, die mit anderen Späße trieb. Mein Blick fiel auf Gabriel. Augenblicklich wusste ich Bescheid.

"Hast du nichts Besseres zu tun, als Botschaften an Geschwister zu fälschen?", fuhr ich ihn an.

"Ich?" Gabriels Miene war die reinste Unschuld. "Wie kommst du denn darauf?"

Michaela ließ keine Eskalation zwischen uns zu. Irgendwie schade, denn ich hätte bereits eine wunderbare Erwiderung auf Gabriels Missetat bereitgehalten. 6

"Schluss", sagte sie bestimmt. "Tragt eure kindischen Reibereien woanders aus."

Wir schwiegen, doch insgeheim ahnte ich, dass Gabriel nicht besänftigt war. Seine letzte Niederlage vor einigen Jahren brannte ihm wohl nach wie vor auf der Seele.

"Da wir nun vollzählig sind", begann Michaela, "zunächst eine kurze Erklärung, weshalb ich den Rat einberufen habe. Jeder von euch hat die dramatischen Entwicklungen in den letzten Jahren mitverfolgt und den Abwurf der beiden Atombomben registriert."

Uriels Mund klappte auf. Er schien etwas entgegnen zu wollen, behielt seine Meldung jedoch für sich.

"Auch konnte ich in den vergangenen dreißig Jahren mehrere beunruhigende Zeichen ausmachen, die auf einen baldigen Umbruch des Zeitalters hindeuten. Darunter fallen Veränderungen der Energiestruktur des Weltenflusses, emotionale Instab

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