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Raue Hände auf weicher Haut von Reisz, Tiffany (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.02.2019
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Raue Hände auf weicher Haut

'Was du brauchst, ist guter Sex!' Da kann Joey ihrer Freundin nur zustimmen. Nach einer Enttäuschung hat sie den bitter nötig. Aber woher nehmen, jetzt, wo sie in einer einsamen Blockhütte urlauben will? Bloß ist die Hütte bereits besetzt. Von einem breitschultrigen Traummann ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 28.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733739485
    Verlag: CORA Verlag
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Raue Hände auf weicher Haut

1. KAPITEL

Sie gab ihren Eltern die Schuld daran. Die hatten sie schließlich Jolene genannt. Wer nannte seine Tochter nach der berüchtigtsten Frau der Countrymusic? Sobald sie erfahren hatte, nach wem sie benannt worden war, wurde aus Jolene Joey - für immer. Und trotzdem hatte Joey vor zwei Tagen die hässlichste Wahrheit ihres Lebens erfahren: Sie hatte mit einem verheirateten Mann geschlafen.

Zwei Jahre lang.

Joey seufzte.

"Jo?"

"Entschuldige", sagte Joey.

"Es gibt nichts, wofür du dich entschuldigen musst." Kira drückte ihr Knie. "Wir sind gleich am Flughafen. Willst du irgendwo anhalten?"

Joey schüttelte den Kopf. "Fahr weiter. Je schneller ich aus L. A. wegkomme, desto besser. Danke, dass du mich abgeholt hast."

"Ich kann Ben auch umbringen. Ich bringe Ben gerne für dich um. Ich würde es sogar tun, wenn du nicht willst, dass ich es tue."

Als Joey lachte, fühlte es sich seltsam an, und sie begriff, dass sie zum ersten Mal seit über sechsunddreißig Stunden gelacht hatte.

"Wäre Mord nicht etwas übertrieben?", fragte Joey.

"Übertrieben? Der Dreckskerl hat in Honolulu mit dir geschlafen und in L. A. mit seiner Frau und zwei Jahre lang weder dir von ihr noch ihr von dir erzählt. Das ist passiert, richtig?"

"Ja."

"Dann ist es kein Mord. Es ist Notwehr. Und widersprich mir nicht, wenn ich recht habe."

Joey widersprach nicht. Kira hatte ja auch recht. Zwei Jahre lang war Ben Joeys Freund gewesen. Sie hatten zusammengearbeitet. Miteinander geschlafen. Sie hatte ihm geglaubt, als er ihr erzählt hatte, wie sehr er es hasste, in L. A. zu leben. Dass er seine Zeit mit ihr auf Hawaii schätzte. Er würde ganz dorthin ziehen, wenn er könnte, aber die Arbeit ließ es nicht zu. Alles Lügen. Lügen, die sie geglaubt hatte. Darum war sie nach L. A. geflogen, um ihn zu überraschen. Und das war ihr auch gelungen. Sie hatte an seine Tür geklopft, und seine Frau hatte aufgemacht. Eine Überraschung für sie alle.

"Also ... Mord?", fragte Kira.

"Nein. Jedenfalls noch nicht." Sie musste erst über Ben hinwegkommen. Ihn zu hassen war leicht. Ihn nicht zu lieben war schwieriger.

"Darf ich wenigstens seine Eier abschneiden?" Kira grinste teuflisch.

Joey schluckte schwer und nickte. "Okay", erwiderte sie. "Aber nur die Eier."

Kira setzte sie am Terminal ab und half ihr mit ihren Taschen. Joey lehnte ihren Kopf an Kiras Schulter.

"Ich wollte ihn heiraten", erklärte Joey.

"Ich weiß." Kira tätschelte ihr den Rücken.

"Ich hätte es wissen müssen. Ich meine, zwei Jahre, ohne dass er mich nach L. A. eingeladen hat?"

"Es ist nicht deine Schuld."

"Was soll ich nur tun?" Joey sah zu Kira auf. Mit ihr zusammen hatte sie im Büro von Oahu Air in Honolulu gearbeitet, bevor Kira nach Kalifornien versetzt worden war. Sie waren gute Freundinnen geworden und waren es noch immer, auch wenn ein halber Ozean zwischen ihnen lag.

"Du machst Folgendes: Du fährst heim nach Oregon, hast Spaß auf der Hochzeit deines Bruders und schläfst mit dem ersten scharfen Kerl, den du siehst, nachdem das Flugzeug gelandet ist. Keine Schuldgefühle. Keine Reue. Es geht nicht um Liebe. Es geht darum, dass du dich um dich kümmerst. Sexuell. Das würde Ben wütend machen, richtig? Wenn du gleich mit einem anderen ins Bett steigst?"

"Genauso wütend, wie wenn ich sein Haus niederbrennen würde."

"Dann tu es, und hab Spaß."

"Ich will nicht. Das Letzte, woran ich momentan denken will, ist, mit jemandem auszugehen."

"Schön langsam, Jo. Niemand hat etwas von miteinander ausgehen gesagt. Es geht um Sex. Als zweifach geschiedene Frau sage ich dir, dass du sechs Monate lang niemanden daten darfst. Sex ist okay. Mit jemandem ausgehen bringt Ärger. Und kauf auch kein Auto, kein Haus und keine Luxus-Handtaschen. Aber Sex, ja." Kira deutete mit ihrem manikürten Finger auf Joeys Nase. "Hab verrückten, h

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