text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Reden ist Silber, Küssen ist Gold von Mallery, Susan (eBook)

  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (PDF)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Reden ist Silber, Küssen ist Gold

Skye Titan dachte immer, aller guten Dinge sind drei ... Ihr Vater will sie erneut an einen reichen Mann verheiraten, der es aber auch auf ihre Schwester abgesehen hat. Über ihre Stiftung werden üble Gerüchte gestreut, die ihr Lebenswerk zerstören könnten. Und Mitch, der einzige Mann, den sie je geliebt hat, kehrt nach neun Jahren endlich wieder in seine Heimat zurück. Nur leider erkennt sie ihn in dem verbitterten Mann überhaupt nicht wieder. Wäre da nicht ihre achtjährige Tochter Erin, hätte Skye überhaupt nichts mehr zu Lachen. Also beschließt Skye, ihr Leben endlich wieder selbst in die Hand zu nehmen - für Erin, für sich und für ihre große Liebe.

In ihren mehr als 35 Liebesromanen gelingt es Susan Mallery immer wieder aufs Neue, Humor mit großen Gefühlen zu kombinieren und außerordentliche Charaktere zu schaffen, die in der Fantasie der Leser weiterleben. Susan ist verheiratet und lebt mit Ihrem Mann in Südkalifornien, wo die Sonne immer scheint und exzentrische Anwandlungen eines Autors als normal angesehen werden. Sie hat einen großartigen Stiefsohn und zwei schöne, aber nicht sehr kluge Katzen. SUSAN MALLERY

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 352
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862782116
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Serie: Mira Taschenbuch Bd.25499
    Originaltitel: Lip Service
    Größe: 5294 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Reden ist Silber, Küssen ist Gold

1. KAPITEL

I ch möchte, dass Sie meine Tochter heiraten."

Skye Titan hatte schon genügend Schwierigkeiten damit, ein kleines Tablett mit zwei Getränken sowie einen Teller mit Häppchen in einer Hand zu balancieren, während sie die andere nach dem Griff der Bibliothekstür ausstreckte. Die plötzlich einsetzende Atemnot erleichterte das Vorhaben nicht gerade.

Noch vor dreißig Sekunden hätte sie es nicht für möglich gehalten, dass irgendeine Äußerung ihres Vaters sie noch überraschen könnte. Aber da hatte sie sich geirrt.

So viel zum Thema Erniedrigung, dachte sie und überlegte, ob Jed Titans Aussage bedeutete, dass er einen Schwiegersohn kaufen oder eine Tochter verkaufen wollte. Bei ihm konnte man nie sicher sein.

"Izzy?", fragte der andere Mann, dessen Stimme trotz der dicken Tür zwischen ihnen klar zu verstehen war.

"Nein. Skye."

"Oh."

Skye wartete ungeduldig.

Oh? War das alles? Ihr Ärger wuchs, je mehr Sekunden verstrichen.

"Ich denke, das könnte auch funktionieren", sagte die andere Stimme endlich.

Skye gab ein ärgerliches Schnauben von sich. Das waren mal Worte, die ihr Herz schneller schlagen ließen. So unglaublich charmant. Wie sollte sie es bloß schaffen, sich T.J. Boone nicht sofort an den Hals zu werfen, sobald sie die Bibliothek betrat?

Wäre sie eine etwas weniger gut erzogene Gastgeberin und pflichtbewusste Tochter gewesen, hätte sie jetzt die Tür aufgestoßen, ihnen beiden die Drinks ins Gesicht geschüttet und danach das Haus auf Nimmerwiedersehen verlassen.

"Egoistischer Bastard", murmelte sie vor sich hin. Sie war selbst nicht sicher, ob sie damit T.J. oder ihren Vater meinte. Verdient hatten es beide.

Sie zwang sich, ruhig durchzuatmen, stellte sich dann vor, wie sie in der großen Badewanne in ihrem ans Schlafzimmer angrenzenden Badezimmer versank. Schaum bis zum Kinn, ein Glas Weißwein dazu, um ihre Nerven ein bisschen zu beruhigen. Sie war gelassen und hatte sich unter Kontrolle. Sie würde das Richtige tun, weil sie nun einmal so war. Das brave Mädchen, verdammt. Diejenige, die Leuten wie ihrem Vater und T.J. Getränke servierte.

Skye öffnete die Tür zur Bibliothek und trat ein. Die beiden Männer standen neben dem Billardtisch. Jed machte sich gar nicht erst die Mühe, ihre Ankunft zu bemerken, während T.J. sich nicht ganz wohl in seiner Haut zu fühlen schien. Als überlege er, ob sie wohl gehört habe, wie wenig begeistert er über sie gesprochen hatte.

Sie lächelte, als sie dem erfolgreichen Geschäftsmann seinen Drink anbot, und wünschte sich, vorher noch einmal hineingespuckt zu haben.

"T.J.", sagte sie.

"Skye."

Mit seinen blonden Haaren und den blauen Augen war er ein durchaus attraktiver Mann. Groß und sehr gut gekleidet. Er war ein echter Texas-Boy und bestimmt sehr charmant, aber das war schwer festzustellen, solange dieses völlig ohne Begeisterung geäußerte "Ich denke, das könnte auch funktionieren" noch in ihrem Kopf rotierte.

Sie stellte die Appetithäppchen auf den kleinen Tisch in der Ecke. "Kann ich noch etwas für euch tun, Daddy?", fragte sie.

"Danke, das ist alles, Skye."

"Dann wünsche ich eine gute Nacht."

Damit hatte sie ihren Gastgeberpflichten Genüge getan. Während ihre Wut - wenn auch unhörbar - immer noch in ihr tobte, verließ sie die Bibliothek und ging die Treppen hinauf. Im zweiten Stock begab sie sich in den letzten Raum auf der linken Seite. Tagsüber war es ein helles, offenes, in Grundfarben gehaltenes Zimmer. Ein großes Bett stand vor dem Fenster, aus dem man einen ungestörten Ausblick über die Weiden hatte. Nachts kamen die Schatten hervor, doch die sieben Jahre alte Erin hatte keine Angst vor der Dunkelheit. Sie hatte vor gar nichts Angst. Eine Eigenschaft, die sie von ihrem Vater geerbt haben musste, dachte Skye neidisch.

Zusammengerollt wie ein kleines Kätzchen lag Erin schlafend unter ihr

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen