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Reinkarnation ist nichts für Feiglinge Roman von Brounéus, Fredrik (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.10.2014
  • Verlag: btb
eBook (ePUB)
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Reinkarnation ist nichts für Feiglinge

Als hätten der Dalai Lama und Douglas Adams gemeinsame Sache gemacht!
An der neuseeländischen Südküste: George Larson, in erster Linie mit seiner Freundin Kaisa und der Kunst einen guten Song zu schreiben beschäftigt, erhält unerwarteten Besuch. Sein Großvater, der eigentlich schon lange das Zeitliche gesegnet hat, steht vor der Tür. Seit der alte Herr tot ist, scheint er sichtlich aufgeblüht: Er raucht Kette und trinkt mehr Kaffee, als gesund sein kann. Und er hat eine Botschaft für George: Die Menschheit ist in großer Gefahr und George der Einzige, der dagegen etwas tun kann. Zunächst zögerlich, doch mit wachsendem Ehrgeiz stellt sich George seiner neuen Aufgabe und kratzt dabei an den großen Fragen der Menschheit - Was passiert wirklich, wenn wir tot sind? Was sind unsere wahren Ziele und wo geht die Reise hin? - und erhält durchaus erhellende Antworten: Auch Reinkarnation will geübt sein. Tibetische Mönche sind gar nicht so friedfertig, wie man erwarten würde. Und wer hätte es geglaubt: "Just do it", inzwischen zur inhaltsleeren Werbephrase verkommen, ist in Wirklichkeit eine jahrtausendealte Weisheit ...

Fredrik Brounéus, 1971 in Stockholm geboren, studierte Pharmazie und Journalismus, schrieb Kolumnen für eine der größten schwedischen Zeitungen sowie fürs Radio. Nach einer wissenschaftlichen Stelle in Neuseeland, an der Universität von Otago, ist er vor kurzem mit seiner Familie wieder nach Schweden zurückgekehrt. Brounéus ist Autor mehrerer Bücher, er wird mit Autoren wie Douglas Adams, Terry Pratchett, Jim Butcher und Robert Rankin verglichen. Seine Geschichten, die ein breites Publikum ansprechen, sind wunderbare und witzige Reisen ins Übersinnliche und das Universum.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 13.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641147693
    Verlag: btb
    Originaltitel: The Prince of Soul and The Lighthouse
    Größe: 5733kBytes
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Reinkarnation ist nichts für Feiglinge

Neuseeland, 2010

" I was left here with my dreams

Or maybe my dreams were left here with me

I'm sitting around, waiting for nothin' ...

Waiting for nothin'? Was reimt sich auf nothin'?", fragte ich, ohne die Hand von der Gitarre zu nehmen.

Es war Dienstagnachmittag. Kaisa und ich saßen in meinem Zimmer und jammten vor uns hin. Vielleicht war ja jammen ein bisschen übertrieben. Wir versuchten zu jammen , das kam der Wahrheit wohl näher. Wir spielten Gitarre, hörten Musik, träumten von der großen Karriere, und ich träumte auch von Kaisa. Und obwohl sie das offiziell noch gar nicht wusste, schätze ich, dass sie eine ziemlich genaue Vorstellung von dem hatte, was in meinem achtzehnjährigen Kopf vorging. Was umgekehrt in ihrem vorging, davon hatte ich nicht die blasseste Ahnung.

Mum und Dad waren noch bei der Arbeit, und Becky hatte am Dienstag Fußballtraining, weshalb wir ganz allein waren. Ich fand Dienstage toll.

"I was left here with my dreams

Or maybe my dreams were left here with me

I'm sitting around, waiting for nothin' ... nothin' ... nothin' ...

Cause nothin' ever happens when you're sittin' around", sang Kaisa mit ihrer schönen Stimme.

"He, Mann, das ist es!", sagte ich.

"Aber es reimt sich nicht."

"Nein, aber es stimmt total. Ich warte auf nichts, weil nichts passiert, wenn ich einfach nur rumsitze. Schreib's auf."

Kaisa strich sich ihre blonden Haare aus dem Gesicht und beugte sich über das Blatt, um den Text aufzuschreiben.

"... whenyoursittingaround ..."

"Es heißt you're - you-Apostroph-r-e."

"Hab ich. Okay, noch mal von vorn."

"I was left here with my dreams

Or maybe my dreams were left here with me

I'm sitting around, waiting for nothin'

Cause nothin' ever happens when you're sittin' around."

"Mensch, das wird der Hit, ich weiß es genau", sagte ich und lehnte mich auf meinem Bett zurück. "Das ist der beste Song, den wir je geschrieben haben."

"Es ist der zweite Song, den wir je geschrieben haben", korrigierte mich Kaisa.

"Und der beste", erklärte ich geduldig. "Es geht nicht darum, wie viele Songs man schreibt, sondern wie gut sie sind. Unser erster Song war scheiße, aber der hier ist toll."

"Scheiße war er nicht."

"Ziemliche Scheiße. Aber auf einen tollen Song kommen zehn, die scheiße sind, deshalb ist das ein Riesenschritt vorwärts. Noch ein paar Strophen, eine Überleitung und ein Refrain, dann sind wir reif für YouTube. Und dann ... wow. Plattenvertrag, Konzerte ..."

"Ist ja gut. Jedenfalls muss ich jetzt heim", sagte Kaisa und stand auf. "Ich muss meine Hausaufgaben für morgen machen."

"Yep, ich auch", sagte ich und atmete ihren Duft ein, als sie an mir vorbeiging. "Bis später, Königin des Soul."

Ich schmiss meine Gitarre aufs Bett und setzte mich an den Schreibtisch. Dort lauerte mein Biologiebuch; es sprang mich förmlich an wie ein alter Onkel, der immer die stinklangweiligsten Geschichten zum Besten gibt. Ich gab mich geschlagen; Widerstand war zwecklos. Ich blätterte zu Seite 131.

Borborygmus: das Geräusch, das der Magen macht, wenn er leer ist.

Zwei Sätze später war ich schon eingepennt.

Borborygmus.

Langweiliger konnte es nicht mehr werden.

Borborygmus: das Geräusch, das mein Kopf macht, wenn er leer ist.

In diesem Moment fiel eine Spinne von irgendwoher auf die Buchseite. Ich tötete sie nicht. Jetzt war das Buch wenigstens ein bisschen interessanter; es passierte was darin.

Es war eine komische kleine Spinne. Sie krabbelte hin und her und schien

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