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Ring frei für die Lust von Maguire, Meg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.05.2015
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Ring frei für die Lust

Breite Schultern, ein Werkzeuggürtel um die schmalen Hüften ... Von sündhaft heißen Typen wie Patrick hat Steph endgültig genug. Sie will einen kultivierten Businessman kennenlernen. Doch Patricks erotische Anziehungskraft ist leider stärker als jede Vernunft...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 04.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733752323
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 277 kBytes
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Ring frei für die Lust

1. KAPITEL

Am Fuß der Treppe blieb Steph stehen. Die Sporttasche in der Hand sah sie sich gründlich um. Wilinski's Fight Academy .

So hatte sie den Sportclub nicht in Erinnerung. War sie nicht erst letzten November hier gewesen?

Es sah aus, als sei eine Bombe explodiert.

Die Ausrüstung fürs Kardiotraining, die Matten und Boxringe, alles war dicht gedrängt an eine Seite gerückt, während auf der anderen die Wände aufgerissen waren. Maurerwerkzeug lag dort neben gestapelten Betonsteinen.

Aus der Ecke der Kämpfer erklang über den lauten Bass von Hip-Hop-Musik das Klatschen der Boxhandschuhe und das Ächzen der Kämpfenden.

Die Handwerker auf der anderen Seite riefen sich Anweisungen zu, eine Säge kreischte, und in dem Bereich, in dem schon in ein paar Tagen eine zweite Umkleide fertig sein sollte, jaulte ein Bandschleifer. Die Türöffnung war zwar mit dicken Plastikplanen zugehängt, dennoch drang Staub und Schmutz in den Trainingsraum.

Schweiß und Zement - das war der Geruch von Männern bei der Arbeit.

Steph hatte von beidem schon genug gerochen, sodass es ihr fürs ganze Leben reichte. Hoffentlich duftete der nächste Kerl, dem sie näher kam, etwas mehr nach Gentleman. Wie immer ein Gentleman auch riechen mochte. Vielleicht nach Zedernholz, nach Citrus oder Leder oder nach dem teuren Parfüm, das sie ihrem älteren Bruder einmal zu Weihnachten geschenkt hatte. Robbie hatte nur einmal daran geschnuppert und das Gesicht verzogen. Deshalb hatte Steph das Geschenk zurückgenommen und ihm stattdessen Tickets für die "Boston Bruins" besorgt. Eishockey statt Parfüm.

Die Flasche hatte Steph immer noch in ihrer Nachttischschublade. Manchmal spritzte sie etwas davon aufs Kopfkissen und tat, als gehöre der Duft zu ihrem schrecklich gebildeten Freund, der auf einer wichtigen Konferenz war. Sein Job war ihr egal, vorausgesetzt, sie bekam dadurch die Gelegenheit, ihn zu einer eleganten Weihnachtsfeier zu begleiten und dafür High Heels anzuziehen und sich das Haar zu Locken zu drehen.

Eines Tages ...

Im Moment jedoch stand sie hier im Boxclub, auf einer Seite die Handwerker, auf der anderen die Kämpfer, allesamt Vertreter der Spezies Mann, mit der sie bisher immer ausgegangen war. Wahrscheinlich waren alle sehr nette und anständige Kerle, die hart arbeiteten, genau wie ihr Dad, ihre Brüder, ihre Freunde und ihre Ex-Freunde aus Worcester.

Hier in Boston sollte ein neues Kapitel ihres Lebens beginnen, und dazu gehörte ein Freund mit sanften, kräftigen Händen, einem Collegeabschluss und fundiertem Wissen über guten Whisky.

Ihr Zukünftiger durfte sich nicht schämen, wenn er Steph seinen Kollegen und Bekannten vorstellte: "Und das ist meine Freundin Steph, ehemaliger Profi im Cage Fighting."

Träumen war ja nicht verboten.

Sie streifte sich die Schuhe ab und stellte sie in eines der Fächer neben der Tür. In weitem Bogen um das Chaos der Baustelle herum ging sie zum Trainingsbereich und suchte nach bekannten Gesichtern. Eines fand sie, es gehörte zum Trainer, der gerade einer Gruppe junger Männer die Grundzüge des Kickboxens beibrachte.

Rich Estrada. Das erste Mal hatte sie ihn in Vancouver gesehen, als er auf dem Weg zu einem Pressetermin war, und Steph hatte gedacht, dieser Mann im Anzug gehöre zum Jetset und sei frisch aus der Riviera eingeflogen.

Am nächsten Tag hatte er im Trainingsraum einen schweren Boxsack mit Hieben und Tritten traktiert. Und als er mit ihr gesprochen hatte, hatte der eleganteste Mann, den sie je gesehen hatte, sich als einfacher Kerl aus Boston entpuppt.

Im Moment gewährte er seinen Schützlingen eine Erholungspause, sah sich um und winkte Steph zu. "Penny! Hey!"

Innerlich zuckte sie zusammen. Den Spitznamen Penny verdankte sie ihrem kleinen Bruder, der als Kleinkind nicht "Stephanie" hatte aussprechen können. Der Name war an ihr kleben geblieben, weil ihr Haar so rot war wie

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