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Robert der Schiffsjunge (Abenteuer-Klassiker) Robert des Schiffsjungen Fahrten und Abenteuer auf der deutschen Handels- und Kriegsflotte von Wörishöffer, Sophie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.02.2016
  • Verlag: e-artnow
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Robert der Schiffsjunge (Abenteuer-Klassiker)

Dieses eBook: 'Robert der Schiffsjunge (Abenteuer-Klassiker)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Aus dem Buch: 'Robert war geradezu begeistert. Diese Sommernächte unter freiem Himmel, dies Wandern durch die taufrischen Wälder im ersten Morgenlicht, wenn die Vogelstimmen erwachten und die Sonne langsam höher stieg, - er konnte sich nichts Schöneres denken. Und wie glücklich war er, wenn er einen prächtigen Braten geschossen hatte, wie stolz befestigte er an seiner Mütze die erste Adlerfeder!' Sophie Wörishöffer (1838-1890) war eine deutsche Schriftstellerin und Jugendbuchautorin. Die von Wörishöffer ausgewählten Themen hatten im Allgemeinen einen realen, historischen Hintergrund und betrafen vorzugsweise die damalige europäische Kolonial- und Handelspolitik. In die Rahmenhandlung, meist im Stil von Reiseabenteuern eines oder mehrerer Jugendlicher, wurden von der Autorin geographische, historische und naturwissenschaftliche Belehrungen so geschickt eingeflochten, dass ihre Bücher von den Söhnen des gehobenen Bürgertums nicht nur begeistert gelesen wurden, sondern auch dazu dienten, ganz nebenbei deren Wissensstand anzuheben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 159
    Erscheinungsdatum: 14.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026850670
    Verlag: e-artnow
    Größe: 953 kBytes
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Robert der Schiffsjunge (Abenteuer-Klassiker)

An Bord der "Antje Marie"

Inhaltsverzeichnis
Die Matrosen liefen an Deck hin und her, der Schlepper arbeitete mit voller Maschinenkraft, und die Galliot folgte gehorsam in seinem Kielwasser. An Bord kommandierte der Lotse, denn obwohl das Schiff schon mehrere Tage vorher vollständig seeklar gemacht worden war, unterzog man doch alles einer nochmaligen genauen Prüfung. Verschiedene Wanten wurden nachgesetzt, die Befestigung des großen Bootes, das immer mitten auf Deck vor dem Großmast steht, untersucht und die Segel auf den Rahen soweit gelöst, daß sie auf Kommando sofort gesetzt werden konnten.

Robert stand in der Nähe des Matrosenlogis und sah hinter sich den Hafen von Hamburg allmählich verschwinden; dann folgte St. Pauli mit dem Hafenkrankenhaus auf der höchsten Höhe und endlich Altona. Und nun passierte die Galliot das reizende Neumühlen; hier hatte im Oktober der "Blitz" gelegen, hier hatte damals die Sonne ein so bezaubernd schönes Landschaftsbild beschienen, doch heute kräuselte ein frischer Ostwind die Wellen am Bug zu weißem Schaum, heute pfiff es schneidend kalt durch das Takelwerk, und an Land huschten in den Gärten die welken Blätter wie Gespenster wirbelnd durcheinander.

Starr heftete der Junge die Augen auf das Ufer. Teufelsbrücke, Blankenese, der Leuchtturm - alles glitt schneller und schneller vorüber. Immer breiter wurde die Elbe, schon ließ sich eine leichte Dünung spüren, und Robert stand noch ganz in Gedanken versunken, da legte sich eine Hand auf seine Schulter.

"Nun, mein Junge, was treibst du hier?" fragte eine Männerstimme.

Robert fuhr auf. Der das sagte, war ein älterer Mann von mindestens fünfzig Jahren, mit schwermütigem, kränklichem Gesicht und großen, tiefliegenden Augen, die jedoch freundlich auf den Jungen herabsahen. "Möchtest du lieber wieder zurück nach Hause? - Bei Glückstadt ist das noch möglich."

"Mohr!" rief in diesem Augenblick die Stimme des Kapitäns von der Kajütentür herüber, "Mohr - mach keine Dummheiten, hörst du."

Der Alte wandte sich ab. "Der Montag", flüsterte er mit einem unterdrückten Seufzer, "der Montag. Es wäre so schade um dich!"

Robert hatte inzwischen Zeit gefunden, die Frage ganz zu verstehen. "Ich fühle durchaus keine Reue", antwortete er lebhaft, "und ich will Seemann werden um jeden Preis. - Aber was ist denn mit dem Montag?" fügte er neugierig hinzu.

Der Seemann schüttelte leicht den grauen Kopf. "Er bringt kein Glück", antwortete er, "man soll nichts am Montag beginnen."

Kapitän van Swieten kam breitspurig über das Deck. "Junge", sagte er, "geh in die Kajüte und wasch das Kaffeegeschirr, hörst du. Nachher soll dir der Steuermann deine Pflichten genau aufzählen, damit du sie ein für allemal kennenlernst."

Die Worte wurden sehr freundlich, aber so bestimmt gesprochen, daß Robert die Absicht des Kapitäns, ihn von dem alten Matrosen zu trennen, klar durchschaute. Aber warum das? Der Mann mit den weißen Haaren und den ernsten Augen hatte ihm doch sehr gefallen.

Er ging in die Kajüte und begann das Kaffeegeschirr zu spülen. Während dieser Beschäftigung erschien der Steuermann, dessen mürrisches Gesicht ihm von vornherein Furcht einflößte, und dessen roter Bart fast an eine Mähne erinnerte.

Nachdem er in barschem Ton den neuen Kajütenjungen nach Namen und Herkunft gefragt hatte, sagte er stirnrunzelnd: "Du scheinst mir ein sehr vorlautes Maul zu haben, das soll aber bald anders werden. Du hast die Kapitänskajüte und auch meine rein zu halten, Stiefel zu putzen, Kleider auszubürsten und bei Tisch zu bedienen. Für das Geschirr bist du verantwortlich, und was du zerschlägst, das mußt du von deiner Heuer bezahlen. Deine Koje werde ich dir später zeigen. Über ihr befindet sich ein Wandschrank, und - aber geh nur gleich mit mir", unterbrach er seinen eigenen Satz - "du sollst den Schrank sehen, damit dir meine Befehle verständlicher werden."

Er führte

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