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Romantische Bibliothek - Folge 9 Sie fanden ein neues Zuhause von Mai, Paula (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.08.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
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Romantische Bibliothek - Folge 9

Wann nur kommt ihre Mutti endlich nach Hause? Dorothe, Sabrina und Ulla sind verzweifelt! Jetzt ist es schon mehrere Tage her, dass ihre Mama ins Krankenhaus gekommen ist, und nun soll sie gar nicht mehr zu ihnen zurückkommen? Das können sie nicht begreifen. Stefan Meiser sieht die Verzweiflung in den Augen seiner Töchter, und doch bringt er es nicht über sich, ihnen die ganze grausame Wahrheit zu sagen: Die Mutter der Mädchen, seine Frau Angelika, ist tot, gestorben an einem Blinddarm-Durchbruch. Und ihm bleibt nun nichts anderes übrig, als nach einer neuen Mama für seine drei kleinen Engel zu suchen. Schließlich ist er den ganzen Tag im Büro, um das Geld für die Familie herbeizuschaffen. Und wer soll in der Zwischenzeit für die Mädchen sorgen? Bald schon lernt er zwei Frauen kennen, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten: die lebhafte und sehr modebewusste Anita und die stille, vertrauenerweckende Ottilie. Doch welche der beiden kann den Platz seiner geliebten Angelika einnehmen?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 80
    Erscheinungsdatum: 11.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732516469
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 905 kBytes
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Romantische Bibliothek - Folge 9

"Du brauchst nicht auf die Uhr zu schauen", sagte Frau Angelika. "Frühstücke in aller Ruhe."

Ihr Mann runzelte leicht die Brauen. "Es ist doch schon ..."

"Ich habe die Uhr heute Morgen eine Viertelstunde vorgestellt", verriet Angelika Meiser lächelnd. "Iss noch ein Brötchen. Möchtest du Marmelade oder lieber Wurst darauf?"

"Marmelade", entschied Stefan Meiser, und seine Frau belegte es prompt mit einer Scheibe Wurst.

"Die Mettwurst soll doch für die Kinder bleiben", mahnte der junge Ehemann.

"Wir dürfen die drei nicht so verwöhnen." Die junge Frau hatte sich ihr Brötchen mit Marmelade bestrichen. "Ich fürchte, wir sind nicht streng genug mit ihnen."

Stefan lachte. "Wie willst du solch reizenden Mädchen gegenüber streng sein?", fragte er.

"Sie brauchen dich nur anzuschauen, und schon fängst du an zu lachen. Die kleinen Rangen wissen das genau. Wenn wir so weitermachen, tanzen sie uns bald auf der Nase herum. Ich bin froh, wenn sie erst zur Schule gehen. Dann suche ich mir eine Arbeit und verdiene mit."

"Ein Haushalt mit drei Kindern lastet dich wohl nicht aus", meinte der Mann schmunzelnd.

"Du gönnst dir nie etwas." Das eben noch lachende Gesicht der jungen Frau wurde ernst. "Für uns hast du immer ein bisschen Geld übrig. Aber wie lange ist es her, dass du dir einen neuen Anzug gekauft hast?"

"Der alte ist noch vollkommen in Ordnung", behauptete der Mann.

"Niemand läuft heute noch mit so weiten Hosen herum. Der Anzug ist altmodisch."

"Ein paar Jahre muss er noch halten. Und eine Frau habe ich schon. Oder gefalle ich dir nicht mehr in meinem besten Anzug?"

Seine Frage war selbstverständlich nicht ernst gemeint. Stefan wusste, dass er mit Angelika das große Los gezogen hatte. Er war ein Angestellter, der durchschnittlich verdiente, und das hieß, dass er sich bei drei Kindern nicht viel erlauben konnte. Am liebsten hätte er seine entzückende Frau zwar nach Strich und Faden verwöhnt, doch auch so war sie immer zufrieden.

"Es hat mal wieder wunderbar geschmeckt", lobte er. "Wenn man in Ruhe am Frühstückstisch sitzen kann - und dann noch so ein hübsches Gegenüber hat ..." Er machte die reizendsten Komplimente, ohne dass sie übertrieben wirkten.

"Hier ist noch eine Kleinigkeit." Frau Angelika griff in die Tasche ihres Morgenmantels und holte eine Schachtel Zigaretten heraus.

"Zigaretten?" Stefan Meiser schüttelte unwillkürlich den Kopf. "Wie kommst du dazu?"

"Ich habe sie gekauft. Erst wollte ich sie nicht mitnehmen, aber dann habe ich mir überlegt, dass ich sie gerade noch vom Haushaltsgeld abzweigen kann."

"Ich wollte mir das Rauchen doch abgewöhnen ..."

"Du hast so wenig Freude, Stefan." Angelika legte die Arme um seinen Nacken und küsste ihn. "Ich habe manchmal ein richtig schlechtes Gewissen."

"Du bist ein Schaf", behauptete der Mann verliebt und gab ihr einen Kuss auf die Nasenspitze. "Ich habe euch, das ist mehr wert als aller Reichtum. Aber ich glaube, jetzt muss ich wirklich gehen."

Bevor Stefan ging, schaute er wie immer noch in das Zimmer der Kinder hinein. Alle drei waren wach und warteten auf ihn. Sie durften erst aufstehen, wenn der Vati gefrühstückt hatte.

Das Zimmer war nicht sehr groß. Die drei Betten füllten es fast ganz aus. Der Teppich zwischen den Kinderbetten war uralt und hatte sogar schon ein Loch.

Aber das alles sah Stefan Meiser nicht. Er sah drei Kindergesichter, die er mehr als alles andere auf der Welt liebte, seine Angelika natürlich ausgenommen. Wie gesund die drei aussahen! Es war eine Freude, sie anzuschauen.

"Bringst du uns heute Abend mal was mit?", fragte Dorothe, der ältere Zwilling.

"Lakritz", schlug ihre um eine halbe Stunde jüngere Schwester Sabrina vor.

"Ganz viel", ergänzte Ulla. Sie war die Älteste, aber leider nicht immer die Vernünftigste.

"Simsalabim", sagte Stefan Meis

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