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Rosies wunderbarer Blumenladen Roman von McNamara, Ali (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.08.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Rosies wunderbarer Blumenladen

Als Poppy den Blumenladen ihrer Großmutter Rosie im malerischen Küstenstädtchen St. Felix in Cornwall erbt, ist sie alles andere als begeistert. Im Gegensatz zum Rest ihrer Floristen-Familie möchte Poppy weder mit Blumen noch mit St. Felix etwas zu tun haben - denn mit beidem verbindet sie traurige Erinnerungen. Doch den letzten Wunsch ihrer geliebten Großmutter zu ignorieren, bringt sie einfach nicht übers Herz. Und als die Renovierung des alten Ladens ihr unverhofft nicht nur gute Freunde, sondern auch eine neue Liebe beschert, fragt Poppy sich, ob Rosies wunderbarer Blumenladen tatsächlich die Kraft besitzt, Wunden zu heilen.

Ali McNamara schreibt herrliche romantische Komödien und lebt mit ihrer Familie und zwei Hunden in Cambridgeshire. Sie liebt das Reisen, guten Kaffee und wunderschöne Orte am Meer.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 20.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641204211
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: The Little Flower Shop by the Sea
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Rosies wunderbarer Blumenladen

1.

Narzisse - Neuanfänge

Das kann er doch wohl nicht sein, oder?

Ich stehe vor dem alten Blumenladen meiner Großmutter und starre zu dem Schild hinauf. The Daisy Chain steht dort in einer schnörkeligen gelben Schrift. Doch an den Ecken blättert allmählich die Farbe ab, sodass dort in Wahrheit he Daisy Chai steht, was eher nach einer orientalischen Teestube klingt.

Ich schaue die Straße mit dem Kopfsteinpflaster hinunter, auf der ich als Kind so oft unterwegs war, um beim Konditor die köstlichsten Kuchen und Pasteten und beim Zeitungshändler die Tageszeitung für meine Großmutter zu holen, und wo wir in einem Geschäft am Ende der Straße immer zum Ferienbeginn stundenlang einen glänzenden neuen Eimer und eine Schaufel aussuchen durften.

Doch, das ist der Laden, ganz sicher: Von hier aus sehe ich ein paar Häuser weiter den Konditor, der jedoch jetzt The Blue Canary heißt, nicht mehr Mr Bumbles wie damals. Der Zeitungshändler befindet sich weiter den Hügel hinauf, auf dem sich die Straße emporschlängelt, und es gibt immer noch einen Laden, der so aussieht, als würde er im Sommer Eimer und Schaufeln verkaufen. Doch heute, an einem regnerischen Montagnachmittag Anfang April, sind seine Türen geschlossen und das Licht ausgeschaltet.

Bereits so früh den Laden zu schließen, kann ich niemandem verdenken; es ist nicht gerade einer der besten Tage, um sich am Meer aufzuhalten. Ein nasskalter Nebel wabert über der Stadt und lässt alles feucht und farblos erscheinen, und in der kurzen Zeit seit meiner Ankunft in St. Felix habe ich kaum Urlauber gesehen. Oder überhaupt irgendwen, wenn ich so darüber nachdenke.

Dieser Effekt, den das nasse Küstenwetter auslöst, ist schon ein seltsames Phänomen. In einem Urlaubsort können sich in einem Augenblick noch die Besucher tummeln und die Sonne genießen, während im nächsten Moment die wechselnden Gezeiten dunkle Regenwolken mit sich bringen und alle Urlauber mit einem Schlag verschwunden sind und sich in ihre Hotels, Feriencottages oder Wohnwagen zurückziehen, die sie in dieser Woche ihr Zuhause nennen.

Als ich damals im Sommer während der Hauptsaison bei meiner Großmutter gewesen bin, habe ich mir manchmal tatsächlich Regenwetter gewünscht, um in Ruhe am Strand und an den Klippen entlangwandern zu können, ganz alleine und weit weg von allen anderen.

Mein Blick geht über das Kopfsteinpflaster die kurvige Straße hinauf. Oberhalb des Konditors, des Zeitungshändlers und des Strandshops entdecke ich einen kleinen Supermarkt, einen karitativen Second-Hand-Laden, eine Apotheke und etwas, das wie eine Kunstgalerie aussieht - sie befindet sich am oberen Ende der Straße, deswegen kann ich von hier aus nicht genau erkennen, um was es sich handelt. Aber das war's auch schon: Ein paar kleinere Läden inmitten schrecklich vieler leerstehender Geschäftslokale, deren Schaufenster weiß gestrichen worden sind. Wo sind bloß all die Souvenirläden hin? Früher, als ich immer herkam, waren sie richtig beliebt gewesen. St. Felix hat sich mit der Qualität und der großen Auswahl an Souvenirs stets gebrüstet; und es hat hier auch nirgendwo diesen billigen, geschmacklosen Kram gegeben, den es sonst überall am Strand zu kaufen gab, wie alberne Hüte und T-Shirts mit unflätigen Slogans darauf. St. Felix ist stets ein Hafen für ortsansässige Künstler und ihre Arbeiten gewesen. Was ist nur geschehen?

Das Geschäft meiner Großmutter befindet sich am unteren Ende der Harbour Street, genauer gesagt an dem Punkt, wo das Kopfsteinpflaster zum Hafen hinunterführt. Als Erstes ist mir durch den Kopf gegangen, dass der Laden ein wenig heruntergekommen wirkt, doch nachdem ich nun all die anderen verfallenen Geschäfte gesehen habe, bin ich einfach nur froh, dass er überhaupt noch da ist. Unten im Hafen kann ich ein paar neue Fischerboote entdecken sowie einen hellgelben Sandstreifen - das Meer muss sich gerade auf dem

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