text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Rudyard Kipling - Gesammelte Werke - Romane und Erzählungen Das Dschungelbuch, Das neue Dschungelbuch, Kim, Wie der Leopard seine Flecke bekam uva. von Kipling, Rudyard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.06.2015
  • Verlag: Null Papier Verlag
eBook (PDF)
0,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Rudyard Kipling - Gesammelte Werke - Romane und Erzählungen

Mit alphabetischem Index Rudyard Kipling war der große Chronist Indiens zur Zeit des britischen Empires. Kein Zweiter beschrieb in seinen Romanen, Reportagen und Kurzgeschichten die Fremde des Subkontinents lebendiger und spannender. Joseph Rudyard Kipling war ein britischer Schriftsteller und Dichter. Zu seinen bekanntesten Werken zählen 'Das Dschungelbuch' und der Spionage-Roman 'Kim'. Kipling gilt als wichtiger Vertreter des Kurzgeschichten-Genres und als hervorragender Erzähler. 1907 erhielt er als damals jüngster und erster englischsprachiger Schriftsteller den Literaturnobelpreis. - Das Dschungelbuch - Das neue Dschungelbuch - Kim - Wie der Leopard seine Flecke bekam uva. Alle wichtigen Werke auf 2500 Seiten - mit einem Aufsatz zu Leben und Werk. 1. Auflage (Mit alphabetischem Index) Umfang: 2561 Buchseiten bzw. 2328 Normseiten Null Papier Verlag

Rudyard Kipling war der große Chronist Indiens zur Zeit des britischen Empires. Kein Zweiter beschrieb in seinen Romanen, Reportagen und Kurzgeschichten die Fremde des Subkontinents lebendiger und spannender. Joseph Rudyard Kipling (Geb. 30. Dezember 1865 in Bombay; Gest. 18. Januar 1936 in London) war ein britischer Schriftsteller und Dichter. Zu seinen bekanntesten Werken zählen 'Das Dschungelbuch' und der Spionage-Roman 'Kim'. Kipling gilt als wichtiger Vertreter des Kurzgeschichten-Genres und als hervorragender Erzähler. 1907 erhielt er als damals jüngster und erster englischsprachiger Schriftsteller den Literaturnobelpreis, den Rekord als jüngster Literaturnobelpreisträger hält er bis heute. Verschiedene andere Ehrungen und eine Erhebung in den Adelsstand lehnte er ab.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 2561
    Erscheinungsdatum: 29.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954185924
    Verlag: Null Papier Verlag
    Größe: 2667 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Rudyard Kipling - Gesammelte Werke - Romane und Erzählungen

Vorwort des Autors

I m Norden Indiens stand einst ein Kloster, genannt die Ghubara des Dhunni Bhagat. Niemand weiß heute mehr, wer Dhunni Bhagat gewesen ist. Er hatte sein Leben gelebt, wie es eben jeder Hindu lebt, hatte ein bißchen Geld erworben und es, wie jeder gute Hindu tun soll, auf ein frommes Werk verwendet: eben jene Chubara. Diese Chubara enthielt eine Menge gemauerter Zellen, deren Wände mit Bildern von Göttern, Königen und Elefanten bunt bemalt waren. Asketisch aussehende Priester pflegten darin zu sitzen und über die Letzten Dinge nachzudenken. Die Gänge waren mit Ziegeln gepflastert; die nackten Füße Tausender hatten sie zu Rinnsteinen ausgehöhlt. Grasbüschel wuchsen in ihren Ritzen, heilige Feigenbäume breiteten ihre Blätter aus über die Brunnenwinde, die den ganzen Tag über knarrte und ächzte, Scharen von Papageien schwirrten durch das Geäst, Krähen und Eichhörnchen waren zahm wie Haustiere; wußten sie doch, daß ihnen von den Priestern keinerlei Gefahr drohte!

Die wandernden Bettler, die Amulettverkäufer und heiligen Landstreicher auf hundert Meilen in der Runde machten die Chubara zu ihrem Unterkunfts- und Ruheplatz. Mohammedaner, Sikhs, Hindus, einträchtig gesellten sie sich zueinander unter den Bäumen - Greise alle mitsammen. - Wenn der Mensch sich dem Wegkreuz der großen Nacht nähert, erscheinen ihm die vielen, verschiedenen Glaubensformen der Welt wunderbar gleich und farblos.

Gobind, der Einäugige, erzählte mir dies alles. Er war ein heiliger Mann, hatte früher auf einer Insel inmitten des Flusses gelebt und zweimal am Tage die Fische mit Brotkrumen gefüttert. Wenn zur Zeit des Hochwassers aufgedunsene Leichen an den Strand getrieben kamen, sorgte Gobind dafür, daß sie pietätvoll begraben wurden - um der Ehre der Menschheit willen und auch mit Rücksicht auf seine eigene dereinstige Abrechnung mit Gott. Als später eine Überschwemmung zwei Drittel der Insel wegspülte, kam Gobind über den Fluß hinüber in die Chubara des Dhunni Bhagat mit seinem kupfernen Trinkgefäß, das ihm am Brunnenseil befestigt um den Hals hing, mit seiner nägelbeschlagenen kurzen Armstütze, seiner Gebetrolle, seiner großen Pfeife, seinem Sonnenschirm, seiner hohen zuckerhutförmigen Kopfbedeckung mit der nickenden Pfauenfeder. - Er wickelte sich in seine, aus Flicken jeder Farbe und jedes Stoffes der Welt zusammengesetzte Decke, hockte sich in eine Ecke der friedvoll ruhigen Chubara, stützte den Arm auf seine kurze Krücke und erwartete den Tod. - Das Volk brachte ihm Nahrung und Sträußchen von Dotterblumen, und er gab ihnen seinen Segen dafür. - Er war fast blind und sein Gesicht über jede Beschreibung faltig, verrunzelt und durchfurcht, denn er hatte schon zu einer Zeit das Licht der Welt erblickt, als die Engländer noch nicht einmal auf fünfhundert Meilen an das Gebiet herangekommen waren, in der die Chubara des Dhunni Bhagat lag.

Als wir näher miteinander bekannt wurden, erzählte mir Gobind bisweilen Geschichten mit einer Stimme, dumpfrollend wie eine Holzbrücke, über die schwere Kanonen fahren. Es waren wirklich wahre Geschichten, aber unter zwanzig könnte man auch nicht eine in einem europäischen Buche drucken; die Europäer denken in anderer Weise als die Eingeborenen. Sie brüten über Dinge, die zu überdenken der Eingeborene sich Zeit läßt, bis der geeignete Moment eingetreten ist, und worauf sie nicht zwei Gedanken verwenden würden, darüber grübelt der Eingeborene stundenlang nach. - Wenn sie dann zu einer gemeinsamen Unterhaltung zusammentreffen - Eingeborene und Europäer - so starren sie einander verglast an, durch breite Klüfte des Mißverstehens getrennt.

"Und was ist dein ehrenwertes Gewerbe", fragte mich eines Sonntagabends Gobind, "und womit erwirbst du dir dein tägliches Brot?"

"Ich bin", sagte ich, "ein Kerani - einer, der mit der Feder auf Papier schreibt -, obgleich ich nicht im Dienste der Regierung stehe."

"Was schreibst du

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen